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WAB: Die Windbranche bleibt nach dem Energiegipfel verunsichert

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WAB: Die Windbranche bleibt nach dem Energiegipfel verunsichert

22.03.13  06:30 | Artikel: 955322 | News-Artikel (e)

WAB: Die Windbranche bleibt nach dem Energiegipfel verunsichertPläne der Bundesregierung müssen nun vom Tisch

Die Windenergie-Agentur WAB zeigt sich enttäuscht über die heutigen Ergebnisse des Energiegipfels. Nach Ansicht der WAB bleibt es weiterhin bei der Verunsicherung der Investoren. Damit drohe insbesondere bei der Offshore-Windenergie weiterhin die Fortsetzung des Auftragslochs. Die Pläne von Altmaier müssten nun vom Tisch, fordert die WAB.

"Bundesumweltminister Peter Altmaier hat mit seinen Plänen im Februar die Branche verunsichert und was wir für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien brauchen ist Planungssicherheit!", so Ronny Meyer, Geschäftsführer der WAB, "Und die haben wir heute wieder nicht bekommen." Die Bundesregierung hatte heute nach dem Energiegipfel angekündigt, die bisherige Diskussion zur Änderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) weiterzuführen und im Mai erneut Maßnahmen zu veröffentlichen. "Es bleibt bei der Ankündigung, dass auch kurzfristige Änderungen erfolgen können - das verunsichert die Industrie. Was wir allerdings begrüßen ist die Tatsache, dass die rückwirkende Kürzung der Vergütung für Bestandsanlagen vom Tisch ist.", so Meyer. Die Pläne der Bundesregierung sahen vor, bei bestehenden Anlagen die Vergütung zu kürzen. Dies wurde von der WAB in der Vergangenheit immer wieder stark kritisiert.

Nach Angaben der WAB sind durch die Pläne der Bundesregierung bereits Investoren von Projekten abgesprungen; Projekte werden daher nicht gebaut. "Wir haben eine ganze Industrie mit zigtausenden Arbeitsplätzen von Planern, Projektierern bis zu Zulieferern, die Windprojekte bauen wollen, aber die Situation für die Investoren ist heute nicht besser geworden!", so Meyer. Nach Angaben der WAB ist die Verunsicherung unter den Banken derzeit groß: So seien Bankkredite für Windprojekte nur mit höheren Zinsen und höheren Eigenkapitalanteilen zu haben. Die Banken zeigen sich aufgrund der aktuellen Diskussion eher zurückhaltend. "Wir brauchen die Investoren für die Energiewende und heute ist nicht viel klarer geworden, wo die Reise hingehen soll.", so Meyer. Dadurch würden nach Ansicht der WAB weiterhin viele Projekte erst einmal nicht weiter entwickelt werden.

"Bundesumweltminister Peter Altmaier ist mit seinen Plänen gescheitert. Die Pläne müssen jetzt vom Tisch. Was wir brauchen sind keine weiteren Schnellschüsse, sondern eine vernünftige EEG-Reform und vor allem ein neues Marktdesign.", fordert Dr. Klaus Meier, Vorstandsvorsitzender der WAB. Die Bundesregierung und die Länder haben heute in Berlin über Ad-hoc-Veränderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verhandelt, um die aus Sicht der Bundesregierung hohen Kosten des Ausbaus erneuerbarer Energien einzudämmen. "Die Branche hat Vorschläge zu Einsparungen gemacht.", so Meier, "und die können wir auch in eine vernünftige EEG-Reform einbringen."




(Quelle: WAB e.V.)


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | EEG

Schlagworte:

Energiegipfel (18) | Emissionshandelssystem (5) | Verunsicherung (3) | Strompreisbremse (31) | Investoren (9) | EEG-Reform (20) | Marktdesign (15)




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