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Was können wir von einem Smart Grid erwarten?

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Was können wir von einem Smart Grid erwarten?

10.06.13  07:45 | Artikel: 955616 | News-Artikel (Red)

Was können wir von einem Smart Grid erwarten?
Was können wir von
einem Smart Grid
erwarten?
So um das Jahr 2018 werden wir wohl auch in Deutschland ein Smart-Grid haben, geht es nach der im Februar vorgestellten Roadmap des BDEW. Natürlich ist eine Stromwende auch mit Kosten im Netzumbau verbunden, aber sie sollte einen Sinn und einen Zweck erfüllen. Wer die Notwendigkeit lediglich auf die Integration der Stromerzeugung aus Erneuerbarer Energie reduziert, der läuft Gefahr, dass die Akzeptanz beim Kunden verloren geht. Stromkunden, die letztendlich mit ihrer monatlichen Rechnung die Zeche zahlen sollen. In Zeiten, bei denen der Kunde nicht nur eine Zählpunktnummer ist, stellt sich die Frage: Was bringt den Privatkunden das Smartgrid?

Daten und Information
Strom wird in Deutschland noch immer “verbraucht”, als sei es der Sauerstoff in der Luft. Dabei hat ein Mehr oder Weniger deutliche Auswirkungen auf den Geldbeutel. Mit dem Smartgrid bekommen die Kunden ein besseres Verständnis über ihre eigenen Verbrauchsdaten. Smart Meter messen – das Grid hilft daraus zu steuern.

Führung
Das Smartgrid für einen arbeiten lassen durch intelligente Schaltungen. Parallel zum physikalischen Netz existiert eine Kommunikationsinfrastruktur. Dort enthalten sind zum Beispiel die Wetterinformationen, die für intelligente Steuerung verwendet werden können, ohne dass man sich selbst eine Wetterstation aufbauen muss.

Zuverlässigkeit
Lässt man das SmartGrid für sich arbeiten, dann wird es seine Aufgabe mit Präzision durchführen. So könnten SmartGrid-Apps helfen, dem Stromkunden den Zustand seiner Elektrogeräte automatisch zu ermitteln und bei Bedarf diesen zu benachrichtigen. Fragen wie: Das Grid meldet, wenn die Kaffeemaschine mal wieder entkalkt werden muss, oder die Heizung ausgefallen ist.

Komfort

Auch beim Smart Grid geht es nicht darum, dass man im dunklen durch das Haus laufen muss, um Energie zu sparen. Das Smart Grid kann den Komfort im Haushalt unterstützen, wenn es durch intelligente Heimautomatisierung verknüpft ist. Das Grid muss sich dazu in die Heimautomatisierung (Bus-Systeme) integrieren lassen.

Kontrolle
Strom ist elektrische Energie. Eine bessere Steuerung über den Zeitpunkt und die Menge des Stromverbrauchs geht weiter über Modelle wie PrePaid-Stromzähler hinaus. Demand Responds nennt sich ein Verfahren zur Steuerung der Nachfrage, die letztendlich in die Hände der Stromkunden gelegt werden muss.

Einfachheit
Welche Aufgaben,welche Möglichkeiten das SmartGrid letztendlich auch übernimmt. Dank dem Erfolg von Apple, stehen die Entwickler von Bedienoberflächen im Zwang einer kinderleichten Bedienung. Ganz im Gegensatz zu heutigen Waschmaschinen, die man mit einem Informatikstudium nicht ohne Blick in die Gebrauchsanweisung bedienen kann.

Kosten Ersparnis
Das Produkt “Strom” ist heute noch relativ trivial. In Zukunft könnte es durch das SmartGrid unterstützte Tarife geben, die variabel sind. Akzeptanz findet dies allerdings nur, wenn damit aktiv gespart werden kann. Im Bereich der Eigenstromnutzung von PV-Anlagen sind kostenoptimierende Schaltungen bereits etabliert. Kleine Peer-To-Peer Märkte werden gerade in Karlsruhe getestet.

- Empfehlung -
Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Die Versorgung mit Energie ist für eine industrialisierte Gesellschaft über-lebensnotwendig. Der Aufwand – und damit die Umweltbelastung – für die Stromerzeugung schwankt. Bislang gelingt es nicht diesen Aufwand zu zeitnahe zu kommunizieren. Ein SmartGrid kann dies und hilft damit unnötiges Vorhalten von fossilen Kraftwerken zu verhindern.

Wohlstandssicherung
Deutschland ist in der Welt bekannt als ein Land der Ingenieure. Ein SmartGrid in Deutschland mit intelligenten – neuen – innovativen Anwendungsfällen hilft nicht nur der Volkswirtschaft, sondern auch jedem einzelnen.

Stromwende mit bedachtem Wandel
Jede Form der Änderung – auch der Ausbau eines SmartGrid – muss klar und offen kommuniziert werden. Da es eine Menge Möglichkeiten gibt, die man auf das SmartGrid aufbauen und den Stromkunden anbieten kann, könnten diese Dienste zum Rückgrad der Stromwende werden. Akzeptanz kann nicht politisch herbeigeführt werden, es müssen immer Anreize vorhanden sein.


weitere Artikel zum Thema:


23.04.13: Deutschland bei Smart-Grids mit an der Spitze
14.12.11: Smart Grids: Wie unsere Stromversorgung intelligent wird
08.05.13: Was machen eigentlich diese Smart Meters, die intelligenten Stromzähler?
11.03.13: Fachartikel: Schwarzstart: Stromausfall - Die Sekunden nach dem Blackout



Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Netze

Schlagworte:

Deutschland (98) | Smart-Grid (2) | Netzumbau (4) | Steuerung (7) | Zuverlässigkeit | Komfort | Kontrolle (14) | Einfachheit | Kosten (126) | Ersparnis (2)




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