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Die neue 5-€-Banknote - Ab 2. Mai 2013 im Umlauf

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Die neue 5-€-Banknote - Ab 2. Mai 2013 im Umlauf

30.04.13  16:30 | Artikel: 955471 | News-Artikel (Red)

Die neue 5-€-Banknote - Ab 2. Mai 2013 im UmlaufMittlerweile sollte es sich rumgesprochen haben: Ab Mittwoch den 2. Mai 2013 wird die neue 5-€-Banknote der sog. Europa-Serie ausgegeben. Damit gibt es dann zwei verschiedene Scheine und der Bürger muss sich erst daran gewöhnen. Ein kleiner Blick auf die neue Note.

Die Euro-Banknoten und -Münzen wurden am 1. Januar 2002 eingeführt und sind mittlerweile zu einem Symbol der europäischen Integration geworden. Sie werden täglich in 17 EU-Ländern verwendet und erleichtern den Handel sowie das Reisen. Inzwischen bezahlen 332 Millionen Menschen mit der gemeinsamen Währung.

Bei der neuen Serie handelt es sich um eine Weiterentwicklung der ersten Serie. Das bekannte Leitmotiv – "Zeitalter und Stile" – wurde beibehalten, aber zwecks Integration der verbesserten Sicherheitsmerkmale geringfügig abgewandelt. Die neuen Banknoten sind daher leicht von denen der ersten Serie zu unterscheiden.

Bei den neuen Euro-Banknoten wurden Fortschritte berücksichtigt, die im Bereich Banknoten-Technologie gemacht wurden. Die neuen Sicherheitsmerkmale bieten einen besseren Fälschungsschutz und machen die Banknoten noch sicherer.

Die neue 5-€-Banknote der Europa-Serie
Die neue 5-€-Banknote der Europa-Serie | Bild: EZB

Eines der neuen Sicherheitsmerkmale ist z.B. der farbige Sicherheitsstreifen an der rechten Seite. Eine Übersicht über alle Merkmale, auch im Vergleich, ist auf der Seite www.neue-euro-banknoten.eu ausführlich dargestellt.

Die Strategie des Eurosystems im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) zielt auf den "Selbstschutz" der Euro-Banknoten ab; dadurch soll den Fälschern die Arbeit erschwert werden. Kreditinstitute, Personen, die mit Bargeld arbeiten, und die Öffentlichkeit müssen in der Lage sein, gefälschte Geldscheine zu erkennen. Auf diese Weise unterstützen sie die Falschgeldbekämpfungsstrategie des Eurosystems.

Die Euro-Banknoten verfügen insgesamt über 26 Sicherheitsmerkmale, von denen viele gar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt bzw. dort recht unbekannt sind. Einige davon ermöglichen beispielsweise eine maschinelle Überprüfung der Noten auf Echtheit. Vereinzelt sind solche Sicherheitsmerkmale bekannt, wie z.B. der Omron-Kopierschutz oder das sog. M-Merkmal. Der Rest der Sicherheitsmerkmale ist jedoch nur den Zentralbanken vorbehalten.

Bestes Sicherheitsmerkmal ist und bleibt für den Endverbraucher das fühlbare Relief auf den Euro-Noten, das mittels Stahlstichtiefdruck aufgebracht wird. Bei entsprechenden Fälschungen ist dies kaum vorhanden. Sicherheit hat natürlich auch seinen Preis. So kosten die Euro-Banknoten durchschnittlich etwa 100 € pro 1000 Noten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) erklärt zwar auf ihrer Internetseite, dass die Herstellung der Euro-Scheine über verschiedene Druckereien abgewickelt wird und dies effektiv sei, aber in der Vergangenheit war das wohl nur ein Kompromiss. Letztendlich wollten die beteiligten Länder jedoch ein Stück vom Kuchen abhaben und die Banknoten im eigenen Land drucken. So sind heute ein Dutzend Druckereien mit dem Druck der Euro-Banknoten betraut.

Bereits bei der ersten Serie wurden jedoch hier gewisse Abstriche bei den Sicherheitsmerkmalen gemacht, da nicht alle Länder, wie z.B. Frankreich, über entsprechende Druck-Technologien verfügten. Führend im Herstellen von Banknoten sind in Deutschland die Bundesdruckerei sowie Giesecke & Devrient. Im Ausland ansässige Druckereien sind z.B. die niederländische Royal Joh. Enschedé und die englische De La Rue.

Die sicherste Währung weltweit ist und bleibt der Schweizer Franken mit insgesamt 32 Sicherheitsmerkmalen, der von der Orell Füssli Security Printing gedruckt wird. Allein der beidseitige Stahlstichtiefdruck ist das markanteste Zeichen der Schweizer Noten, die im Vergleich zu unseren Euro-Noten auch kaum gefälscht werden.

So wurden im Jahr 2009 durch die Schweizer Behörden ca. 4.900 gefälschte Schweizer Franken Noten aus dem Verkehr gezogen. Im gleichen Zeitraum waren es jedoch 860.000 Euro Banknoten. Hinzu kommt, dass die jeweiligen nationalen Zentralbanken mit der Veröffentlichung der Fälschungsstatistiken teilweise recht zurückhaltend sind.

Trotzdem wird die neue Europa-Serie wieder ein wenig sicherer. Die 5-€-Note stellt damit den Anfang einer kompletten neuen Serie dar, die in den nächsten Jahren ausgegeben wird.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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