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BEE-Präsident Schütz: »Energiewende steuern statt bremsen«

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BEE-Präsident Schütz: »Energiewende steuern statt bremsen«

02.11.12  13:10 | Artikel: 954740 | News-Artikel (e)

BEE-Präsident Schütz: »Energiewende steuern statt bremsen«Mit Blick auf den heutigen Energiegipfel fordert der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) die Vertreter von Bund und Ländern auf, die Energiewende durch eine bessere Steuerung voranzutreiben. "Alle Beteiligten müssen sich jetzt auf die wichtigsten Punkte konzentrieren, um den Umbau des Strommarktes zu beschleunigen", fordert BEE-Präsident Dietmar Schütz. Dazu müsse ein Markt für das Lastmanagement geschaffen werden, damit Unternehmen ihre zu- und abschaltbaren Lasten veräußern und damit zur Stabilisierung der Netze beitragen können. Außerdem müsse die Modernisierung konventioneller Kraftwerke weitergehen, damit sie sich besser an die fluktuierenden Erneuerbaren Energien anpassen. "Und wir brauchen Anreize für die regelfähige Bioenergie, damit sie nachfragegerecht Strom produzieren kann", verlangt Schütz.

In den aktuellen Plänen des Bundesumweltministers, maximale Ausbauziele für Erneuerbare Energien festzulegen, sieht Schütz eine Gefahr für den zügigen Umbau unserer Energieversorgung. "Ein solcher Ausbaudeckel wäre nur anderthalb Jahre nach dem Energiewendebeschluss von Bundestag und Bundesrat ein fatales Signal und würde den Verlust von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in Milliardenhöhe bedeuten", warnt Schütz. Technologien, die kurz vor der Wettbewerbsfähigkeit stünden, könnten sich durch einen starren Deckel kaum weiterentwickeln und ihre Potenziale entfalten.

Nicht zuletzt müsse der Ausbau der Stromnetze entschlossen angegangen werden. "Hier jedoch darf Koordination nicht heißen, dass Erneuerbare Energien nur noch dort ausgebaut werden dürfen, wo die Stromnetze bereits vorhanden sind", betont Schütz. Denn das würde bedeuten, dass der Netzbetreiber in Zukunft die Geschwindigkeit der Energiewende bestimme. "Leider oft nach dem Motto: Der Langsamste bestimmt das Tempo."

"Wir können bis 2020 einen Anteil von mindestens 47 Prozent erreichen und ins Stromsystem integrieren. Dafür braucht es allerdings Tatkraft statt Bremskraft und Koordination statt Konfrontation", sagt Schütz und ergänzt: "Anders als die Kritiker der Energiewende behaupten, ist ein schnellerer Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht nur kostengünstiger, er ist auch die einzige Möglichkeit, um die vereinbarten Klimaziele noch zu erreichen."




(Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE))


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