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Fell: Tschechischer Atomkonzern droht in Bulgarien nach Massenprotesten die Zulassung zu verlieren

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Fell: Tschechischer Atomkonzern droht in Bulgarien nach Massenprotesten die Zulassung zu verlieren

20.02.13  05:00 | Artikel: 955174 | News-Artikel (Red)

Seit Wochen gibt es in Bulgarien Proteste gegen die steigenden Strompreise und das Oligopol im Strommarkt. Drei Anbieter aus Tschechien (CEZ, Energo-Pro) und Österreich (EVN) dominieren seit der Liberalisierung 2005 den Strommarkt.

Die Strompreise waren innerhalb eines Jahres um das doppelte und teilweise sogar um das dreifache gestiegen. Der bulgarische Strommarkt ist zu 70 Prozent von Importen abhängig, 33 Prozent werden durch die Atomenergie gedeckt, nur zehn Prozent durch Erneuerbare Energien.

Nun hat die bulgarische Regierung erste Konsequenzen aus den Massenprotesten gezogen. Die Regierung will die Strompreise um acht Prozent senken. Wie dies genau geschehen soll, erklärten sie jedoch nicht. Einer Forderung nach einer Rückverstaatlichung der Stromkonzerne erteilte die Regierung allerdings eine Absage. Darüber hinaus soll dem tschechischen Atomkonzern CEZ, dem in Bulgarien systematische Regelverstöße vorgeworfen werden, die Zulassung in dem Land entzogen werden. CEZ war nicht nur in Bulgarien immer wieder durch unlautere Methoden aufgefallen.

Damit wird erneut klar: Atomenergie ist nicht billiger als der Strom aus Erneuerbare Energien. Wer sich in der Hand eines Atomkonzerns befindet, ist ihm schutzlos ausgeliefert.




Autor: Hans-Josef Fell, MdB

www.hans-josef-fell.de

Hans-Josef Fell ist energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Bundestages seit 1998. Wir veröffentlichen regelmäßig einen Teil der wöchentlichen Infobriefe.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Enregiepolitik | international

Schlagworte:

Atomkonzern (6) | Bulgarien | Strompreise (62) | Massenproteste | CEZ




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