Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Sozialplan für Q.CELLS vereinbart

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Sozialplan für Q.CELLS vereinbart

14.09.12  18:45 | Artikel: 954615 | News-Artikel (e)

Sozialplan für Q.CELLS vereinbart
Bild: q-cells.com
Insolvenzverwalter und Betriebsrat der Q-Cells SE haben sich nach rund zweiwöchigen Verhandlungen auf einen Sozialplan geeinigt. Ergebnis: Die zu kündigenden Mitarbeiter können zum 1. Oktober in eine Transfergesellschaft wechseln oder erhalten eine Abfindung. Dabei wird die Zahl der Kündigungen deutlich unter den bisherigen Erwartungen liegen. 80 % der Arbeitsplätze bleiben damit erhalten.

Statt – wie Ende August angekündigt – rund 1.250 Mitarbeiter will die Hanwha Gruppe über 1.300 der Q-Cells-Beschäftigten übernehmen, um den Geschäftsbetrieb erfolgreich weiterführen zu können. Das bedeutet konkret, dass statt 271 Mitarbeitern nun 199 Beschäftigte ausscheiden. Für diese sieht der Sozialplan umfangreiche Angebote vor, die deutlich über dem liegen, was sonst bei Insolvenzverfahren möglich ist. Die Mitarbeiter haben dabei die Wahl zwischen dem Wechsel in eine Transfergesellschaft oder einem Aufhebungsvertrag.

"Angesichts der Umstände ist das ein wirklich gutes Ergebnis", betonte Insolvenzverwalter Henning Schorisch nach Abschluss der Verhandlungen mit dem Betriebsrat. Insolvenzverwaltung und Betriebsrat haben heute die Mitarbeiter im Detail über den Sozialplan und die weiteren Schritte informiert.
Die Transfergesellschaft nimmt zum 1. Oktober 2012 ihre Tätigkeit auf.

Mitarbeiter, die sich für einen Wechsel in diese Gesellschaft entscheiden, werden dort für zehn Monate mit Weiterbildungsmaßnahmen sowie bei Stellensuche und Bewerbung unterstützt. Die Mitarbeiter erhalten dabei 80 % ihres letzten Nettoeinkommens, maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Der Lohnausgleich liegt damit deutlich über den üblichen Sätzen von 60 % (ohne Kinder) bzw. 67 % (mit Kindern). Zusätzlich wird bei Eintritt in die Transfergesellschaft eine einmalige Prämie in Höhe eines Bruttomonatsentgelts gezahlt.

Mitarbeiter, die sich für einen Aufhebungsvertrag entscheiden, werden bis zum Ende der Kündigungsfrist (in der Insolvenz maximal drei Monate bis zum Monatsende) normal weiterbezahlt. Zusätzlich erhalten sie eine einmalige Prämie in Höhe eines Bruttomonatsentgelts, außerdem eine Abfindung nach den Regelungen des Sozialplans.

Insolvenzverwalter Henning Schorisch hatte den Geschäftsbetrieb der Q-Cells SE Ende August an den südkoreanischen Mischkonzern Hanwha verkauft. Mit der Übernahme von Q.CELLS plant Hanwha, seine Position als eines der weltweit führenden Unternehmen der Photovoltaik-Branche auszubauen. Hanwha gehört zu den größten südkoreanischen Konzernen mit einem Umsatz von 31,6 Mrd. US-Dollar (2011). Das Unternehmen ist u.a. in den Branchen Chemie, Versicherungen, Banken, Maschinenbau, Pharma und Bau tätig und beispielsweise mit dem chinesischen Tochterunternehmen Hanwha SolarOne bereits in der Photovoltaik engagiert. Die Q-Cells SE hatte am 3. April 2012 Insolvenz angemeldet, nachdem der in den Monaten davor angestrebten Finanzrestrukturierung durch eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt die rechtliche Grundlage entzogen worden war.








Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Photovoltaik | erneuerbare Energien | Unternehmen

Schlagworte:

Q.CELLS | Betriebsrat (2) | Insolvenzverwalter | Sozialplan | Hanwha | Mitarbeiter (10) | Übernahme (4)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@954615







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
13.10.16 | Artikel: 970089
EEG-Umlage steigt: Handwerkstag sieht Akzeptanz der Energiewende auf der Kippe

Die EEG-Umlage steigt erneut auf Rekordniveau, kein Ende der Kostenspirale in Sicht. Angesichts der für Freitag angekündigten Bekanntgabe der Erhöhung übt Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold drastische Kritik…

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

13.10.16 | Artikel: 970089
EEG-Umlage steigt: Handwerkstag sieht Akzeptanz der Energiewende auf der Kippe

Die EEG-Umlage steigt erneut auf Rekordniveau, kein Ende der Kostenspirale in Sicht. Angesichts der für Freitag angekündigten Bekanntgabe der Erhöhung übt Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold drastische Kritik…

22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.