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Ökostromwerbung der DB - Offener Brief des SFV an die Deutsche Bahn AG

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Ökostromwerbung der DB - Offener Brief des SFV an die Deutsche Bahn AG

12.05.13  11:00 | Artikel: 955522 | News-Artikel (e)

Ökostromwerbung der DB - Offener Brief des SFV an die Deutsche Bahn AGDie Deutsche Bahn wirbt für die Benutzung ihrer Fernzüge mit dem Argument, diese Züge würden ab April 2012 mit Strom aus Erneuerbaren Energien angetrieben. Aus der in den Zügen der DB ausliegenden Zeitschrift Mobil erfahren die Bahnreisenden: «Die dafür erforderlichen Lieferverträge wurden mit dem Energiekonzern RWE geschlossen. Zudem gingen kürzlich zwei neue Windparks in Ostfriesland für die Bahn ans Netz.»

Der SFV hat nachgefragt und erhielt eine unbefriedigende Auskunft, die wir [auf unserer Website] veröffentlichen. Für uns ergibt sich daraus, dass durch die Ökostromaktion der DB keine zusätzlichen Wasserkraftwerke und nur sehr wenige zusätzliche Windanlagen geschaffen werden.

Wir haben uns deshalb gemeinsam mit dem Bund der Energieverbraucher in einem offenen Brief an die DB gewendet, in dem wir die DB ermutigen, eigene Wind- und Solaranlagen auf ihrem Betriebsgelände zu errichten.

Wortlaut des Offenen Briefs
Offener Brief des SFV und des Bund der Energieverbraucher vom 10.05.2013 an die Deutsche Bahn wegen fragwürdiger Ökostromwerbung

Liebe Deutsche Bahn,

die große Mehrheit der Bahnfahrer wünscht sich den Ersatz von Atom und Kohle durch die Erneuerbaren Energien Wind und Sonne. Die Deutsche Bahn hat diesen Wunsch richtig erkannt und nutzt ihn für ihre Kundenwerbung:

"... Anhand der Kenntnisse über die Reiseweiten der Kunden ermittelt die Deutsche Bahn jeweils den Strombedarf an Ökostrom. Diese Menge kauft DB Energie zusätzlich ein und ersetzt mit ihr den herkömmlichen Bahnstrommix in gleichem Umfang. Der Strom aus erneuerbaren Quellen wird physisch ins Bahnstromnetz eingespeist..."
http://www.deutschebahn.com/...

Eingekauft wird dieser Strom im wesentlichen beim Energiekonzern RWE
(Quelle: Magazin Mobil der DB vom April 2013 auf Seite 28).
Wir sind befremdet. Die Rede des RWE Vorstandsvorsitzenden Peter Terium bei der RWE-Hauptversammlung (18.04.13) steht noch im Internet.

http://www.media-server.com/m/p/dxjhme5a/lan/de

RWE werde seine Ausgaben für Erneuerbare Energien von 1 Mrd im Jahr 2013 in den nächsten 2 Jahren auf je 500 Mio reduzieren. Das sieht nicht nach Einsatz für Erneuerbare Energien aus. Vom Neubau von Wasserkraftwerken war nicht die Rede. Die Mehrausgaben der Deutschen Bahn für Ökostrom verlaufen also im Sand.

Die Umwelt hat ersichtlich keinen Vorteil davon, wenn die Deutsche Bahn dem RWE seinen >grünen Strom< abkauft. Wenn die Bahn ihn nicht kaufen würde, würde jemand anderes den RWE-Wasserkraftstrom verbrauchen, wie das ja auch vor dem 1. April der Fall war.

Entscheidend ist doch, dass mehr Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt wird. Aber nicht jeder Bürger kann ein Windrad oder eine Solaranlage errichten. Das können nur die Eigentümer von geeigneten Flächen. Hier könnte die Deutsche Bahn ein Zeichen setzen. Sie ist einer der größten Flächeneigentümer Deutschlands. Ihr gehören weit mehr Flächen als dem RWE. Die Deutsche Bahn könnte längs ihrer 35 Tausend Kilometer langen Bahnlinien viele Hunderte von Windanlagen installieren und an den Lärmschutzwänden und auf den Bahnhofshallen Solaranlagen in Hülle und Fülle! Damit würde sie das Mengenverhältnis zwischen EE-Strom und konventionellem Strom im Stromnetz tatsächlich verbessern.

Auch ihre Werbung wäre überzeugender. Windräder und Solaranlagen längs der Bahnstrecken würden mehr beeindrucken als flotte Sprüche und die grünen Krawatten der Zugbegleiter, über die sich die Reisenden inzwischen schon lustig machen.

Wir wünschen deshalb der Deutschen Bahn, unserem Lieblings-Verkehrsmittel für Fernreisen, etwas Konsequenz und mehr mutige EIGENinitiative beim Eintritt in das neue Zeitalter der Erneuerbaren Energien.

Alfons Schulte, 2. Vorsitzender und Wolf von Fabeck, Geschäftsführer des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e.V.


Weitere Informationen, auch über den bereits erfolgten Schriftwechsel finden sie
auf den Seiten des SFV.





(Quelle: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV))


2 Kommentar(e) zum Artikel.
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Nina T. Montag, 13. Mai 2013 um 11:00

Warum sollte die DB bitte Solaranlagen bauen? Das ist ganz bestimmt nicht umweltfreundlich! Hierzu ein Auszug aus http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/3625-die-solar-luege

"Es stimmt zwar, dass Solarzellen-Strom kein CO2 freisetzt. Dafür setzt die Produktion einer Solarzelle um so mehr CO2 frei. Die Produktion ist nämlich extrem energieaufwendig und steht in keinem Verhältnis zur Energie, welche das Solarplättchen im Laufe seine Lebens wieder her gibt. Das wird aber aus der "Umweltbillanz" ausgeblendet, damit die Subventionsmilliarden fließen. Fakt jedenfalls: Die Energie, welche für die Produktion einer Zelle gebraucht wird, ist sogar höher, als jene, welche die Zelle verstromt"

Wolf von Fabeck Montag, 13. Mai 2013 um 12:15

Liebe Nina T.
Sie kennen wahrscheinlich noch nicht den schönen Hauptbahnhof der DB in Berlin mit den Solarmodulen auf dem Dach.
Ihre Information über den CO2-Ausstoß bei der Herstellung von Solarzellen stammt aus den Anfangszeiten der Photovoltaik. Da hat sich inzwischen einiges geändert. Eine Studie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) gemeinsam mit dem Öko-Institut Freiburg im Auftrag der Hamburger Electricitätswerke im April 1995 hatte folgendes Ergebnis.
"Die energetische Amortisationszeit netzgekoppelter photovoltaischer Systeme liegt derzeit bei einem energetischen Ertrag von 1.000 kWh/kWp und einer Anlagennutzungsdauer von 20 Jahren je nach verwendeter Modultechnik zwischen 3 und 7 Jahren. Infolge einer besseren Auslastung der verfügbaren Fertigungskapazitäten und verbesserter Herstellungsverfahren werden sich die energetischen Amortisationszeiten zukünftig weiter reduzieren. (...)"

Fossile und nukleare Kraftwerke können hingegen die für ihren Bau verwendete Energie niemals "amortisieren" bzw. zurückgeben, da sie auch während ihres Betriebes stets mehr Primärenergie verbrauchen, als sie an Nutzenergie liefern können.


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Unternehmen

Schlagworte:

Ökostromwerbung | Offener Brief (6) | SFV (3) | Deutsche Bahn AG | Bund der Energieverbraucher




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