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Google krempelt Portfolio um

25.06.12  06:00 | Artikel: 954431 | News-Artikel (Red)

Google krempelt Portfolio umIn den letzten Wochen gab es einige Nachrichten über Änderungen an Googles Produktportfolio und bereits vor Monaten wurden einzelne Dienste schon abgeschaltet. Eine kurze Übersicht ein paar wissenswerter Änderungen:

Google-Update "Venice"

Google ändert bzw. verbessert regelmäßig den Algorithmus, der für die Suchergebnisse verantwortlich ist. "Panda", "Freshness" und "Pinguin" waren die letzten großen Updaten, die teils gravierende Auswirkungen auf die Ergebnislisten der Suche hatten. Dabei ist der Suchmaschinenkonzern im Allgemeinen immer äußerst sparsam mit Informationsweitergabe. Nur rudimentär werden die Änderungen erläutert. Mit "Venice" macht Google die Suchergebnisse nun lokaler; was immerhin Sinn macht. Sucht jemand in Hamburg nach einem Handwerker so sind die Ergebnisse aus Hamburg und Umgebung natürlich hilfreicher, als die eines Münchener Unternehmens.

Zum Leidwesen der Suchmaschinen-Optimierer spielt plötzlich die reine Optimierung einer Website nur noch eine untergeordnete Rolle. Lokaler Content ist für Google benutzerfreundlicher und die Ergebnislisten sind nun pro Standort drastisch unterschiedlich. Man wird sehen, wie sich die Optimierung in Zukunft entwickelt.

Google Shopping

Der seit Jahren etablierte Dienst Google Shopping ermöglichte es Online-Händlern kostenfrei Produkte in den Suchindex zu übertragen. Nun kündigt Google an, das dieser Dienst in Zukunft kostenpflichtig werden wird. Die Umstellung soll bereits im August in den USA umgesetzt werden und Anfang nächsten Jahres auch in Deutschland greifen. Wer dann den Vertriebskanal nutzen möchte, muss mit Kosten rechnen über die Google bislang allerdings noch keine Aussage gemacht hat.

Google Maps

Im Bereich des Kartendienstes hat sich viel getan. Zum einen senkt Google die bereits vor Monaten festgelegten Preise für die Nutzung von Google Maps, die bei Websites fällig waren, die mehr als 25.000 Kartenaufrufe zu verzeichnen hatten. Damals waren es 4 USD für 1.000 Kartenaufrufe oberhalb der Freigrenze. Jetzt sind es nur noch 50 Cent; also eine Preissenkung von fast 90 Prozent.

Für Android-User wird es einen Offline-Modus bei den Karten geben, der es ermöglicht verschiedene Kartenbereiche lokal zu speichern und damit unabhängig vom Netz zu sein oder unnötige Roamingkosten zu vermeiden.

Ein Grund für die Änderungen soll laut Mediendarstellungen die Stärkung der eigenen Position im Kampf mit Apple sein. Der iPhone-Hersteller bevorzugt mit der Version iOS 6 eine eigene Kartenapplikation.

Google Maps Coordinate

ist ein quasi eine Erweiterung des Kartendienstes und integriert damit eine Steuerungsmöglichkeit für Außendienstmitarbeiter.

Die Funktion als solche ist nicht neu; Seit Jahren ist diese Art der Software als Flotten-Management bekannt. Kaum eine Spedition, die solch eine Software nicht nutzt.

Maps Coordinate wird auf jedes beliebige Android-Smartphone installiert und entsprechende Mitarbeiter können dann online koordiniert werden. Dabei sind durchaus Funktionen enthalten, die es Mitarbeitern ermöglicht die Ortung abzuschalten oder auch über eine Timerfunktion das Arbeitsende zu definieren.

Nach Medienangaben soll der neue Dienst etwa 15 USD pro Monat kosten.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

Google | Software | Internet

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