Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

BGH: Phishing-Opfer sind selber schuld

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










BGH: Phishing-Opfer sind selber schuld

25.04.12  08:30 | Artikel: 954369 | News-Artikel (Red)

BGH: Phishing-Opfer sind selber schuld
Bild: bundesgerichtshof.de
Der Bundesgerichtshof bestätigte in einem Revisionsurteil das Urteil der Vorinstanz. Im aktuellen Fall hatte ein Kunde seine Bank auf Schadenersatz von 5.000 EUR verklagt, weil er auf einer fremden Website mehrere TANs eingegeben hatte.

Der BGH hat die Klage des Kunden abgewiesen, weil er diese für unbegründet hält.

Der Kunde nutzte das Online-Banking-Verfahren seiner Bank seit 2001 und fiel 2008 lt. eigener Aussage auf Phishing bzw. Pharming herein, was diesem einen Schaden von 5.000 EUR einbrachte.

Nachdem dieser feststellte, das hier etwas nicht mit rechten Dingen zuging, stellte der Kunde Strafanzeige gegen unbekannt und erklärte:

"Ich habe das Onlinebanking der ... Bank angeklickt. Die Maske hat sich wie gewohnt aufgemacht. Danach kam der Hinweis, dass ich im Moment keinen Zugriff auf Onlinebanking der ... Bank hätte. Danach kam eine Anweisung, zehn Tan-Nummern einzugeben. Die Felder waren nicht von 1 bis 10 durchnummeriert, sondern kreuz und quer. Ich habe dann auch die geforderten Tan-Nummern, die ich schon von der Bank hatte, in die Felder chronologisch eingetragen. Danach erhielt ich dann Zugriff auf mein Onlinebanking. Ich habe dann unter Verwendung einer anderen Tan-Nummer eine Überweisung getätigt."

Der Kunde habe lt. BGH mit seiner Reaktion auf die Phishing-Mail "die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen, indem er beim Loginvorgang, also nicht in Bezug auf einen konkreten Überweisungsvorgang, trotz des ausdrücklichen Warnhinweises der Bank gleichzeitig zehn TAN eingegeben hat".

Damit bestätigte der BGH, dass Kunden, die immer noch glauben, die Banken würden eMails versenden und dann auf einer Seite dazu auffordern mehrere TANs einzugeben, den Schaden selbst tragen müssen. In diesem Falle hätte vermutlich ein kurzer Anruf bei der Bank den Schaden verhindert. Zudem weisen Banken seit Jahren auf Websites und in verschiedenen AGBs auf diese Möglichkeiten hin.

Auf den Seiten des BGH ist das komplette Urteil nachzulesen.

Urteil vom 24. April 2012 - XI ZR 96/11

Das LG Landshut entschied im September 2011 schon mal anders:
Urteil: Phishing-Opfer ist unschuldig




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Datenschutz | Sicherheit | Recht

Schlagworte:

Urteil (34) | BGH (9) | Phishing (9) | Pharming | XI ZR 96/11




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@954369



© by Proteus Solutions GbR 2018


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
24.8.17 | Artikel: 980022
Übersichtlich, intuitiv und sicher: Online-Banking-Nutzer sind zufrieden

Die Bankgeschäfte bequem vom heimischen Sofa aus erledigen, per Video-Chat über die Finanzen beraten lassen und unterwegs schnell eine Überweisung tätigen: 73 Prozent der Internetnutzer setzen auf Online-Banking (2016: 70 Prozent).

13.10.17 | Artikel: 980024
Jeder vierte Internetnutzer besucht keine Bankfiliale mehr

Geld wird zunehmend digital verwaltet und angelegt: Rund jeder vierte Internetnutzer (24 Prozent) regelt Bankgeschäfte ausschließlich online.

Sie suchen nach speziellen Lösungen?
Wir helfen gerne weiter...
18.10.17 | Artikel: 980026
Bitkom zur Sicherheitslücke in WLAN-Verschlüsselung

Sollten sich die geschilderten Angriffsmöglichkeiten auf WLAN-Verbindungen aufgrund einer Schwachstelle in der WPA2-Verschlüsselung bewahrheiten …

4.8.17 | Artikel: 980021
Skala von A bis G macht Schluss mit A+++

Die Hersteller von Elektro- und Haushaltsgeräten müssen sich auf ein neues System bei der Kennzeichnung des Energieverbrauchs einstellen. Zum 1.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
20.10.17 | Artikel: 980028
Kommentar: Programmierkenntnisse in Deutschland

Erst gestern veröffentlichte der Digitalverband Bitkom eine Studie über die Programmierkenntnisse von Jugendlichen. «Gerade einmal jeder zehnte Jugendliche (11 Prozent) kann eigene Programme schreiben oder Webseiten erstellen lautet die Kernaussage dort.

12.9.17 | Artikel: 980023
Kunden zahlen lieber an der Kasse als im Online-Shop

Ob Fernseher, Bücher oder Schuhe: Die meisten Verbraucher können sich ein Leben ohne Online-Shopping nicht mehr vorstellen. Schließlich ist das Angebot riesig und störende Öffnungszeiten gibt es nicht.

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
20.10.17 | Artikel: 980027
Nur jeder zehnte Jugendliche kann programmieren

Programmierkenntnisse werden in der digitalen Welt immer wichtiger, aber nur wenige können schon im Jugendalter selbst coden: Gerade einmal jeder zehnte Jugendliche (11 Prozent) kann eigene Programme schreiben oder Webseiten erstellen …

22.12.17 | Artikel: 980030
in eigener Sache: Betriebsferien zwischen Weihnachten und Neujahr

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und auch wir nutzen über die besinnlichen Tage die Gelegenheit, ein paar Tage Urlaub zu machen.…