Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Betriebsführung von Photovoltaik-Anlagen

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Betriebsführung von Photovoltaik-Anlagen

22.07.11  07:30 | Artikel: 953193 | Proteus Fach-Artikel

Betriebsführung von Photovoltaik-AnlagenIn diversen Gesprächen auf der Intersolar 2011 wurde wieder einmal recht schnell deutlich, dass es vorrangig um den Bau von Solaranlagen geht. Weitaus kleiner wird der Kreis der Gesprächspartner, wenn es um Monitoring und Überwachung oder gar um das heikle Thema Betriebsführung geht.

Schaut man sich die Zahl der Anbieter an, die PV-Anlagen überwachen und die Daten visualisieren, so stellt man fest, das sich während der letzten 12 Monate doch recht viel in diesem Markt getan hat. Jeder Wechselrichterhersteller hat ein eigenes Portal, in dem die Daten der eigenen Geräte entsprechend dargestellt und ausgewertet werden. Unabhängige Anbieter für Überwachungslösungen bieten zudem vermehrt die Möglichkeit, auch Anlagen zu überwachen, die verschiedene Wechselrichter im Mischbetrieb beinhalten oder Sensorik verbaut haben, die über die Standardportale nicht abgebildet werden können.

Auffällig in diesem Bereich ist allerdings, das es kaum noch echte Innovationen gibt. So werden die Internetportale hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt Web 2.0 weiterentwickelt und punkten eher mit Optik und Design, statt mit neuen Funktionen.

Einige Anbieter verfolgen immer noch die Strategie, pro Tag eine eMail mit Leistungsdaten und Fehlermeldungen sowohl an das Portal, als auch an den Betreiber zu übermitteln. Spätestens im Megawatt-Bereich ist dieses Verhalten nicht mehr tragbar.

Für den Endverbraucher mit einer kleinen Dachanlage mag die - meist kostenlose - Funktionalität der Portale ausreichen. Die Erfahrung der letzten Jahre hat jedoch gezeigt, dass es zumindest zwei Anwendergruppen gibt, denen die derzeitigen Portallösungen nicht ausreichen.

PV-Anlagen müssen nicht nur überwacht werden. Im Störungsfall beginnt ja erst die Arbeit, damit die Anlage schnellstmöglich wieder fehlerfrei arbeitet.
Hier haben sich mittlerweile auch etliche Anbieter auf die Betriebsführung spezialisiert. Betriebsführung bedeutet hierbei die Anlagen permanent zu überwachen und den Betrieb kontinuierlich aufrecht zu erhalten. Dabei werden im Störungsfalle nicht nur Techniker und Tätigkeiten koordiniert sondern auch fristgerechte Wartungsmaßnahmen geplant und ausgeführt sowie entsprechende Dokumentationen angelegt.

Sucht man auf dem Markt nach entsprechender Software, die nicht nur die Überwachung von PV-Kraftwerken beherrscht, sondern auch die internen Arbeitsabläufe für Störungen und Technikersteuerung abbilden kann, stellt man schnell fest, das es hierzu kaum Anbieter gibt. Derzeit werden nach Erkennen einer Störung die nachfolgenden Maßnahmen nahezu ausschließlich konservativ abgewickelt: per Telefon, Fax und eMail.
Ausnahmen gibt es im Bereich großer Unternehmen, bei denen die entsprechenden Workflows im ERP- oder PPS-System hinterlegt sind. Die Verbindung zu Portal- bzw. Anlagendaten oder die Integration verschiedener Medien ist allerdings meist mit Reibungsverlusten behaftet. Dadurch werden interne Prozesse aufwändig und damit teuer.

Eine Anwendergruppe, die diese Erfahrung mittlerweile täglich macht, sind z.B. Elektriker, die kleine bis mittlere Anlagen installiert und entsprechende Wartungsverträge mit den Kunden geschlossen haben. Nicht selten verbringt ein Mitarbeiter täglich Stunden vor dem Rechner, um sich bei diversen Portalen anzumelden und der Reihe nach alle Daten der Kundenanlagen einzusehen und auszuwerten, da es nur wenige Systeme gibt, die die Masse der Anlagen in einem System konsolidiert darstellen können. Werden dann im Störungsfall Technikereinsätze notwendig, werden diese meist per Telefon oder eMail koordiniert.
Eher selten sind diese Betriebe in der Lage die Arbeitszeiten für diverse Störfälle pro Monat in Zeit und Kosten zu beziffern, was interne Kalkulationen im Extremfall obsolet machen kann.

Eine weitere Anwendergruppe sind auf Betriebsführung spezialisierte Unternehmen, die z.B. für Investoren oder Betreiber arbeiten und den Regelbetrieb von Anlagen sicherstellen müssen. Hier stellt sich natürlich die gleiche Problematik wie bei den Elektrikern, allerdings sind in vielen vertraglichen Regelungen der Betriebsführungsvertrages entsprechende Klauseln vorhanden, die Dokumentation, Reaktionszeiten und Auswertungen beinhalten. Wird die Betriebsführung dann ohne entsprechende Software abgewickelt, können die Prozesskosten schnell unerwartete Grenzen sprengen. Aber auch die klassischen Reibungsverluste - eine eMail erreichte einen Mitarbeiter, der derzeit im Urlaub ist - können vermeidbare Kosten produzieren.

Gerade bei großen Anlagen im Mega-Watt-Bereich ist eine schnelle Reaktion im Störungsfalle unumgänglich. Liegen die Einspeisevergütungen bei mehreren Tausend Euro pro Stunde, so liegen die Nerven der Investoren oder Betreiber schnell blank. Das die weiterführende Kommunikation dann unter Umständen über Rechtsanwälte abgewickelt wird ist kein Einzelfall.

Allein diese Beispiele zeigen die Notwendigkeit, entsprechend spezialisierte Software für die Betriebsführung einzusetzen, die sowohl Messwertdaten und Fehlermeldungen der Anlagen visualisiert, als auch die die Technikersteuerung, die internen Prozesse und die verbundenen Kosten integriert.

Derzeit sind beispielsweise die Softwarelösungen 'fieldMonitor' der relatio Unternehmensgruppe und 'rpView' der rpv Elektrotechnik ein gängiges Hilfsmittel, um den Anforderungen für Betriebsführung von PV-Anlagen gerecht zu werden. Eine durch die Proteus Solutions GbR extern in Auftrag gegebene Analyse stellte Einsparungen auf Prozessebene von bis zu 25% fest. Ein Wert, der so manchem Controller Tränen in die Augen treibt.

Fazit:

Betriebsführung wird zunehmend wichtiger beim Betrieb von PV-Anlagen. Nur durch effektiven Einsatz geeigneter Software ist es auf Dauer möglich sowohl die eigenen Kunden langfristig zufrieden zu stellen, als auch nachhaltig das Maximum an Erträgen aus PV-Anlagen zu gewährleisten ohne dass die internen Kosten dabei unkalkulierbar werden.



Diesen Artikel
finden Sie auch auf:





Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Solartechnik | TopFachTipps | Wissen

Schlagworte:

PV (119) | Photovoltaik (210) | Betriebsführung (9) | Monitoring (21) | Solarkraftwerk (7)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@953193







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

Ihr eigenes Buch veröffentlichen.
Wir helden Ihnen dabei.
22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.

24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.