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Fell: Türkei will weiteres AKW bauen

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Fell: Türkei will weiteres AKW bauen

10.05.13  19:30 | Artikel: 955519 | News-Artikel (Red)

Fell: Türkei will weiteres AKW bauen
Hans-Josef Fell, MdB
Sprecher für Energiepolitik
der Bundestagsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen
Auch die Türkei will massiv in Atomstrom investieren (und wird auch daran scheitern!). Bei dem ersten AKW in Akkuyu haben die Bauarbeiten noch nicht einmal angefangen, da hat die Türkei nach Medienberichten einen Vertrag mit Mitsiubishi Industries und Areva über ein weiteres AKW in Sinop unterzeichnet. In den letzten Jahren ist der Stromverbrauch in der Türkei aufgrund des Wirtschaftswachstums stark angestiegen.

Auch die Türkei will massiv in Atomstrom investieren (und wird auch daran scheitern!). Bei dem ersten AKW in Akkuyu haben die Bauarbeiten noch nicht einmal angefangen, da hat die Türkei nach Medienberichten einen Vertrag mit Mitsiubishi Industries und Areva über ein weiteres AKW in Sinop unterzeichnet. In den letzten Jahren ist der Stromverbrauch in der Türkei aufgrund des Wirtschaftswachstums stark angestiegen. Die türkische Regierung will den steigenden Bedarf unter anderem mit einem massiven Einstieg in die Atomkraft decken. Sowohl in Akkuyu als auch in Sinop sollen vier Blöcke entstehen. Die Kosten sollen 22 Milliarden Euro pro Standort betragen. Wie auch in Groß-Britannien wird den Betreibern ein Mindestabnahmepreis garantiert. In der Türkei sind es 10 Eurocent pro Kilowattstunde, allerdings über einen kürzeren Zeitraum als in Groß-Britannien. Nach den weltweiten Erfahrungen der letzten Jahre dürften die Zeit- und Kostenpläne für den Bau der AKW auch in der Türkei weit überschritten werden. Planmäßig soll der erste Block 2019 an das Netz gehen.

Dabei hätte die Türkei sehr gute Voraussetzungen, um den steigenden Strombedarf mit Erneuerbaren Energien zu decken. Die Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter ist in weiten Teilen des Landes doppelt so hoch wie in Deutschland und auch für die Windenergie bestehen gute Standorte, vor allem an den Küsten. Solarstrom kostet in der Türkei an guten Standorten nur um die 7 Cent pro Kilowattstunde.

So könnten mit Einspeisetarifen, die unter dem garantierten Abnahmepreis des Atomstroms liegen, sehr wirtschaftlich Erneuerbare Energien Anlagen betrieben werden. Erneuerbare Energien sind nicht nur günstiger als Atomstrom, sondern zusätzlich auch wesentlich schneller auszubauen. Neben den Kosten und der Ausbaugeschwindigkeit gibt es aber noch einen weiteren Grund, warum der Bau der AKW höchst problematisch ist – die Turkei liegt in einer stark von Erdbeben gefährdeten Region, wo Atomkraftwerke zu einem großen Sicherheitsrisiko werden.




Autor: Hans-Josef Fell, MdB

www.hans-josef-fell.de

Hans-Josef Fell ist energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Bundestages seit 1998. Wir veröffentlichen regelmäßig einen Teil der wöchentlichen Infobriefe.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | international

Schlagworte:

Türkei (5) | AKW (4) | Akkuyu | Stromverbrauch (50) | Wirtschaftswachstum (3) | Sonneneinstrahlung (2) | Atomkraftwerke (14)




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