Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Deutsche Solarhersteller erwarten Unterstützung der Bundesregierung gegen chinesisches Exportdumping

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Deutsche Solarhersteller erwarten Unterstützung der Bundesregierung gegen chinesisches Exportdumping

27.05.13  07:30 | Artikel: 955568 | News-Artikel (e)

Deutsche Solarhersteller erwarten Unterstützung der Bundesregierung gegen chinesisches Exportdumping"Auch für China gilt das Handelsrecht. Deutschland muss eine rote Linie ziehen und Jobvernichtung stoppen."

Die Industrieinitiative EU ProSun, die die Interessen von über 40 Solarherstellern in Europa, darunter die große Mehrheit der deutschen Solarindustrie, vertritt, fordert die Bundesregierung auf, gegenüber China Klartext zu sprechen. Nur so könne eine dauerhafte Partnerschaft aufgebaut werden.

"Deutschland muss wissen, wann es gegenüber China eine rote Linie zieht", so Milan Nitzschke, Präsident von EU ProSun. "Die Regierung darf sich nicht erpressbar machen und tatenlos zusehen, wie eine Schlüsseltechnologie nach der anderen an China geht." Dies geschehe nicht etwa, weil die chinesische Staatswirtschaft leistungsfähiger wäre. "China ist uns technologisch nicht voraus, im Gegenteil. China bricht einfach jeden Tag ungehindert das Handelsrecht und finanziert Exporte und Dumpingpreise mit Milliardenbeträgen. Damit werden Arbeitsplätze in Deutschland und Europa vernichtet", so Nitzschke.

Trotz kritischer Vorzeichen sehen die Solarhersteller die heute beginnenden deutsch-chinesischen Gespräche aber als Chance. Nitzschke: "Es geht schließlich um ganz Selbstverständliches: Die Anwendung des geltenden Handelsrechtes. Deutschland muss klarmachen: Auch China muss sich an WTO- und EU-Recht halten."

Nach Schätzungen von EU ProSun hat China seine Solarindustrie in den letzten Jahren mit rund 200 Milliarden Euro subventioniert. Das Geld sei nicht in den Aufbau einer sauberen Stromversorgung in China geflossen sondern fast ausschließlich in die Finanzierung des Exports. In China selbst wurden dagegen gerade mal Solaranlagen im Wert von 10 Milliarden Euro errichtet, die mit unter 5 Promille einen bescheidenen Beitrag zur dortigen Stromerzeugung leisten. "Chinas Politik hat leider nicht den Klimaschutz zum Ziel sondern lediglich die Marktdominanz in einer der wichtigsten Schlüsseltechnologien der Welt", so Nitzschke.

Die milliardenschwere Exportsubventionierung Chinas zwingt seit Jahren weltweit Solarunternehmen zur Aufgabe. Alleine Deutschland hat seit 2011 über 30 Werkschließungen und Insolvenzen zu verzeichnen. 10.000 Jobs sind verloren gegangen, und das, obwohl Deutschland im Bereich der Solarenergie nach wie vor technologisch führend ist. Nitzschke: "Mit einem Lohnkostenanteil von nur 10 Prozent ist die deutsche Solarindustrie voll wettbewerbsfähig. Der chinesischen Konkurrenz sind wir technologisch rund anderthalb Jahre voraus. Wenn Deutschland eine solche Schlüsselindustrie nicht gegen illegale Handelspraktiken verteidigen kann, brauchen wir uns um andere gar nicht mehr zu bemühen", so Nitzschke.

In Brüssel plant die Europäische Kommission nach über achtmonatiger Ermittlung jetzt vorläufige Zölle gegen chinesisches Dumping. Das europäische Recht erlaubt Verhandlungen darüber mit China erst nach Einführung dieser Maßnahmen. "Verhandlungen, wie sie Frau Merkel und der chinesische Premierminister jetzt ansprechen wollen, sind willkommen. Aber möglich sind sie nur nach Einführung vorläufiger Antidumpingmaßnahmen", so Nitzschke. "Zu glauben, China würde ohne den Druck aus Brüssel am Verhandlungstisch erscheinen, wäre auch schlicht naiv."




(Quelle: www.prosun.org)


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Eneregiepolitik | Wettbewerb | international

Schlagworte:

Solarimporte (4) | China (25) | EU (200) | Antidumpingzölle (4) | Antidumpingzölle (4) | Arbeitsplätze (31)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@955568







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien