Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

FDP will dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien bremsen und unnötig verteuern

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










FDP will dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien bremsen und unnötig verteuern

24.09.12  16:15 | Artikel: 954635 | News-Artikel (e)

FDP will dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien bremsen und unnötig verteuern
BEE-Präsident
Dietmar Schütz
© BEE / Andreas Labes
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) lehnt die heute in Berlin vorgelegten Vorschläge der FDP für einen grundlegenden Wechsel in der Förderpolitik für Erneuerbare Energien strikt ab. »Die Vorstellungen der Liberalen würden das Ende für den dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien bedeuten. Das widerspricht diametral der Entscheidung der schwarz-gelben Bundesregierung, aus der Kernenergie auszusteigen und Erneuerbare Energien schneller auszubauen«, kommentiert BEE-Präsident Dietmar Schütz die von FDP-Generalsekretär Patrick Döring und dem niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Dr. Stefan Birkner, vorgestellten Thesen.

Die FDP biete mit ihren Vorschlägen zudem keine Lösungsansätze für das Kernproblem eines immer weniger funktionierenden Strommarktes an. Schon heute führe der bestehende Börsen­preismechanismus dazu, dass sich neue Kraftwerke über den Strompreis nicht mehr refinan­zieren könnten. Nach Ansicht des BEE müssen daher zunächst die Grundzüge eines neuen Strommarktmodells erarbeitet werden. Im zweiten Schritt gelte es, das erfolgreiche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) so weiterzuentwickeln, dass die Erneuerbaren in Zukunft noch mehr Systemverant­wortung übernehmen und weiterhin zügig und kosteneffizient ausgebaut werden könnten.

"Unsere Branche diskutiert derzeit intensiv, wie das EEG für die nächste Stufe des System­umbaus fit gemacht werden kann. Der BEE hat dafür bereits vor über einem Jahr eine eigene Plattform gegründet. Erste Ergebnisse und Vorschläge werden wir ab Jahresende in die Diskussion einspeisen", verspricht Schütz. Die FDP wolle statt dessen die Erneuerbaren Energien mit aller Macht in den bestehenden Strommarkt integrieren. "Dieser Ansatz würde einzig und allein dazu führen, dass Erneuerbare Energien die gleichen Finanzierungsprobleme bekommen, wie konventionelle Kraftwerke sie heute schon haben", analysiert Schütz.

Auch in Sachen Kosteneffizienz bringe der jüngste FDP-Vorstoß anders als behauptet keine Vorteile. Im Gegenteil: Letztlich würde der Preis pro neu gebautem regenerativen Kraftwerk höher ausfallen. Die FDP will an Stelle fester EEG-Vergütungssätze eine Prämie auf den Börsenstrompreis zahlen. Da die Höhe des Börsenpreises nicht prognostizierbar ist, bleibt die Kalkulation des Investors unsicher. Um dieses Risiko auszugleichen, müssen höhere Kosten angesetzt werden. "Durch diesen Risikoaufschlag würde die neue Vergütung aus Börsenpreis und Prämie deutlich über der aktuellen Vergütungshöhe des EEG liegen", folgert Schütz.

Zudem sei es höchst erstaunlich, dass ausgerechnet die FDP als liberale Partei auf ein Quotenmodell setze. Dieser Ansatz mache verpflichtende Vorgaben, in welchen Zeiträumen welche Anteile Erneuerbarer Energien erreicht werden müssten. "Mit ihrem Vorschlag begibt sich die FDP direkt auf den Pfad der von ihr gegeißelten Planwirtschaft. Doch das scheint den Liberalen leichter zu fallen als einfach die Vorzüge des EEG mit seinem anreizorientierten Vergütungssystem anzuerkennen", meint Schütz.




(Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE))


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik

Schlagworte:

Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) (6) | Patrick Döring | Dr. Stefan Birkner (2) | FDP (9) | Dietmar Schütz (8) | Erneuerbaren Energien (10) | Energiewende (372) | Politik (54)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@954635







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

Sie suchen nach speziellen Lösungen?
Wir helfen gerne weiter...
24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.

22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.