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Kommentar: Nutzung von Klarnamen im Netz

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Kommentar: Nutzung von Klarnamen im Netz

28.07.12  07:00 | Artikel: 954488 | Proteus Statement

Kommentar: Nutzung von Klarnamen im Netz
Björn-Lars Kuhn
Immer wieder ist in den letzen Monaten die Diskussion aufgekommen, dass User, gerade die in sozialen Netzwerken, gezwungen werden sollen, ihren richtigen Namen zu verwenden.

Schaut man sich in soziale Netzwerken Eintragungen oder Kommentare an, so stellt man recht schnell fest, das diejenigen, die anonym posten teilweise recht drastische Meinungen vertreten. Das gilt analog für viele Kommentarfunktionen auf den Seiten der großen Zeitungsportale.

Macht Anonymität mutig? ... Möglich.

Allerdings könnte man auf den Gedanken kommen, dass diese Leute, die solche Kommentare schreiben, diese Worte nicht wiederholen würden, wenn der richtige Name obligatorisch wäre. Wobei es natürlich immer auch auf das entsprechende Medium ankommt:

Schaut man sich viele Kommentare in YouTube an, so kommt man auch schnell zu dem Punkt, an dem man den Namen gar nicht wissen will. Hirnlos, beleidigend und primitiv sind eher noch harmlose Euphemismen für manche Aussagen.

In einem politischen Diskurs z.B. auf einer der großen Zeitungsportale, sollte es jedoch ein gewisses Niveau geben. Dazu gehört dann eben auch die Höflichkeit, den Kommentar mit Namen zu signieren und nicht nur rauszuhauen. Nicht umsonst schreibt z.B. Oliver Stock, Chefredakteur des Handelsblatt Online, über die Kommentarfunktion:

«Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion.
Dafür stehe ich.»

Finde ich durchaus vernünftig und sehr zu begrüßen. In einem offenen Dialog sollte es selbstverständlich sein, für die Aussagen zu einzustehen, die man trifft und der Öffentlichkeit übergibt.

Natürlich gibt es Ausnahmen, die Anonymität zu mindestens rechtfertigen können. Als Beispiel: Die Partnervermittlung, die Seite für den Seitensprung oder das Aufdecken von Missständen beim eigenen Arbeitgeber.

Jeder sollte sich aber bei der Formulierung eines Kommentars überlegen, was er da schreibt. Sicher gibt es spannende Themen, da kann man gar nicht schnell genug seinen Kommentar posten. Aber oft ist ein mehr durchdachter Kommentar mit dem eigenen Namen mehr wert, als ein anonymer, der ohne Nachdenken verfasst wurde.

Und ja, ich gebe selber zu, dass ich auch schon Kommentare verfasst habe, die ich später anders formuliert hätte; da standen diese aber schon online oder waren abgedruckt in irgendeiner Zeitung am Kiosk.

Trotzdem schreibe ich meinen Namen darunter.
Mal darüber nachdenken.

Björn-Lars Kuhn




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

Datenschutz | Sicherheit | Internet

Schlagworte:

Klarnamen (2) | Netzpolitik (31) | Anonymität (4) | Kommentar (56) | Handelsblatt (4)




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