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BAFA: Hintergrundpapier des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ( BMU )

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BAFA: Hintergrundpapier des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ( BMU )

08.01.13  08:30 | Artikel: 955011 | News-Artikel (Red)

BAFA: Hintergrundpapier des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ( BMU )Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) begrenzt auf Antrag die Höhe der EEG-Umlage für Unternehmen des Produzierenden Gewerbes, die sich in einer internationalen Wettbewerbslage befinden.

Im Rahmen der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die zum 1. Januar 2012 in Kraft trat, wurden für Unternehmen des Produzierenden Gewerbes die Grenzwerte zur Antragstellung gesenkt, so dass mehr mittelständische stromintensive Unternehmen einen Antrag stellen konnten. Dadurch hat sich die Zahl der antragstellenden Unternehmen in 2012 nahezu verdreifacht. Die betroffenen Strommengen haben dabei allerdings nur um rund 10 % zugenommen.

Zugleich wurden in der Novelle Begrifflichkeiten enger gefasst und die Zahl der antragsbefugten Branchen verringert. Damit wurden Fehlentwicklungen, bei denen Unternehmen sich gegen das Gesetzesziel in die Besondere Ausgleichsregelung gedrängt hatten, bereinigt, wie das Bundesamt mitteilt.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle veröffentlichte heute ein Hintergrundpapier des BMU mit aktuellem Zahlenmaterial:

Hintergrundinformationen zur Besonderen Ausgleichsregelung für die Jahre 2012/2013

Die Gesamtzahl der antragstellenden Unternehmen und selbstständigen Unternehmensteile steigt im Vergleich zum Vorjahr für das Begrenzungsjahr 2013 von 822 auf 2.057 und damit auf etwa das Zweieinhalbfache. Dies liegt an der oben angesprochenen letzten Novelle, in deren Rahmen die Schwellenwerte abgesenkt und damit der Kreis der Begünstigten auf den stromintensiven Mittelstand ausgeweitet wurde. Die auf diese zusätzlich begünstigten Unternehmen entfallende Strommenge beträgt allerdings nur 9.289 GWh, weil es sich im Durchschnitt um deutlich kleinere Unternehmen bzw. Unternehmen mit geringerem Stromverbrauch als die bisher begünstigten Unternehmen handelt. Die Ausweitung der BesAR im EEG 2012 hat also die begünstigte Strommenge nur um gut 10% erhöht und belastet im Ergebnis die EEG-Umlage mit rund 0,1 ct/kWh.

Insgesamt wurden für 2013 im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung Anträge mit einer Strommenge von 107.477 GWh gestellt. Davon entfallen 102.024 GWh auf Unternehmen des produzierenden Gewerbes (2.001 Unternehmen mit 3.130 Stromabnahmestellen).
Dies bedeutete einen erheblichen Zuwachs von 26 % im Vergleich zu 2011 (80.956 GWh). Dazu hat die Ausweitung der Regelung durch die EEG-Novelle 2012 allerdings nur etwa 9.289 GWh beigetragen (s. o.). Darüber hinaus hat z. B. die konjunkturelle Entwicklung zu dem Anstieg beigetragen. Zudem wurde in den letzten Jahren auch unabhängig von Konjunktureffekten eine kontinuierliche Antragssteigerung beobachtet, was u. a. daran liegen könnte, dass Unternehmensstrukturen im Hinblick auf die Regelung optimiert werden.

Das Hintergrundpapier als PDF zum Download




(Autor: Björn-Lars Kuhn | BAFA)


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | energieintensive Unternehmen

Schlagworte:

erneuerbare Energien (167) | Energiepolitik (33) | energieintensive Unternehmen (15) | EEG (377) | EEG-Umlage (123) | Antragsverfahren (2) | Besondere Ausgleichsregelung (6)




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