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Fell: Milliardenschäden durch Klimawandel – Und dann jammern viele über Kosten der Energiewende?

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Fell: Milliardenschäden durch Klimawandel – Und dann jammern viele über Kosten der Energiewende?

17.06.13  07:10 | Artikel: 955651 | News-Artikel (Red)

Am Freitag haben Bund und Länder einen Hilfsfond von acht Milliarden Euro beschlossen. Das Geld sollte nun schnell und unbürokratisch an die vielen betroffenen Menschen im Süden und Osten Deutschlands fließen. Es wird dort dringend gebraucht, um wenigstens die härteste Not der Betroffenen abzumildern.

Mit der Rekordflut zeigt sich nun, dass die jahrzehntelange Ignoranz vieler Skeptiker des Klimawandels genau die Klimaschutzmaßnamen verhindern hat, die zu einem Stopp der Erderwärmung notwendig gewesen werden. Neben dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) führt auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) die aktuelle Flut klar auf die Erderwärmung zurück.

Man kann sich nun schon fragen, was noch alles passieren muss, wie viele Fluten, Stürme oder Extremwetter wir noch brauchen, um endlich den Kopf aus dem Sand zu nehmen und die Wirklichkeit anzuerkennen. Deutschland kostet diese Flut mehr als zehn Milliarden Euro, welche Summen kommen da in den kommenden Jahren noch auf uns zu? Der Klimawandel ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern allgegenwärtig. Und wir können es uns nicht leisten erst in ein paar Jahren, beim nächsten Klimagipfel, über mögliche Maßnahmen zu streiten.

Es ist doch unglaublich, dass sich FDP und Union, BDI und VCI, E.On und RWE und viele andere mehr, über die angeblich so hohen Kosten der Energiewende aufregen, während für immer mehr Hochwasserschutz und Schadensregulierung jedes Jahr mehr Gelder ausgegeben werden müssen. Und schauen wir uns die Kosten der Energiewende mal in Relation an. In 2012 hat der Zubau der Erneuerbaren Energien 1,8 Milliarden Euro Mehrkosten im Strompreis verursacht, das sind nur ein 1/5 der Kosten, die wir nun für die Flut ausgeben müssen.

Wie groß werden wohl die Schäden in den kommenden Jahren sein, wenn wir heute den wirksamsten Klimaschutz, die Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien, behindern, weil sie als teure Belastung für die Wirtschaft angesehen werden, so wie es im ganzen Land von vielen Managern der Wirtschaft und Politikern von Union und FDP gebetsmühlenartig behauptet wird.

Auch in der Plenumsdebatte am Donnerstag zur Zukunft der Solarenergie habe ich genau diese Aspekte angesprochen: dip21.bundestag.de/.../17246.pdf (Seite 350)




Autor: Hans-Josef Fell, MdB

www.hans-josef-fell.de

Hans-Josef Fell ist energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Bundestages seit 1998. Wir veröffentlichen regelmäßig einen Teil der wöchentlichen Infobriefe.



1 Kommentar(e) zum Artikel.
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Ice66 Dienstag, 18. Juni 2013 um 10:20

Das PIK und der DWD führt das Hochwasser nicht "klar" auf den Klimawandel zurück. Schellnhuber und andere hab darauf hingewiesen, dass sie eine in Fachkreisen noch umstrittene aber nicht unplausible Theorie vertreten, dass durch die globale Erwärmung, insbesondere der Arktis, sich der Jetstream verändert hat und dadurch langanhaltende Großwetterlagen in ihrer Häufigkeit zunehmen. Weiter wurde im Rahmen dieses Hochwassers auf die Statistiken der Münchener Rück verwiesen, die sich in den letzten Jahrzehnten die umfangreichste Datensammlung zu weltweiten Wetterextremen erarbeitet hat, die es gibt.

Das Hochwasser würde daher zwar ins Konzept passen, aber mit statistischen Aussagen über Häufigkeiten kann man kein einzelnes Wetterextrem dem Klimawandel zuordnen.

Es ist also einerseits nicht richtig, dass ein einzelnes Wetterextrem klar dem Klimawandel zugeordnet werden würde, das wäre unseriös.

Weiter wurde klar kommuniziert, dass der Jet-Stream zwar bereits unter Beobachtung steht, aber noch nicht eingekastelt ist. Damit könnte es noch geschehen, dass diese neue Theorie, wie in der wissenschaftlichen Forschung üblich, auch wieder verworfen werden muss.

Herr Fell, so wichtig es auch sein mag, politische Maßnahmen zu fordern und zu realisieren, die die Energiewende forcieren. Es ist kontraproduktiv, die wissenschaftliche Basis auf der dieses Ziel aufbaut, nicht richtig wiederzugeben. Man schneidet sich dann nämlich selbst die Prämisse für seine Ziele ab.


Themenbereiche:

Energiepolitik | Energiewende | Klimawandel

Schlagworte:

Klimawandel (33) | Energiewende (541) | Hilfsfond | Rekordflut




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