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Betrieb und Wartung von PV-Kraftwerken: Ein neuer Hype?

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Betrieb und Wartung von PV-Kraftwerken: Ein neuer Hype?

15.03.13  09:45 | Artikel: 955130 | Proteus Statement

Betrieb und Wartung von PV-Kraftwerken: Ein neuer Hype?Ein Branche im Wandel

Gerade mal ein paar Jahre ist es her, da war die Welt für den Solateur noch in Ordnung. Hoch waren die Modulkosten, genauso wie die Einspeisevergütung und über BoS-Kosten hat kaum jemand ernsthaft geredet. Ein paar Euro pro kWp mehr? Egal, die Rendite passt ja.

Doch der Markt hat sich verändert. Schleichend wurde die Konkurrenz größer und die Modulpreise fielen. Angebote wurden besser kalkuliert; kein Grund zur Sorge. Bis es dann irgendwann auffallend wurde, dass nicht mehr wirklich viel zu verdienen ist. Kosten mussten gesenkt werden, wollte man sich gegenüber dem Wettbewerb behaupten.

Dann die politischen Änderungen beim EEG. Auf einmal muss alles schnell und billig vonstatten gehen. Termine müssen eingehalten werden, Investoren schauen Kalkulationen genauer an. Mitunter kommen neue Abkürzungen, wie LCoE auf. Viele Anlagen werden in letzter Minute vor Ablauf von Fristen in Betrieb genommen.

Bei vielen Unternehmern bricht Panik aus; hektisch werden neue Geschäftsmodelle gesucht - und gefunden.

Geschäftsmodell O&M - Chancen und Risiken bewerten

Betrieb und Wartung, oder auch Wartung und Betriebsführung - neudeutsch Operation and Maintenance (O&M) - war mit einem Mal in aller Munde. Andere Branchen sagen auch After-Sales-Service dazu. Nicht nur Anlagen bauen, sondern den Kunden dauerhaft binden. Mit Dienstleistung. Rentabel. Deckt so manchem Unternehmen die Fixkosten.

Schaut man genau hin, so merkt man, dass O&M-Anbieter wie Pilze aus dem Boden schießen und versuchen sich auf dem Markt zu etablieren. Doch die Entwicklung geht viel zu schnell. Jeder will partizipieren; ein Stück vom Kuchen abhaben. Das lässt die Preise fallen und dann leidet auch schon mal die Qualität.

Anbieter von O&M-Leistungen sollten sich genau überlegen, was im eigenen Portfolio enthalten ist. Kunden sollten hingegen gut vergleichen.

Die diversen Anbieter haben es derzeit nicht leicht. Großkunden wie Investorengruppen, Fonds oder Betreiber von Multi-Megawatt-Parks wissen schon ganz genau, was sie an Leistungen einkaufen wollen. Nicht selten haben Verträge schon mal 50 Seiten. Läuft es dann nicht immer zur Zufriedenheit, sind anwaltliche Korrespondenzen keine Seltenheit.

Auf der anderen Seite steht der Firmenkunden oder der Privatmann mit Anlagen im Bereich bis 300 oder 400 kW. Je kleiner der Kunde, desto leichter fällt die Entscheidung so manches Mal: heute oder Montag? Oft wird dann "Montag" entschieden.

O&M wird sich als Dienstleistungsmarkt etablieren. Aber die vielen Unternehmen, die glaubten, damit den schnellen Euro zu machen, werden auf Dauer auch wieder vom Markt verschwinden. Letztendlich werden sich Qualität und Zuverlässigkeit durchsetzen.

"Drum prüfe, wer sich ewig bindet"

Betreiber von PV-Anlagen sollten sich deshalb nicht gleich dem erstbesten Anbieter hingeben. Vielmehr müssen hier ein Reihe von Fragen seriös und realistisch beantwortet werden. Technische oder auch kaufmännische Betriebsführung? Beides in welchem Umfang, und ggf. mit welchen Reaktionszeiten? Was für konkrete Leistungen sind Vertragsbestandteil und gibt es Einzelpreise oder nur eine Gesamtsumme? Und natürlich nicht zu vergessen: wie lange binde ich mich? Wie lange läuft so ein Vertrag und wie schnell komme ich da im Zweifelsfalle wieder raus?

Dem Kunden kann daher nur geraten werden sich mit verschiedenen Anbietern an den Tisch zu setzen und sich selbst einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit zu verschaffen. Nicht selten werden auch hier Probezeiten vereinbart. So können beide Parteien beurteilen, ob ein Vertragsverhältnis zufriedenstellend ist.

Bleibt die Frage offen, ob man eigentlich einen O&M-Vertrag als Betreiber oder Besitzer einer Solaranlage benötigt.
In den meisten Fällen lautet die Antwort hier: Ja.

Über Rahmenverträge und vereinbarte Leistungen fährt sich erfahrungsgemäß auf Dauer günstiger, als bei jedem Schadenfall oder Vorkommnis Einzelaufträge an Techniker oder Spezialisten zu vergeben. Dazu kommt oft auch die Terminkoordination. Selbst der Elektriker vor Ort erklärt mitunter am Telefon, das es wohl ein paar Tage dauern kann, bis ein Termin frei ist. Steht dann die Anlage, so ist unter Umständen viel Geld verloren. Die Jungs von der "O&M-Bude" stehen normalerweise jedoch auf Stand-By.

Wer sich unabhängig von Anbietern über das Thema Wissen aneignen will, der sollte sich die Terminlisten verschiedener Anbieter im Bereich Schulung und Information ansehen. Mittlerweile werden recht viele Veranstaltungen angeboten, die auch unabhängig von einem bestimmten Hersteller sind.

Haben Sie Erfahrungen gemacht? Positive oder auch negative? Schreiben Sie uns, oder verfassen Sie hier einen Kommentar.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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erneuerbare Energien | Kommentar | Unternehmen

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