Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Energieintensive Unternehmen: vor Umweltsündern wird gewarnt

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Energieintensive Unternehmen: vor Umweltsündern wird gewarnt

28.09.12  06:30 | Artikel: 954641 | News-Artikel (Red)

Energieintensive Unternehmen: vor Umweltsündern wird gewarntEnergieintensive Unternehmen können in Deutschland einen Antrag stellen, das diese von der Zahlung der EEG-Umlage befreit werden. Meist sind mit der Befreiung auch noch entsprechende Kontingent-Verträge mit den Energieversorgern verbunden. Damit bekommen große Industrieunternehmen den Strom nahezu geschenkt, während der Otto Normalverbraucher satte 25 Cent pro Kilowattstunde oder mehr berappen muss.

Um den optimalen Strompreis auch langfristig zu erhalten werden auch in Deutschland vermehrt sog. Take-or-Pay-Verträge (sieh auch Erläuterung) zwischen Industrie und Energieversorger geschlossen. In diesen Verträgen werden entsprechende Abnahmekontingente vereinbart, die den Energieversorgern helfen, entsprechende Netzauslastungen bedarfsgerecht planen zu können. Allerdings können diese Verträge auch deutliche Nachteile mit sich bringen, wie sich in einem aktuellen Beispiel der Softwareschmiede Microsoft gerade gezeigt hat.

So berichtete die New York Times (NYT) unter Berufung auf vorliegende Dokumente, das Microsoft in seinem Rechenzentrum in Quincy im US-Staat Washington teilweise weniger Strom benötigt habe, als im Kontingent vorgesehen. Um einer entsprechenden Vertragsstrafe in Höhe von 210.000 US-Dollar (ca. 162.000 EUR) zu entgehen habe Microsoft gegenüber dem Versorger gedroht mehrere Megawattstunden Strom in "unnötig verschwenderischer Weise" zu verbrauchen.

Microsoft Rechenzentrum Quincy, Washington
Bild: spokesman.com

Hier standen bewusst ökonomische Gründe gegen das Image der sog. Green IT. Microsoft erklärte, "dies sei ein einmaliges und schnell beigelegtes Vorkommnis gewesen".

Solche vertraglichen Szenarien sind auch hierzulande üblich. Gesetzlich und vertragsrechtlich sind diese sicherlich unangreifbar. Moralisch jedoch durchaus umstritten. Auch in Deutschland könnten die sog. energieintensiven Industrien nicht benötigte Energiemengen faktisch verheizen, um einer Vertragsstrafe bzw. einem höheren Strompreis zu entgehen. Sparen durch Verschwendung.

Wäre interessant, was BAFA oder BNetzA zu diesem Thema zu sagen haben. Oder gar die FDP.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik

Schlagworte:

Umweltsündern | Energieintensive Unternehmen (15) | BAFA (20) | BNetzA (33) | Vertragsstrafe | Take-or-Pay-Verträge | Energieversorger (64)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@954641







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

7.7.16 | Artikel: 970060
6 Millionen Euro für neues Forschungsprogramm zur Energiewende

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat ein neues Forschungsprogramm namens «Transformation des Energiesystems in Baden-Württemberg – Trafo BW» gestartet.

12.7.16 | Artikel: 970061
SolarContact-Index: Photovoltaik-Nachfrage stürzt ins Sommerloch

Das Interesse an PV-Anlagen ist im zurückliegenden Juni ins Sommerloch gefallen. Mit rund 90 Punkten verharrt der Index unter seinem 12-Monats-Durchschnitt.

3.8.16 | Artikel: 970069
Preise für Strom, Gas, Heizöl und Kraftstoffe auf breiter Front gesunken

Das Jahr 2015 war gekennzeichnet durch sinkende Preise an den Energiemärkten. Davon konnten sowohl die privaten Haushalte als auch die Unternehmen profitieren.

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
11.8.16 | Artikel: 970075
Börsen-Zeitung: Doppelter Milliardenschock - Kommentar zu Eon

Die Verwerfungen der Energiewende treffen Eon mit voller Wucht. Der Energiekonzern wähnte den Kapitalmarkt gut vorbereitet auf den Milliardenschock in der Bilanz.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

Ihr eigenes Buch veröffentlichen.
Wir helden Ihnen dabei.
7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

28.9.16 | Artikel: 970085
Vollständige Erdverkabelung in Baden-Württemberg

«Energiepolitisch vernünftig und nachvollziehbar», nannte Umweltminister Franz Untersteller die heute bekannt gewordenen Netzausbaupläne des baden-württembergischen Netzbetreibers TransnetBW.