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Energiewende: Widerstand der Befürworter - ein Paradoxon

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Energiewende: Widerstand der Befürworter - ein Paradoxon

05.12.12  07:30 | Artikel: 954853 | Proteus Fach-Artikel

Energiewende: Widerstand der Befürworter - ein ParadoxonAlle paar Monate gibt es Umfragen, aus denen deutlich wird, dass die Bundesbürger die Energiewende mit breiter Basis unterstützen. Allerdings ist nicht immer alles eitel Sonnenschein, wenn es um reale Projekte geht.

Erst vor wenigen Tagen wurde eine aktuelle Studie vorgestellt, die sich mit dem Thema Bürgerakzeptanz beschäftigt. "93 Prozent der Deutschen unterstützen den verstärkten Ausbau Erneuerbarer Energien" heißt es dort in den Ergebnissen.

93 Prozent ist eigentlich eine ganze Menge. Allerdings beziehen sich diese 93 Prozent ganz allgemein auf den Ausbau. Kommt der Bürger dann mit einzelnen, konkreten Projekten in Berührung, kann diese Akzeptanz schnell auch in Ablehnung umschlagen. NIMBY-Einstellung (Not in my Backyard-Einstellung) wird das neudeutsch genannt; und diese Meinungen sind nicht zu unterschätzen, wie ein Blick in die Lokalteile verschiedener Zeitungen belegt.

Bei Windkraftanlagen stört sich der Bürger an der Lautstärke, oder auch daran, dass eine halbe Stunde am Tag ein Schatten durch den Garten zieht. Biogasanlagen? Können die nicht unangenehm riechen? Oder gibt’s da mehr Verkehr wegen Anlieferungen?
Photovoltaik-Anlagen brauchen ja schon gehörig Platz. Ähnlich wie bei den Windrädern liegt es dann auch wieder am Landschaftsbild; Will man ja auch nicht einfach so ruinieren. Und die Solarpanels am Nachbarhaus blenden ja auch manchmal. Stromleitungen? Ja, sind durchaus nötig, aber bitte doch nicht bei uns nebenan. Man will ja noch Kinder haben und man hat da so verrückte Sachen über Strahlung gehört.

Kaum, dass es regionale oder kommunale Projekte gibt, bilden sich Bürgerinitiativen oder Protestbewegungen. Da müssen dann auf einmal Gutachten her, ob denn beim Bau einer Solar- oder Windkraftanlage der gemeine Sumpfdotterhechler oder die husumer Hochalpenschnepfe nicht auf einmal in ihrem Lebensraum bedroht sind. (Oftmals werden diese Gutachten bei Planungen von Gewerbe- oder Wohngebieten außer Acht gelassen.) Natürlich darf man nicht so einfach Lebensräume heimischer Flora oder Fauna vernichten. Doch oftmals argumentieren auf einmal Bürger mit solchen Gutachten, die vorher noch nicht einmal wussten, das es bestimmte Spezies gibt.

Zustimmung zum Ausbau erneuerbarer Energien heißt nicht nur pauschal dafür zu sein. Man muss sich als Bürger auch mal schlau machen und ggf. mit der Materie beschäftigen. In vielen Bereichen werden solche negativen Diskussionen nämlich eher auf Stammtischniveau geführt. Den Kommunen, Planern oder Investoren sei geraten, die Bürger schon zu Beginn der Planungen mit einzubeziehen, weil Widerstand auch manchmal einfach dadurch entstehen kann, dass die Bewohner vor vollendete Tatsachen gestellt werden.

Damit der Ausbau der erneuerbaren Energien zügig und reibungslos weitergehen kann, müssen sich alle Beteiligten schon in einer frühen Phase an einen Tisch setzen. Vielleicht kann der eine oder andere dann doch mit ein wenig Schatten im Garten leben, wenn er den Strom um 20 Cent pro Kilowattstunde bekommt. Durchaus nicht mehr ungewöhnlich.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Energiepolitik | erneuerbare Energien | Studie

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