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Energiekosten - viele Bürger wissen gar nicht, was Sie für Energie zahlen

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Energiekosten - viele Bürger wissen gar nicht, was Sie für Energie zahlen

02.05.13  10:11 | Artikel: 955482 | Proteus Fach-Artikel

Energiekosten - viele Bürger wissen gar nicht, was Sie für Energie zahlenWird in den Medien wieder einmal über steigende Strompreise berichtet, so kritisieren viele Bürger diesen Zustand recht heftig. Natürlich zu Recht. Fragt man dann jedoch, wie hoch die Kosten für Strom, Heizung oder Gas tatsächlich sind, so müssen viele erst mal nach der letzen Jahresrechnung suchen. Schaut man genauer hin, so ist die Festbeleuchtung am Abend nicht unbedingt die Ausnahme.

Irgendeine Stadt in Deutschland. Wohngebiet. 22:00 Uhr: Trotz steigender Strompreise hat man bei so manchen Häusern den Eindruck, dass die Festbeleuchtung im Wohnraum einer Landebahnbefeuerung gleichkommt. Trotz der Diskussion über steigende Strompreise und Zumutbarkeitsgrenzen, scheinen die Energiekosten noch nicht den Level erreicht zu haben, bei dem es weh tut.

Dabei ist einer großen Gruppe unserer Bürger kaum bewusst, welche Einsparpotentiale es tatsächlich gibt. Schon die Anschaffung eines einfachen Energiekostenzählers für rund 20 EUR kann nach wenigen Tagen bzw. Stunden Auskunft über die Kosten einzelner Geräte liefern.

Das ganze muss nicht in wissenschaftlichen Analysen münden, aber bei so mancher Neuanschaffung sollten Einsparmöglichkeiten mit in Betracht gezogen werden.

Die alte Glühlampe hat ja z.B. als Leuchtmittel schon ausgedient. Brennt wieder mal eine durch, so sollte über die Anschaffung von LED-Leuchtmitteln nachgedacht werden. Sicherlich sind diese in der Anschaffung etwas teurer, aber Lebensdauer und Leistungsaufnahme können das auf Dauer ausgleichen. Und, was man immer wieder als Vorurteil hört, moderne LEDs nehmen es heute in punkto Helligkeit und Farbtemperatur durchaus mit den alten Glühbirnen auf.

Themenwechsel. Der alte Kühlschrank im Keller aus dem Nachlass von Tante Erna. Baujahr 1974. So was wird ja heute gar nicht mehr gebaut, was so lange hält. Stimmt durchaus. Aber unter Umständen braucht das Gerät so viel Energie, wie ein Zwei-Personen-Haushalt.

Licht eingeschaltet lassen in unbenutzten Räumen, die Heizung auf 25 Grad stellen, obwohl vielleicht am Wochenende gar keiner im Haus ist. Die Bereitstellung von Warmwasser rund um die Uhr bei 70 Grad oder die Neuanschaffung eines normalen Kochfeldes statt Induktionsplatten... Alles Beispiele für Einsparpotentiale.

Man muss nicht gleich das ganze Haus von Grund auf renovieren und alles, was Energie verbraucht abschalten und bei 12 Grad im unbeleuchteten Wohnzimmer sitzen. Trotzdem sollte man sich mit dem Thema auseinandersetzen. Die unnötigen Kosten, die den Energieversorgern höhere Gewinne bescheren, sind sicherlich auch sinnvoller auszugeben. Und übrigens Energieversorger: ein Wechsel lohnt sich in vielen Fällen. Man muss sich einfach mal auf den diversen Internetportalen informieren.

Wer mehr über seinen Verbrauch wissen möchte, dem stehen natürlich eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung. Das o.g. Energiekostenmessgerät ist der Einstieg. Intelligente Stromzähler können schon mehr und helfen, so manchen Energiesünder aufzudecken und eine Energieberatung für die eigenen vier Wände gibt einen vollständigen Einblick in die Kosten- und Verbrauchsstruktur.

In vielen Fällen ist jedoch die Betrachtung der reinen Stromkosten eher einseitig. Möchte man auch Daten über den Stromverbrauch hinaus analysieren und Sparpotentiale suchen, bieten sich kostenlose Softwarelösungen wie z.B. der Econitor Energiemonitor an. Hier können viele unterschiedliche Verbrauchsdaten wie Strom, Gas und Wärme eingegeben oder automatisiert eingebunden werden und ergeben so im Laufe der Zeit ein exaktes Verbrauchsprofil. Nur wer seinen Verbrauch kennt und versteht, ist in der Lage langfristig die Energiekosten zu senken.

Die Energiewende ist die Umstellung der Energieerzeugung von fossilen und atomaren auf erneuerbare Energien. Das geht umso schneller, je weniger wir auch verbrauchen. Und dann sollte der Strompreis, letztendlich nach Jahrzehnten, auch mal sinken.


Mehr zum Thema Energieeffizienz finden Sie bei energie-experten.org oder energynet.de.



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Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

Energiewende | Energieeffizienz

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Energiewende (541) | Energieerzeugung (14) | Energieeffizieng | Stromverbrauch (50) | Sparen (3) | Energiekosten (15) | Analyse (15)




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