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Prognosefehler der Erneuerbaren - Brauchen wir dedizierte Energiewende-Kraftwerke?

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Prognosefehler der Erneuerbaren - Brauchen wir dedizierte Energiewende-Kraftwerke?

14.05.13  10:00 | Artikel: 955528 | News-Artikel (Red)

Prognosefehler der Erneuerbaren - Brauchen wir dedizierte Energiewende-Kraftwerke?
Thorsten Zoerner,
Autor und Betreiber von
blog.stromhaltig.de
Energiewende Kraftwerke sind virtuelle Kraftwerke ...


Wenn das Ist vom Soll abweicht, wird im Stromnetz Ausgleichenergie benötigt. Im Verlauf des 12.05.2013 waren es in Deutschland 13.349 MWh. Bei einem durchschnittlichen Prognosefehler von 550 MW über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Die Tagesarbeit eines Großkraftwerkes und daher doch eher überschaubar – dennoch zuviel, wenn wirklich einmal 80% des Stroms aus regenerativer Energie erzeugt werden soll.

Die 4 Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland veröffentlichen auf ihren Webseiten die Prognose für den Folgetag und soweit vorhanden den Ertrag für PV und Windkraft. Abhängig vom tatsächlichen Wetter weicht Soll von Ist ab. Im Rahmen der Netzstabilisierung sind die Übertragungsnetzbetreiber angehalten einen Ausgleich zu schaffen. Mittelfristig erfolgt dies über ReDispatch - kurzfristig über die Regelenergie.


Am Sonntag den 12.05.2013 gab es über die 24 Stunden verteilt 98.401 MWh Strom aus Windkraft - 14.550 MWh aus Photovoltaik. Um die Prognosefehler auszugleichen wurden 13.349 MWh benötigt.

Benötigte Ausgleichsenergiemenge 12.05.2013
Benötigte Ausgleichsenergiemenge 12.05.2013

Wie man an der Grafik zum Beitrag erkennen kann, existiert sowohl positive als auch negative Ausgleichsenergie, abhängig ob mehr Strom erzeugt wird als geplant oder weniger. Im Rahmen der Eingriffe in die Erzeugung (Fahrpläne) muss die Menge der Ausgleichsenergie dann entweder mehr oder weniger erzeugt werden. Vereinfacht könnte dies durch die Bereitstellung eines oder mehrerer Kraftwerke geschehen, die nur zum Zwecke des Ausgleichs betrieben werden.

Real existieren solche Kraftwerke nicht. Zwar gibt es Kraftwerke, die als “systemrelevant” deklariert wurden, allerdings ist deren Aufgabenstellung sehr weit gefächert und eher als wirtschaftliche Klassifikation anzusehen. Das Problem für die Betreiber solcher Anlagen ist der Spagat zwischen Kostendeckung und Bereitstellung ohne dedizierten (planbaren) Ertrag.

Ursache für die Notwendigkeit der Ausgleichsenergie sind die Prognosefehler. Schaut man sich professionelle Wettervorhersagen an – und bereinigt diese für einen dedizierten Standort – dann stellt man schnell fest, dass diese genauer sind als ihr Ruf (s.h. auch Beitrag: Wettervorhersage als Erfolgfaktor für die Energiewende). Professionelle Kraftwerksbetreiber und Projektierer für Wind- und PV-Anlagen haben in ihrer eigenen Betriebsführung schon längst bessere Prognosen im Einsatz. Schon allein die Notwendigkeit der Vermarktung des erzeugten Stroms und die damit vertragliche Bindung der Liefermengen, machen eine hohe Qualität und Verlässlichkeit der Aussagen notwendig. Warum sich diese Qualität nicht in der Prognose der Übertragungsnetzbetreiber wiederspiegelt ist unklar.

Neben Wind und Sonne gibt es auch andere Erneuerbare. Biomasse, Laufwasser und Pumpspeicherkraftwerke könnten bereits heute für den Ausgleich der Prognosefehler dienen. Eine Kombination aus verschiedenen Erzeugungsformen kann über ein virtuelles Kraftwerk geschehen. Beim Betrieb eines solchen Kraftwerkes besteht kein Zielkonflikt zwischen Planungsqualität und wirtschaftlichem Erfolg.





Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Technik | Netze

Schlagworte:

Prognosefehler (4) | Kraftwerke (69) | Stromnetz (103) | Ausgleichenergie (9) | Übertragungsnetzbetreiber (58)




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