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Nicht die ständige Erreichbarkeit, die ständige Überwachung macht krank

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Nicht die ständige Erreichbarkeit, die ständige Überwachung macht krank

17.08.12  06:00 | Artikel: 954543 | News-Artikel (Red)

Nicht die ständige Erreichbarkeit, die ständige Überwachung macht krank
Leben ist, was passiert, während
du ständig erreichbar bist. Oder
noch schlimmer, was passiert,
wenn du nicht mehr im Büro bist.
Eine neue Studie der AOK belegt, dass Mitarbeiter, die Privat und Beruf nicht in Einklang bringen und häufiger für den Beruf Freizeitaktivitäten opfern müssen oder am Wochenende arbeiten, schneller (psychisch) krank werden.

Daraus jetzt aber den Schluß zu ziehen, es müsse wieder streng zwischen Arbeit und Privatleben getrennt werden, greift zu kurz.
Richtig ist, dass wer ständig erreichbar ist, unter Stress steht. Aber hier ist meiner Ansicht nach vielmehr der Druck durch beständige Kontrolle und Leistungsmessung die Ursache. Nicht umsonst wurde die Akkordarbeit wieder stark zurückgefahren, weil auch hier zu viel Kontrolle die Menschen krank machte.

Wer dauernd gemessen, bewertet, beurteilt wird, lebt auch unbewußt in ständiger Anspannung und Angst vor schlecht bewertetem Versagen. Wir tendieren dazu, unsere Leistung beständig messen, optimieren hinterfragen zu müssen. Das macht definitiv krank. Und es schränkt uns in unserem HAndeln ein. Wir arbeiten dann nicht mehr, was sinnvoll und effektiv ist sondern das, was uns die besten Noten und Messergebnisse liefert. Wer sich in seinem Unternehmen über zu viele Jasager und Duckmäuser wundert und mangelnde Kreativität und Querdenken beklagt, sollte sich mal ganz genau fragen, wie sehr er seine Mitarbeiter kontrolliert und sie in starre, fest definierte Prozesse zwängt, die quasi dazu führen, dass das getan wird, was erwartet wird, nicht das, was richtig ist.

Wer sich von der Angst vor dem Urteil von Vorgesetzten und Kollegen befreien kann, wer weiß, dass er mehr wert ist als die jährliche Beurteilung, der wird auch mit einer ständigen Erreichbarkeit gut leben können, weil er unabhängig genug ist, nein zu sagen, wenn der Chef wieder mal meint, abends um 20 Uhr ein Meeting anzuberaumen oder zu hause anrufen zu müssen. Und wer als Chef so handelt braucht sich nicht über hohe Krankenstände, starke Fluktuation und Probleme beim Führungsnachwuchs zu wundern. Es gibt auch noch Menschen, die mehr im Leben sehen als den bezahlten Beruf.

Und rufen nicht gerade jene am lautesten nach dem Ehrenamt, die selbst von ihren Untergebenen und Mitarbeitern so viel Einsatz verlangen, dass diese gar keine Zeit mehr irgendein Engagement neben dem Beruf haben.

Für mich gilt und das sollte für jeden gelten, der auf Dauer physisch wie psychisch gesund bleiben will, der Beruf ist nur ein Teil des Lebens. Und wenn er mit viel Kontrolle verbunden ist, ein sehr fremdbestimmter und damit unbedeutenderer Teil. Der bedeutende Teil ist der, in dem ich mich mit all meinen Talenten und Charakterzügen entfalten kann.
Der kluge Unternehmer weiß das und ermöglicht diese Entfaltung auch am Arbeitsplatz. Die anderen haben ja immer noch ihr Excel.

Und für die humoristische Katharsis all derer, die sich genau diesem Kontrolldruck und Überwachungswahn ausgesetzt sehen noch meine ganz besondere Leseempfehlung:
Ich arbeite in einem Irrenhaus und das am besten als EBook in einem unauffälligen, als Buch getarnten EBook Reader. Muss ja nicht gleich jeder sehen, dass man die Mechanismen durchschaut hat.




Autor: Uwe Hauck: Living the Future

www.livingthefuture.de

Uwe Hauck arbeitet als Senior Software Engineer bei einem großen Finanzdienstleister und berät nebenberuflich KMUs zu Arbeitsplatz der Zukunft, Mobile Computing und Social Media und verbloggt seine Erkenntnisse unter www.livingthefuture.de



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Themenbereiche:

Beruf | Smartphones | Internet

Schlagworte:

EBook (68) | Studie (123) | Erreichbarkeit (6) | Bildung (7) | Nachhaltigkeit (10) | Arbeitsplatz (37)




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