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Studie zur Website-Performance: viele Unternehmen haben keine Ahnung

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Studie zur Website-Performance: viele Unternehmen haben keine Ahnung

22.05.13  10:20 | Artikel: 955554 | Proteus Fach-Artikel

Studie zur Website-Performance: viele Unternehmen haben keine AhnungDas Online-Portal «Internet World Business» veröffentlichte gestern einen Bericht über eine aktuelle Studie zum Thema Website-Performance des Meinungsforschungsinstituts Vanson Bourne. Hauptaussagen waren, dass viele Unternehmen keine Vorstellung über die Geschwindigkeit ihrer Website haben und dass Website-Besucher recht empfindlich auf langsame Seiten reagieren. Ein paar Ansichten und Beispiele; und auch ein bisschen technisch.

Seit ein paar Jahren gibt es das Web 2.0 und nahezu alle User in Deutschland haben breitbandige Internetzugänge jenseits der 50 MBit/s.

So klingt das jedenfalls, wenn man den einen oder anderen Anbieter hört. Die Realität sieht jedoch meist völlig anders aus. Weitaus mehr, als ein paar Prozent schlagen sich auch heute noch mit Verbindungsraten von 1 bis 3 MBit/s selbst im geschäftlichen Umfeld herum. Weil Telekom, Kabelanbieter und Co. in vielen Bereichen einfach keinen finanziellen Sinn im Ausbau der Netze sahen.

Trotzdem machen sich die wenigsten Betreiber von Websites Gedanken über die Geschwindigkeit. Da erstellt z.B. die Agentur aus Düsseldorf eine Website eines Kunden und ist selbst mit locker 300 MBit/s verkabelt und nutzt auch noch einen entsprechenden Hochleistungsrechner.
Klar kommt die Seite fix und flüssig rüber und der Kunde ist bei der Präsentation auch begeistert; wenn aber später der Enduser mal locker Zeit zum Kaffee holen hat, bis die Seite aufgebaut wird, dann sollte auch ein Anbieter mal den Kopf einschalten.

Grundproblem 1: Content Management Systeme und Templates

Content Management Systeme (CMS) wie Wordpress, Joomla und andere sind für den Anwender, der solch eine Seite zu pflegen hat sicherlich eine tolle Sache. Allerdings wären auch diese Anwender gut beraten, sich mit der Materie Web einmal näher zu befassen.

Da sieht man ein paar tolle Designelemente und sofort werden diese in die eigene Seite per Mausklick eingebaut. Alles ganz easy.

Im Hintergrund werden jedoch unzählige Designvorlagen (CSS-Files) und ggf. diverse Scripte mit integriert. Nicht selten stehen da im Quelltext dann 20 Verweise auf externe Dateien. Die müssen logischerweise geladen werden, und das macht die Seite langsam. Kaum ein CMS bringt es auf wirklich gute Geschwindigkeiten, weil die Datenmenge einfach um ein vielfaches höher ist, als wirklich benötigt wird.

Oft genug sieht man Seiten, die 50 kB Script - oder gar ein Framework - einbinden, wenn es auch ein 2-Zeiler per Hand tun würde...
Schuster, bleib bei deinen Leisten.

Ein Beispiel:
Ein Artikelseite bei welt.de bringt es auf ca. 4 MB Downloadvolumen. Dabei werden 7 CSS-Dateien mit insgesamt 454 kB und 45 Scriptdateien mit insgesamt 1,9 MB geladen. Gerechterweise muss man sagen, das die Seite den Fokus auf die Anzeige von Werbung legt, nicht auf den Artikelinhalt.
Hat man eine etwas langsamere Webverbindung oder einen alten Rechner (älter als 12 Monate), dann merkt man, wie Seiteninhalte so langsam und träge reintropfen.

Eine spezielle Version solcher Websites für mobile Endgeräte (Smartphones, Tablets, ...) wird derzeit nur von wenigen Betreibern angeboten (welt.de gibt es tatsächlich mobil). Unterstellt man dann ein mobiles Datenlimit von 300 MB - ein üblicher Tarif - so kann man gerade mal 75 solcher Seiten pro Monat aufrufen, dann ist Feierabend mit UMTS-Geschwindigkeit.
Porto zahlt quasi der Empfänger (kennen wir ja von eMail-Anhängen). Eigentlich schon frech.

Laut o.g. Studie warten rund 56 Prozent der User maximal 6 Sekunden bis eine Website geladen ist, bevor diese entnervt aufgeben. Kaum vorstellbar: Die 6-Sekunden-Regel kennen wir schon seit 1998 und da war von DSL noch nicht so die Rede. Heute sollte maximal 3 Sekunden eigentlich die Regel sein.


Grundproblem 2: keine Ahnung und davon reichlich (technisch)

Aber natürlich gibt es auch jede Menge Seiten, die manuell oder halbmanuell (also per CMS mit Eingriff) erstellt wurden. Und leider sieht man recht oft, dass es da halt auch an Grundwissen hapert. Man kennt das ja, Sohn vom Chef und so...

Ein aktuelles Beispiel stellt eine Unterseite des Unternehmens Vattenfall dar. Diese wurde mit dem CMS Drupal erstellt. Im Quelltext wurde diese Information entfernt, aber ob das favicon von Drupal zu diesem Unternehmen passt?
Schaut man sich dann den Quelltext genauer an, so stellt man fest, dass für das Anzeigen der verschiedenen Marker auf der integrierten Google-Map alle Positions-Informationen innerhalb von Skriptblöcken eingefügt worden sind.
Sicherlich ist die Google-Maps-API nicht so ganz trivial. Aber eine einfache Einbindung der Daten über JSON? Würde auch den Webbrowser wenigstens zum Teil entlasten.

Performance-Studie: ein paar Ergebnisse

Aber zurück zur Studie: 68 Prozent der Unternehmen geben an, die eigene Website zu überwachen. Ich finde das jedoch schon ganz beachtlich und hätte auf weniger getippt. Was passiert, wenn man es nicht tut? Nun, unter Umständen liest man dann in einem Nachrichtenartikel, dass die eigene Website z.B. gerade nicht verfügbar oder gehackt ist.
(siehe: Website-Hack: Beim Ansgar gehen die Lampen aus
oder Website der Intersolar Europe in den letzten Tagen Opfer von Hackerangriff)

Ganz übel wird es dann bei den mobilen Websites, sofern diese vorhanden sind. 34 Prozent geben an, die Geschwindigkeit dieser Seiten zu testen. Noch 26 Prozent tun dies auch mit vielen verschiedenen Endgeräten. 42 Prozent der Befragten geben an, mit den gängigsten Geräten zu testen. Wobei "gängig" schon relativiert werden kann. Nicht selten wird es mit dem iPhone getestet und dann fragt ein Mitarbeiter in den Raum: "Hat jemand was anderes als ein iPhone?" Wenn ja, wird das dann für den Test verwendet. Obwohl Apple gegenüber Android schon fast zu Randgruppe geworden ist.

Die gesamte Studie steht als PDF-Download auf microfocus.com zur Verfügung.

Die Speed-Schnecke kennen Sie jetzt. Kennen Sie auch das SEO-Monster?
Auch im Bereich Suchmaschinenoptimierung wird viel gemurkst.
Ein paar Artikel zu diesem Thema:

26.08.11: Glaubensfrage: PageRank und gute Websites
14.12.12: Dünnes Eis für Suchmaschinen-Optimierer: Google schlägt zurück
07.03.11: 7 großartige Aussagen von Suchmaschinenoptimierern



Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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