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Datenschützer fordert datenschutzfreundliche Umsetzung von Smart-Metern

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Datenschützer fordert datenschutzfreundliche Umsetzung von Smart-Metern

18.07.12  10:30 | Artikel: 954464 | News-Artikel (Red)

Datenschützer fordert datenschutzfreundliche Umsetzung von Smart-MeternSmart-Meter, intelligente Stromzähler, geraten in den letzten Monaten immer wieder in die Kritik. Für die Energieversorger sei es relativ einfach, durch engmaschige Datenströme mehr über die Gewohnheiten der Bewohner zu ermitteln. Hierbei könnten recht einfach persönliche Profile erstellt werden.

Smart-Meter, intelligente Stromzähler, geraten in den letzten Monaten immer wieder in die Kritik. Für die Energieversorger sei es relativ einfach, durch engmaschige Datenströme mehr über die Gewohnheiten der Bewohner zu ermitteln. Hierbei könnten recht einfach persönliche Profile erstellt werden.

Eine ressourcenschonende, umweltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung bedingt intelligente Energienetze und -zähler, um mit last- und zeitabhängigen Tarifen besser auf eine schwankende Energieproduktion reagieren zu können, erklärt die Datenschutzbehörde in einer Veröffentlichung. Intelligente Stromzähler zählen zu den Notwendigkeiten, um die sog. Smart-Grids, die intelligenten Netze der Zukunft aufbauen zu können.

Nach Ansicht von Jörg Klingbeil, dem Landesbeauftragten für den Datenschutz in Baden-Württemberg müssen die Weichen für eine datenschutzfreundliche Umsetzung der neuen Technik gestellt werden:

"Schon bei der Konzeption und Gestaltung der technischen Systeme muss der Datenschutz berücksichtigt werden. Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder haben deshalb Vorschläge für die Konkretisierung der im Energiewirtschaftsgesetz nur allgemein formulierten datenschutzrechtlichen Anforderungen unterbreitet und insbesondere Empfehlungen für eine datenschutzkonforme Technik ausgesprochen. Hierzu haben wir eine Orientierungshilfe für den Einsatz intelligenter Stromzähler (Smart Metering) erarbeitet, damit die zentralen Forderungen des Datenschutzes wie Zweckbindung, Datensparsamkeit und Erforderlichkeit von vornherein berücksichtigt werden können. Informationen zum Strombezug sollen möglichst ohne Personenbezug - also pseudonymisiert oder anonymisiert - und zudem in so großen Zeitabständen erhoben werden, dass daraus nicht auf das konkrete Nutzerverhalten geschlossen werden kann. Der Verbraucher muss zudem erkennen können, welche Daten über ihn durch den intelligenten Stromzähler übermittelt werden und wer darauf zugreifen kann; seine Rechte auf Löschung, Berichtigung und Widerspruch sind zu wahren. Für die Verbrauchsdaten ist eine angemessene Löschfrist festzulegen; eine Vorratsdatenspeicherung ist unbedingt zu vermeiden. Schließlich dürfen ihm günstige Tarife nicht nur dann angeboten werden, wenn er möglichst viel von seinem Verhalten preisgibt. Den ‚gläsernen Stromkunden' darf es bei allem Verständnis für eine umweltfreundliche Energieerzeugung nicht geben."

Info Smart-Meter:

Der prinzipielle Unterschied liegt schon im Aufbau. War der herkömmliche Drehstromzähler ein reines analoges Gerät mit einer rotierenden Scheibe, so sind die neuen Geräte volldigital und messen den Strom über integrierte Schaltkreise. Zudem sind die gängigen Geräte auf dem Markt mit einem sog. COM-Modul ausgestattet und können die Verbrauchsdaten dann direkt an den Energieversorger übermitteln. Üblicherweise werden die Daten im 15-Minuten-Zyklus online übertragen.


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Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

Photovoltaik | Datenschutz

Schlagworte:

Smart-Meter (12) | intelligente Stromzähler | Netzbetreiber (34) | Jörg Klingbeil (5) | LfD (4)




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