Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

WWF: Emissionshandel wird zur Resterampe

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










WWF: Emissionshandel wird zur Resterampe

02.04.13  14:43 | Artikel: 955353 | News-Artikel (e)

WWF: Emissionshandel wird zur ResterampeÜberschüssige Zertifikate aus Handel nehmen.
Wirtschaftsministerium gegen "Mini-Reförmchen"

Die EU-Kommission hat am Dienstag die aktuellen Daten zum europäischen Emissionshandel veröffentlicht. Im Vergleich zu 2011 sind die Treibhausgasemissionen noch einmal um 1,4 Prozent gesunken. Nach einer von WWF beauftragten Studie wird die Zertifikaten-Schwemme rund zwei Milliarden CO2-Zertifikaten in 2012 erreichen. "Der europäische Emissionshandel droht zu einer billigen Resterampe zu verkommen. Das System funktioniert nicht mehr - und damit ist das Hauptinstrument der EU-Klimapolitik wirkungslos", warnt WWF-Referentin Juliette de Grandpré. Es müssten mindestens 1,4 Milliarden der überschüssigen Zertifikate unverzüglich und dauerhaft aus dem Handel genommen werden. Außerdem seien die laschen EU-Klimaziele endlich zu verschärfen. "30 Prozent Treibhausgasemissionen weniger bis 2020 sind dringend erforderlich", so de Grandpré.

Eine geplante Reform des Emissionshandels steht am 16. April im EU-Parlament zu Abstimmung. Die Vorschläge seien das absolut notwendige Minimum, so der WWF. In Zielen und Umfang würden diese das System zwar nicht langfristig stärken und schlagkräftiger machen, aber immerhin kurzfristig stabilisieren. "Was es jetzt braucht, ist ein klares Bekenntnis von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum europäischen Emissionshandel", so die Forderung der WWF-Expertin. "Die deutsche Bundesregierung ist jedoch zerstritten. Während das Umweltministerium dieses Mini-Reförmchen begrüßt, lehnt das Wirtschaftsministerium sogar noch diesen Vorschlag ab." Nach den derzeitigen EU-Plänen werden zwar immerhin 900 Millionen CO2-Zertifikate aus dem Markt genommen, allerdings 2019 und 2020 wieder auf den Markt geworfen. Es sei geradezu absurd, dass sogar die Stromindustrie aus Planungssicherheitsgründen für eine Herausnahme der Zertifikate plädiere, und ausgerechnet das Wirtschaftsministerium diese verweigere.

Insgesamt sei nicht nur die kriselnde europäische Wirtschaft ab dem Jahr 2009 für den Überschuss verantwortlich. Vor allem falsche Rahmenbedingungen wie beispielsweise die großzügige kostenlose Zuteilung und Nutzung von flexiblen Mechanismen – etwa außerhalb von Europa erbrachte Emissionsreduktion, die angerechnet werden dürfen – hätten die Funktionsfähigkeit des Systems von Anfang an belastet. Deshalb sei eine Grundreform des Systems längst überfällig. Sonst müsste über nationalen Maßnahmen wie zum Beispiel ein Mindestpreis im Emissionshandel nachgedacht werden.




(Quelle: WWF)


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Zertifikate | Emissionshandel

Schlagworte:

Emissionshandel (50) | Grundreform | Treibhausgasemissionen (7) | Planungssicherheit (5) | Mindestpreis (2) | Rahmenbedingungen (19)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@955353







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

Ihr eigenes Buch veröffentlichen.
Wir helden Ihnen dabei.
22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.

28.9.16 | Artikel: 970084
Südwest Presse: Kommentar zu Energienetz Unter Strom

Im Norden bläst der Wind, so kräftig, dass viel mehr Ökostrom produziert werden kann, als vor Ort benötigt wird. Im Süden dagegen droht elektrische Energie zur Mangelware zu werden, weil hier die letzten Kernkraftwerke 2022 abgeschaltet werden.

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
29.9.16 | Artikel: 970086
GrünStromJetons digitalisieren die Energiewende

Dass der persönliche Ökostromtarif am tatsächlichen Strommix aus der Steckdose nichts ändert, hat sich herumgesprochen. Dieser Umstand sorgt bei vielen umweltbewussten Verbrauchern für Ernüchterung.

20.10.16 | Artikel: 970090
Wie Tesla die Autobranche das Fürchten lehrt

Während sich die großen Automobilkonzerne weiterhin schwer tun, den großen Wurf im Bereich der E-Mobilität zu landen, feiert Tesla mit seinen reinen Elektrofahrzeugen weltweit Erfolge.