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Kommentar: Aktuelle Auswertung zu Datenmeldungen durch die Bundesnetzagentur

07.02.13  10:00 | Artikel: 955126 | News-Artikel (Red)

Seit 2009 veröffentlicht die Bundesnetzagentur monatsscharf die Standorte und die Anschlussleistung der jeweils neu gemeldeten Photovoltaikanlagen. Ursprünglich nur als Reaktion auf die Behauptung, der HartzIV-Empfänger finanziere über die EEG-Umlage dem Zahnarzt die Anlage auf seiner Villa, habe ich angefangen, diese Anschlusszahlen auszuwerten.

Die drei von mir gewählten Größenklassen entsprechen denn auch dieser Fragestellung: Kleine Anlagen bis 5 kWpeak stehen typischerweise auf Einfamilien-Reihenhäusern, Anlagen bis 50 kWpeak setzen schon die Ausnutzung der Dachfläche eines herrschaftlichen Anwesens voraus - und noch größere Anlagen dürften nur noch in den seltensten Fällen der Villa eines einzelnen Zahnarztes zuzuordnen sein.

Schon die ersten Auswertungen zeigten, dass das so hübsch auflagenträchtige Bild des mittels seiner PV-Anlage sozialschmarotzenden Zahnarztes - im Gegensatz zu dem unter hohen Strompreisen leidenden Empfänger von HartzIV-Leistungen - mit der Realität nichts zu tun hatte.


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Die in 2012 neu ans Netz angeschlossene PV-Leistung liegt mit 7,6 GWp auf dem Niveau des Vorjahres (+1,64 %), wobei die Anschlussleistung kleiner Anlagen (bis 5 kWp) und mittelgroßer Anlagen (bis 50 kWp) im Jahresvergleich dramatisch eingebrochen ist (-20,65 %/-27,49 %). Der entsprechenden Leistungssteigerung größeren Anlagen (über 50 kWp, +18,72 %) steht eine deutliche Verminderung der Anzahl in dieser Größenklasse gegenüber (-10,15 %).

Gegenüber dem Vormonat sind die Anschlusszahlen insgesamt um ein Drittel gesunken (-33,84 %), und zwar in allen drei (von mir) gewählten Größenklassen etwa gleichmäßig. Die neu angeschlossene Leistung sinkt gegenüber dem Vormonat "nur" um ein Viertel (-24,16 %), weil Anlagen mit höherer Leistung das stärkere Absinken bei kleineren Anlagen teilweise ausgleichen (bis 5 kWp: -30,72 %, bis 50 kWp: -33,3 %, über 50 kWp: -18,36 %). Gegenüber dem Vorjahresmonat (dem "Spitzenmonat" Dezember 2011) ist die angeschlossene Leistung auf ein Zehntel gesunken (-88,93 %), mit deutlichem Schwerpunkt bei größeren Anlagen (-72,7 %/-85,16 %/-90,35 %).

Offensichtlich hat es gegenüber 2011 eine deutliche Verschiebung hin zu großen Anlagen (deutlich größer als 50 kWp) gegeben. Ein Schelm, wer dahinter einer politischen Willen vermutet.

Der Preisindex des Solarserver zeigt den gewohnt sanften Sinkflug der Modulpreise. Seit Juli 2012 liegen dabei die mit den vom Solarserver angegebenen Faktoren geschätzten maximalen Anlagenkosten deutlich unterhalb des BSW-Preisindex. Vordergründig scheinen sich beide zu widersprechen. Aber mir liegen weder zu den Faktoren des Solarserver noch zum BSW-Preisindes konkrete Informationen zur Datenbasis vor. Eine Überprüfung, wer "recht hat", ist mir damit nicht möglich.

Mit freundlicher Genehmigung von Frank Busse.
Original-Artikel auf www.sfv.de




(Autor: Frank Busse)


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erneuerbare Energien | Statistik | Kommentar

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