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Studienergebnisse: Facebook & Co belasten Volkswirtschaft

10.02.12  06:30 | Artikel: 954303 | News-Artikel (Red)

Studienergebnisse: Facebook & Co belasten VolkswirtschaftDer Branchenverband BITKOM hat die Studie 'Soziale Netzwerke' in zweiter Auflage veröffentlicht.

Der Studie nach sind 74 Prozent der Internetuser in mindestens einem sozialen Netzwerk vertreten. 66 Prozent nutzen diese auch aktiv. Bei der Altergruppe der 14- bis 29-Jährigen User beträgt der Anteil bereits 92 Prozent. Die Gruppe der 30- bis 49-Jährigen ist mit 72 Prozent vertreten und die Generation 55+ mit immerhin noch 55 Prozent.

Nahezu alle sozialen Netzwerke werden dabei rein zu privaten Zwecken benutzt, auch wenn dies während der Arbeitszeit geschieht. Als Ausnahme zählen lediglich das berufliche Netzwerk XING und Linkedin, wobei auch XING einen Anteil von 55 Prozent für die private Nutzung stellt.

Interessant ist es allerdings, wenn man die Nutzungszeiten mit Volkswirtschaftlichen Daten hochrechnet. Laut einer dpa-Meldung verbringen 25 Prozent der Nutzer etwa 2,5 Stunden pro Woche während der Arbeitszeit in sozialen Netzwerken. Summiert ergeben sich daraus jedoch Werte, die so manchen Firmeninhaber oder Controller in Rage versetzen könnte.

Zieht man als Beispiel ein Unternehmen heran, dass über 300 Mitarbeiter verfügt, so würde das bedeuten, das 75 davon insgesamt 187,5 Stunden in sozialen Netzwerken verbringen. Das ergibt 750 Stunden pro Monat, die Mitarbeiter ihrem privaten Vergnügen nachgehen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes "bezahlten Arbeitgeber im Jahr 2009 in der deutschen Privatwirtschaft im Durchschnitt 30,90 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde". Dieser Wert dürfte sich in den vergangenen zwei Jahren noch mal etwas erhöht haben.

Damit geht dem Beispielunternehmen Arbeitsleistung in Höhe von 23.175,00 EUR jeden Monat verloren, oder 278.100,00 EUR jährlich. Anders betrachtet wären dass insgesamt vier Vollzeit-Mitarbeiter, die den ganzen Tag nur privat in sozialen Netzwerken verbringen. Eine ähnliche Rechnung kommt auf Bundesebene zu einem Schaden von 26,8 Milliarden Euro jährlich.

Diese Zahlen sollten durchaus ein Argument dafür sein, dass die Nutzung von privaten Aktivitäten im Internet längst kein Kavaliersdelikt mehr ist und einen wichtigen Punkt zur Regelung in den Unternehmen darstellt.

Rechnet man jetzt noch Datenübertragungsvolumina oder immaterielle Schäden hinzu, wie im Einzelfall unerledigte Aufträge, so stellt das, durch die Internet-Netzwerke bedingte Sozialverhalten der Mitarbeiter, ein ernstes Problem dar.

Entsprechende Mitarbeiter dürften das natürlich anders sehen.

Die BITKOM-Studie finden Sie HIER




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

Facebook | Statistik | Studie

Schlagworte:

Studie (173) | BITKOM (30) | soziale Netzwerke (31) | Facebook (38) | Schaden (20)




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