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Globales Problem: Wir sind alle Terroristen

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Globales Problem: Wir sind alle Terroristen

02.11.12  16:10 | Artikel: 954735 | Proteus Statement

Globales Problem: Wir sind alle TerroristenAusgelöst durch verschiedene Medienberichte aus dem Bereich Terrorismus, Organisierte Kriminalität, Internetüberwachung, Vorratsdatenspeicherung und in Bezug stehende Themen, kam mir mit einem Mal die Aussage "Wir sind alle Terroristen" in den Sinn. Denkt man ein bisschen darüber nach, ist das gar nicht so abwegig.

Eine subjektive und zynische Abrechnung mit dem Thema.

Hinweis: Dieser Text kann relativ einfach als Paranoia abgetan werden. Deshalb habe ich viele Quellenangaben eingefügt, die Aussagen oder Behauptungen belegen können. Die Liste der Quellen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Allein im Jahr 2012 wurden Hunderte von Artikeln veröffentlicht, die als Quellenangabe benutzt werden könnten. Die Verweise können jedoch als Puzzlestücke verstanden werden. Zusammengesetzt ergeben diese durchaus ein Bild.


Von der Diktatur zur Demokratie

Seit Jahrtausenden sind totalitäre Regierungsformen etabliert. Erst in der Neuzeit hat sich das Bild ein wenig geändert. Doch auch mit Einführung von Demokratien hat sich in vielen Staaten nur die Etikettierung für ein ähnliches System geändert. Oft genug berichten die westlichen Medien über Wahlbetrug und Manipulation in Schurkenstaaten. Aber es gibt nicht nur negatives zu berichten: Griechenland ist ein tolles Beispiel für eine funktionierende Demokratie. Die haben die "Herrschaft des Volkes" ja erfunden. Hier hinterzieht das gesamte Volk Steuern; das ist demokratisch. Die gewählten Volksvertreter tun nichts dagegen, die sind ja mit der eigenen finanziellen Situation beschäftigt.

Eines der globalen Probleme ist allerdings das Internet, das sich im Vergleich zu anderen Medien viel zu schnell und unkontrolliert ausbreiten konnte. Ähnliche Probleme und Diskussionen, wie sie heute geführt werden, gab es schon bei der Einführung des Buchdrucks.

Viele Volksvertreter, Monarchen, Diktatoren oder wie immer man sie nennen will, können der ausufernden Kommunikation nichts entgegensetzen. Hier wird der herrschenden Kaste mit einem Mal der Teppich unter den Füssen weggezogen. Jahrhunderte lang wurde das Volk mit Brutalität, Desinformation und Dummheit ruhig gestellt - die Kirche in Europa wusste schon, warum es gut war, das der Pöbel nicht lesen konnte [1]. Mit dem Siegeszug des Internets wird das zusehends schwieriger, wenn nicht unmöglich.

Lesen und schreiben können heute wesentlich mehr Menschen, als noch im Mittelalter. Den Kompromiss mussten viele Regierungen eingehen, wenn sie im gewachsenen, internationalen Wettbewerb bestehen wollen: ohne Bildung und Fachkräfte kein internationaler Handel.

Internet als Bildungs- und Informationsplattform

Mit zunehmender Bildung und der, durch das Internet gegebenen, vielfachen Möglichkeit auch auf globale, unzensierte Informationen zurückzugreifen, fingen aber viele Menschen mit dem eigenständigen Denken an und hinterfragten die Welt, in der sie selbst leben. Oft genug ein böser Fehler, wie die politische Situation z.B. in China deutlich macht [2]. Hier zeigt sich allerdings auch eine gewisse Ironie: Das Volk lebt unter einer nationalen Zensur und die Partei gibt vor, was folgenlos gesagt und gedacht werden darf. Trotzdem gibt es eine gut ausgebildete, partei- und linientreue Elite, die die neuen Informationstechnologien nutzen, um im Westen zu spionieren [3]. Wirtschaftsspionage ist kein absurdes James-Bond-Szenario mehr sondern Tagesgeschäft, wie vor einiger Zeit auch das BSI mitteilte [4].

Regierungen und Führer in aller Herren Länder stehen jetzt vor dem Problem, das Kommunikation nicht mehr kontrolliert werden kann und das Volk durchaus mitbekommt, wie schön das Leben in anderen Staaten sein kann. Hier ist dringend Handlungsbedarf gegeben.

Bedingt durch die geschichtlichen, religiösen Auseinandersetzungen entwickelte sich der globale Terrorismus zu einem Problem, das heute gerne als Hauptgrund für viele Maßnahmen angeführt wird. Terroranschläge sind natürlich keinesfalls gut zu heißen; die Kolalateralschäden sind bedauerlich, da hier unschuldige Personen betroffen sind, wenn es diese überhaupt gibt. Allerdings trifft es nicht immer die falsche Zielgruppe. Betrachtet man dann z.B. die amerikanische Geschichte, die amerikanische Einstellung zum Rest der Welt, das Machtstreben und die Sicherung von Ressourcen als Hauptbeweggrund der Handlungen, drängt sich oft der Verdacht auf, das viele Zwischenfälle nur inszeniert werden. Früher wurden Regierungen dazu ein- oder abgesetzt, heute lässt sich mit Terrorismus sehr viel argumentieren, auch wenn es dabei nur um Öl, Gas oder Dollars geht.

...

Drei Mitspieler mit verschiedenen Einstellungen sehen Handlungsbedarf
Manipulation durch Presse und Medien
Vorratsdatenspeicherung; national und global
Meinungen im globalen Kontext
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Da die Länge des Artikel hier den Rahmen sprengen würde, steht dieser als Download über nachstehenden Link oder als eBook via Amazon zur Verfügung.





Wir-sind-alle-Terroristen-954735.pdf




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

Kommentar | Sicherheit | Datensschutz | Internet | Proteus

Schlagworte:

Paranoia (2) | Kommentar (56) | Internet (138) | Terrorismus (15) | Organisierte Kriminalität (4) | Internetüberwachung | Vorratsdatenspeicherung (40) | Orwell | Journalisten-Überwachung | Mobilfunk-Bewegungsdaten | BKA (9)




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