Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Grillo (BDI) fordert von Politik Kurswechsel bei der Energiewende

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Grillo (BDI) fordert von Politik Kurswechsel bei der Energiewende

13.03.13  10:40 | Artikel: 955275 | News-Artikel (e)

Grillo (BDI) fordert von Politik Kurswechsel bei der Energiewende
Ulrich Grillo,
Präsident des BDI
Bild: BDI
BDI präsentiert fünf Sofortmaßnahmen zur Kostenbegrenzung.
Regierung soll Bund-Länder-Gipfel für konkrete Entscheidungen nutzen.

Zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende hat der BDI fünf Sofortmaßnahmen der Politik gefordert. Diese Kostenbremsen könnten Bund und Länder sofort betätigen, sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo anlässlich der Abschlusspräsentation der Studienergebnisse der Kompetenzinitiative Energie in Berlin.

"Bisher wird viel zu wenig über Kostenbremsen und systemische Zusammenhänge geredet, lieber über kurzfristige Umverteilungen gesprochen. Diese gefährden die Wettbewerbsfähigkeit im Industrieland Deutschland. Wir müssen die Wertschöpfungsketten und Arbeitsplätze schützen", sagte der BDI-Präsident. "Eine erfolgreiche Energiewende schaffen wir nicht mit Verteilungskämpfen, sondern nur mit mehr Kosteneffizienz im Gesamtsystem." Die Politik in Bund und Ländern müsse ab sofort mehr als bisher liefern, auch im Jahr der Bundestagswahl.

Grillo nannte fünf Sofortmaßnahmen für Kostenbremsen, die aus den Studienergebnissen der Kompetenzinitiative Energie entwickelt wurden: Die Politik müsse jetzt
  1. die Entschädigungsregel im EEG-Fördersystem abschaffen,
  2. zusätzliche Steuereinnahmen aus Strom- und Mehrwertsteuer an die Verbraucher zurückgeben,
  3. im Bundesrat ein steuerliches Anreizsystem von mindestens 1,5 Milliarden Euro pro Jahr für die Gebäudesanierung bereitstellen,
  4. in Bund und Ländern die Weichen stellen für ein marktwirtschaftliches Strommarktdesign sowie
  5. auf EU-Ebene ein deutliches Signal setzen für den ungestörten Fortbestand des Emissionshandelssystems als Leitinstrument.

"Unsere fünf Maßnahmen für Kostenbremsen ließen sich alle noch vor der Bundestagswahl umsetzen und würden die Stromverbraucher ab sofort deutlich entlasten", sagte Grillo.

Bezogen auf das EEG-Fördersystem forderte der BDI-Präsident einen grundlegenden Umbau. Die Politik könne entscheidende Änderungen sofort umsetzen: "Kein Geld mehr für Wegwerfstrom. Die Entschädigungsregel muss für Neuanlagen abgeschafft werden." Bislang erhalten Betreiber von Erneuerbaren-Anlagen eine feste Entschädigung auch für den erzeugten Strom, der wegen Netzengpässen nicht eingespeist werden kann. "Dadurch steigen die Kosten, und es fehlen Anreize, die Anlagen dort zu installieren, wo die erzeugten Strommengen ins Netz eingespeist werden können", kritisierte Grillo. Ohne Entschädigungen für Wegwerfstrom könnte der Erneuerbaren-Zubau intelligent gesteuert und besser mit dem Netzausbau verknüpft werden.

Grillo forderte vom Staat einen stärkeren Beitrag zur Sicherung des Strompreises. "Der Finanzsäckel füllt sich mit jeder Strompreissteigerung automatisch, das muss aufhören." Insgesamt addierten sich die staatlichen Erlöse aus Stromsteuer und Mehrwertsteuer beim Strom auf knapp neun Milliarden Euro. Das sei fast fünfmal so hoch wie die 1,8 Milliarden Euro, die die Bundesregierung über ihre Preisbremse bei Verbrauchern und Wirtschaft einsammeln will. Grillo: "Wir fordern, dass die zusätzlich erzielten Steuereinnahmen über eine Absenkung der Stromsteuer an die Stromverbraucher zurückgegeben werden."

Bei der Förderung der energetischen Gebäudesanierung hätten Bund und Länder bereits zu viel Zeit untätig verstreichen lassen. Als nächsten Schritt, noch vor der Bundestagswahl, müssten die Länder im Bundesrat ihre Blockadepolitik beenden, forderte der BDI-Präsident. Mit einem steuerlichen Anreizsystem in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden Euro pro Jahr könnten Investitionen in Höhe von rund 12 Milliarden Euro pro Jahr ausgelöst werden.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter www.energiewende-richtig.de.
Energiewende auf Kurs bringen - BDI-Handlungsempfehlungen




(Quelle: BDI Bundesverband der Dt. Industrie)


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiewende | Unternehmen

Schlagworte:

BDI (5) | Energiewende (372) | Kostenbegrenzung | Bund-Länder-Gipfel | Entschädigungsregel (3) | Mehrwertsteuer (3) | Anreizsystem | Strommarktdesign (14) | Emissionshandelssystems




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@955275







© by Proteus Solutions GbR 2018


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.