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Vertrauen und Sicherheit – Basis der digitalen Welt

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Vertrauen und Sicherheit – Basis der digitalen Welt

20.11.12  13:20 | Artikel: 954807 | News-Artikel (e)

Vertrauen und Sicherheit – Basis der digitalen WeltBericht vom 7. Nationalen IT-Gipfel

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, eröffnete am 13. November in Essen den 7. Nationalen IT-Gipfel. "Digitale Technologien und das Internet bieten immenses Potenzial für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Dieses Potenzial sollten wir nutzen und als Gesellschaft zudem offen für technologische Neuerungen und Innovationen sein", erklärte Bundesminister Rösler und gab den Startschuss für das BMWi-Aktionsprogramm "Digitale Wirtschaft". Mit dem Programm soll die Digitalisierung der Wirtschaft beschleunigt, der Aufbau intelligenter Netze unterstützt und junge IT-Unternehmen gestärkt werden.

Aufbau intelligenter Netze wird die wichtigste Aufgabe 2013

Den Aufbau intelligenter Netze in den Bereichen Energie, Verkehr, Gesundheit, Bildung und Verwaltung sieht Rösler als entscheidend für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Es ist "eine große industriepolitische Aufgabe von hoher gesellschaftlicher und gesamtwirtschaftlicher Relevanz", betont auch die Essener Erklärung des IT-Gipfels, auf die sich die Teilnehmer verständigten. Die Vernetzung von Datenströmen in diesen Bereichen sei Schlüssel für mehr Effizienz und neue Nutzungsmöglichkeiten – die Umsetzung entsprechender Projekte sei Ziel und vorrangige Aufgabe für 2013. So will die Bundesregierung mit einer Info-Kampagne im nächsten Jahr für intelligente Netze werben.

Cybersicherheit ist grundlegende Voraussetzung

Digitalisierung und zunehmende Vernetzung stellen hohe Anforderungen an die Cybersicherheit – sowohl in den Unternehmen als auch in den kritischen Infrastrukturen. Die intensive Nutzung digitaler Technologien erfordert ein professionelles und sicheres Handling von Daten. "Vertrauen, Datenschutz und Sicherheit im Internet" standen deshalb im Fokus der Arbeitsgruppe 4 des IT-Gipfels. So stellte Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich sein Eckpunktepapier zur Verbesserung der Cybersicherheit vor. eco arbeitet zurzeit an einer Stellungnahme dazu. Das Papier sieht unter anderem vor, verpflichtende Sicherheitsstandards für die Unternehmen im Bereich der kritischen Infrastrukturen einzuführen, die für die Daseinsvorsorge unverzichtbar sind, zum Beispiel aus den Bereichen Energie, Verkehr und Telekommunikation. Außerdem strebt Friedrich Meldeverpflichtungen in diesen Unternehmen an, damit sich der Staat bei Sicherheitsvorfällen schnell ein Lagebild erstellen könne.

Die reine Meldepflicht reicht T-Systems nicht aus: CEO Reinhard Clemens rief die Wettbewerber dazu auf, eine neue IT-Sicherheitstruppe zu gründen, die enge Zusammenarbeit ermöglicht und die deutsche Wirtschaft gegen Attacken aus dem Netz verteidigt. "Die Meldepflicht ist ein Sprung zu weit, und die Zusammenarbeit der Unternehmen funktioniert bereits sehr gut", meint dagegen eco Geschäftsführer Harald A. Summa. "Allein mit der Erkenntnis, dass eine Attacke erfolgt ist, haben wir sie noch nicht bekämpft. Sinnvoller ist es, schon bei der Vermeidung von Botnetzen und anderer Malware gemeinschaftlich präventiv vorzugehen und auf freiwilliger Basis direkt zu informieren. Wie das aussehen kann, zeigen die eco Initiativen botfrei.de und Initiative-S."

Beim Anti-Botnet-Beratungszentrum (www.botfrei.de) arbeiten ISPs, AV-Anbieter und Banken eng zusammen, um die Ausbreitung von Botnetzen einzudämmen. Für sichere Unternehmenswebseiten setzt sich seit September die Initiative-S ein. Für den Service, den eco mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie anbietet, können kleine und mittelständische Unternehmen ihren Internetauftritt kostenfrei zum Webseiten-Check anmelden. Die Webseite wird dann regelmäßig auf Schadprogramme geprüft und die Unternehmen erhalten Unterstützung bei der Beseitigung von Schadcode. Die Überprüfung der Webseite können Unternehmen mit einem Sicherheits-Siegel der Initiative-S belegen. Auch die selbstregulierte Zusammenarbeit im Reporting von Netzwerkattacken unter Providern funktioniert erfolgreich mit X-ARF. Das Reporting-Format ist aus der Zusammenarbeit von eco, ISPs, Sicherheitsfirmen und -behörden entstanden und ermöglicht effizienten, schnellen und zielgerichteten Informationsaustausch.




(Quelle: eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.)


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