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Studenten fordern soziale Netzwerke am Arbeitsplatz

31.10.11  07:00 | Artikel: 953264 | Proteus Statement

Studenten fordern soziale Netzwerke am Arbeitsplatz70 Prozent der Studenten erwarten die private Nutzung von sozialen Netzwerken am Arbeitsplatz. Ebenso wie die dafür nötige technische Ausstattung, wie im Cisco Connected World Technology Report aktuell veröffentlicht wurde.

Für Personaler und IT-Mitarbeiter wird wohl in den nächsten Jahren ein Albtraum Wirklichkeit werden, wenn den Forderungen der zukünftigen Mitarbeitern nachgegeben wird. 70 Prozent der heute noch in Ausbildung befindlichen Mitarbeiter wollen die Bespaßung mit Facebook und Co. auch mit dem Büro-PC und dem Firmen-Smartphone ausleben.

29 Prozent der Nachwachsgeneration würden es sogar ablehnen für einen Arbeitnehmer tätig zu werden, wenn ein entsprechendes Verbot zur Nutzung sozialer Medien vorliegen würde. 64 Prozent wollen sich schon im Bewerbungsgespräch nach den Regeln zur Nutzung erkundigen.

Kaum andere Anwendungen können so große Lücken in das interne Netzwerk reißen wie soziale Netzwerke. Das gilt für die technische Netzwerksicherheit ebenso wie für den Wissenstransfer oder Datenverlust aus dem Unternehmen über soziale Beziehungen nach außen.

Möglicherweise stehen die Unternehmen dem Paradigmenwechsel machtlos gegenüber; IT-Experten raten schon seit langem, dass Verbote in diesem Zusammenhang ineffektiv seien. Besser wären entsprechende Regularien, die die Nutzung nicht verbieten sondern eher Verhaltensrichtlinien definieren, um eine einheitlich Unternehmensphilosophie nach außen zu repräsentieren. Bleibt allerdings fraglich, ob bei diesem Szenario alles so gut läuft, wie gewünscht.

In einigen großen Unternehmen sind Facebook & Co. schon seit langem strikt verboten. Immer wieder gelangen Datenpannen oder Mitarbeiteraussagen in die Schlagzeilen, wenn die Nutzung sozialer Medien mißbräulich eingesetzt wird. Selbst beim zufriedensten Mitarbeiter kann die Stimmung schnell mal umschlagen.

Für viele der heutigen Unternehmenslenker ist diese Forderung eher unverständlich. In den Unis permanent online und fernab der geschäftlichen Realität wollen die neuen Fachkräfte dann erst mal Gott und der Welt erzählen, was in ihren neuen Job so den ganzen Tag passiert; vermutlich noch für ein Top-Gehalt. Die Arbeit erledigt sich ja fast von alleine.

Die Zukunft wird zeigen, ob die Offline-Kultur langsam ausstirbt. Mag das Patriarchat ja als überholtes Modell gelten; viele dieser Unternehmen wussten rein betriebswirtschaftlich jedoch wie der Laden funktioniert. Heutige Manager, die nur noch Aktionären verpflichtet sind und über Shareholder Value ganze Vorträge halten können, zur Begrifflichkeit der 'Kriegskasse' aber nur mit den Achseln zucken können, haben schon seit langem ein Identitätsproblem. In Zukunft können diese ja dann ganz einfach über Ihre Netzwerke das Unternehmen wechseln, wenn der Aktienkurs einbricht. Facebook macht’s möglich.

Eine Vielzahl von Unternehmen ist heute schon in den sozialen Netzwerken engagiert, viele davon auch durchaus erfolgreich. Würde die Generation der neuen Mitarbeiter vielleicht ansprechen, wie man Unternehmensziele mit Hilfe von sozialen Netzwerken besser erreichen könnte, wäre das mit Sicherheit auch ein bemerkenswerter Ansatz. Im Bewerbungsgespräch jedoch gleich abzuchecken, ob man seiner persönlichen Online-Sucht, euphemistisch formuliert auch der persönlichen Affinität, nachgehen kann, ist jedoch durchaus grenzwertig zu betrachten.

Über Kommentare würden wir uns freuen.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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siziale Netzwerke | Beruf | Statistik

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soziale Netzwerke (35) | Facebook (38) | Studenten | Umfrage (100) | Studie (123)




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