Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Greenpeace: «Schwarzbuch Kohlepolitik» zeigt Verbindung von Parteien und Kohlewirtschaft

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Greenpeace: «Schwarzbuch Kohlepolitik» zeigt Verbindung von Parteien und Kohlewirtschaft

11.04.13  09:30 | Artikel: 955391 | News-Artikel (e)

Greenpeace: «Schwarzbuch Kohlepolitik» zeigt Verbindung von Parteien und Kohlewirtschaft SPD eng mit Kohleindustrie verzahnt

Mit dem heute veröffentlichten «Schwarzbuch Kohlepolitik» zeigt Greenpeace auf, wie eng die deutsche Politik mit der Kohle-Industrie in Deutschland verzahnt ist. Anhand von 45 Politiker-Portraits illustriert das Schwarzbuch, wie unmittelbar sich Politiker für die Gewinninteressen von Kohlekonzernen einsetzen, häufig auch zu ihrem eigenen finanziellen Vorteil. Besonders deutlich wird dies bei der SPD. "Spitzenreiter beim Kohle-Filz ist eindeutig die SPD. Aber auch viele CDU-Politiker vermischen Lobby-Tätigkeit und politisches Mandat", sagt Tobias Münchmeyer, Energie-Experte von Greenpeace. "Kein Wunder, dass sich die Politik mit dem Ausstieg aus der Kohle so schwer tut."

Besonders viele Kohlefreunde finden sich unter den Politikern aus NRW und Brandenburg. Beide Länder werden aktuell von der SPD regiert. Der Sprecher von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, Michael Donnermeyer, war zuvor Kohle-Lobbyist; Wolfgang Clement wandelte sich vom RWE-Rheinbraun-Aufsichtsrat zum NRW-Ministerpräsidenten. Der Mannheimer Oberbürgermeister Gerhard Widder baute als Aufsichtsratsvorsitzender des Großkraftwerks Mannheim ein neues Kohlekraftwerk. Und Michael Vassiliadis, Gewerkschaftsboss und SPD-Mitglied, sitzt im Aufsichtsrat eines Bergbaukonzerns, berät NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Kanzlerin Angela Merkel in Energiefragen - und fördert mit seiner Gewerkschaft die Kohlekraft.

Auch das SPD-Regierungsprogramm, das am 19. April auf dem Bundesparteitag verabschiedet werden soll, macht die Verflechtung mit der Kohle deutlich: "Wir setzen aber ebenso (noch) auf konventionelle Energieerzeuger, wie Kohle- und Gaskraftwerke, als Brückentechnologie, solange wir sie brauchen."

Für das vorliegende Schwarzbuch hat Greenpeace einige Hundert aktuelle und ehemalige Landes- und Bundespolitiker auf Verbindungen zur Kohle-Wirtschaft untersucht. Besonders häufig waren Politiker mit Ämtern bei der Ruhrkohle AG (RAG), bei Kohle-Sparten von Stromkonzernen oder bei Kohlekraftwerks-Industrien zu finden. Dabei wird zwischen den Kategorien "Seitenwechsler", "Doppelspieler" und "Überzeugungstäter" unterschieden. Seitenwechsler sind von der Politik direkt in die Kohle-Industrie gewechselt oder umgekehrt; Doppelspieler arbeiten parallel in Politik und Kohle-Wirtschaft; und Überzeugungstäter richten ihr politisches Handeln auch ohne Aufsichtsratmandat oder Lobbyistengehalt an der Kohlewirtschaft aus.

Greenpeace fordert Kohleausstieg bis 2040

Greenpeace fordert, bis zum Jahr 2040 in Deutschland schrittweise aus der Kohleverstromung auszusteigen. Dafür hat die unabhängige Umweltorganisation für die nächste Legislaturperiode einen Vorschlag für ein Kohleausstiegsgesetz vorgelegt. Darüber hinaus wendet sich Greenpeace gegen den Neubau von Kohlekraftwerken sowie gegen den Aufschluss weiterer Braunkohletagebaue. "Wer sich um die Frage des Kohleausstiegs herumdrückt, verlängert die Nutzung der Kohle bis zum Sankt-Nimmerleinstag", sagt Münchmeyer.

Download: «Schwarzbuch Kohlepolitik»

11.04.13: Greenpeace überschreitet Grenzen des politischen Anstands
16.04.13: StromMix-Navigator erlaubt Berechnung des Strommixes der heimischen Steckdose
17.04.13: Braunkohle-Lobby verleugnet erhöhte Sterblichkeit durch Kraftwerksemissionen



(Quelle: Greenpeace)


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik

Schlagworte:

Schwarzbuch Kohlepolitik (4) | Greenpeace (29) | Parteien (9) | Verbindung (12) | Kohlewirtschaft (6) | Vorteile (5) | Lobby (24) | Korruption (20) | Interessen (12)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@955391







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
13.9.16 | Artikel: 970082
Trendmonitor: 68 Prozent der Deutschen kennen Energieverbrauch im eigenen Haushalt nicht

Den Bundesbürgern fehlt elementares Wissen, wenn es um den Energieverbrauch zuhause geht: 68 Prozent haben den eigenen Heizungskeller als größten privaten Energieschlucker nicht auf der Rechnung.

26.9.16 | Artikel: 970083
Tennet: «Strompreis Erhöhung von 80%»

Die Kollegen des Mediums «Die Zeit» haben eine beachtliche Meldung in Umlauf gebracht: «Stromanbieter Tennet erhöht Preise um 80 Prozent». Da bekommt man gleich Mut zum Lesen .

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.

29.9.16 | Artikel: 970086
GrünStromJetons digitalisieren die Energiewende

Dass der persönliche Ökostromtarif am tatsächlichen Strommix aus der Steckdose nichts ändert, hat sich herumgesprochen. Dieser Umstand sorgt bei vielen umweltbewussten Verbrauchern für Ernüchterung.