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Meldung von PV-Anlagen: Stellungnahme der Übertragungs-Netzbetreiber

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Meldung von PV-Anlagen: Stellungnahme der Übertragungs-Netzbetreiber

16.07.12  06:30 | Artikel: 954468 | News-Artikel (Red)

Meldung von PV-Anlagen: Stellungnahme der Übertragungs-NetzbetreiberAm 4.7.2012 hatten wir die Antworten der Bundesnetzagentur und des Deutschen Bundestages zum Thema Datenqualität der registrierten Solaranlagen veröffentlicht. Nun liegt auch eine kurze Stellungnahme der Übertragungsnetzbetreiber vor.

Allein die Aussagen der Bundesnetzagentur und des Deutschen Bundestages waren letztendlich nicht schlüssig. Folgt man der Logik der Agentur, so müssten die hauseigenen Zahlen immer höher liegen, als die der Übertragungsnetzbetreiber. Faktisch sind die Unterschiede jedoch positiv wie negativ und mit entsprechenden Extremwerten behaftet.

Auch andere Stellen, wie z.B. die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) haben sich in der Vergangenheit mit der Datenqualität intensiv beschäftigt und dabei auch die Qualität der Daten der Übertragungsnetzbetreiber und der Verbindungsnetzbetreiber heftig gerügt.

Die DGS hatte alle verfügbaren Daten einer kompletten Plausibilitätsanalyse unterzogen und entsprechende Mängel festgestellt. Allein die Aussage auf der Internetseite energymap.info "Erstaunlich ist auch, dass 537 Anlagen [...] mehr als 8760 Stunden im Jahr gelaufen sind ..." lässt erahnen, wie wenig akkurat die Stromanbieter die Daten pflegen.

Das Thema wird umso brisanter, wenn es sich um Produktivdaten der Anlagen dreht. Hierbei erhebt die BNetzA keine eigenen Daten und ist auf die Angaben der Energiekonzerne angewiesen. Gerade aktuell verurteilt Bundesumweltminister Altmaier seinen Vorgänger Röttgen: So hätte es [in der Vergangenheit] "Prognosen zur Höhe der Strompreise gegeben, die dann revidiert werden mussten".

Hierbei stellt sich die Frage, wer auf welcher Basis denn die entsprechenden Prognosen erstellt hat, die als Grundlage für die Gesetzgebung dienten.

Die Übertragungsnetzbetreiber (Tennet, 50hertz, Amprion, TransnetBw) erklärten zu dem Thema in einer gemeinsamen Stellungnahme:

"Der Zeitversatz zwischen der Datenveröffentlichung bei der BNetzA und den ÜNB und den daraus entstehenden Abweichungen ist durch die BNetzA bereits zutreffend erklärt worden. Ergänzend möchten wir allerdings anmerken, dass die Verteilnetzbetreiber einem wesentlich größeren Erfassungsaufwand ausgesetzt sind. Zum einen werden bei der BNetzA nur die PV-Anlagen erfasst, während der VNB die Daten aller EEG-Anlagen erfassen muss und zum anderen muss der VNB die Daten in das eigene Abrechnungssystem integrieren und zum Datenaustausch mit dem ÜNB aufbereiten. Dieser "Veredelungsprozess" dürfte etwas zeitintensiver ausfallen als das Bereitstellen von Informationen."

Es hat den Anschein, als dass keiner der Beteiligten entsprechenden Handlungsbedarf sieht, obwohl es schon einige gesetzliche Grundlagen für die Daten-Veröffentlichung von EEG-Anlagen gibt.

Vielleicht ist es angezeigt, die Fakten nochmals aufzubereiten und dem Bundesumweltministerium zur Verfügung zu stellen und Minister Altmaier um Prüfung zu bitten.


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Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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