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Pressestatement von Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des VKU

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Pressestatement von Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des VKU

17.07.13  07:00 | Artikel: 955752 | News-Artikel (e)

Pressestatement von Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des VKU"Im Zusammenhang mit unserem Vorschlag für ein zukünftiges Energiemarktdesign (Vorstellung am 1. März 2013) haben wir unsere Mitglieder nach den aktuellen Rahmenbedingungen für bestehende und Neuanlagen gefragt. Ergebnis der Umfrage: Bei fast drei Viertel der VKU-Mitglieder hat sich die Wirtschaftlichkeit der Anlagen seit 2011 verschlechtert. Und mehr als 50 Prozent haben ihre Pläne für Kraftwerksneubauten zurückgestellt oder gar ganz aufgegeben.

Das zeigt eindeutig, dass die politisch gesetzten Rahmenbedingungen nicht stimmen. Der Aufwuchs der erneuerbaren Energien wird im Übermaß durch das EEG subventioniert, was die Folge hat, dass die für die Versorgungssicherheit notwendigen konventionellen Kraftwerke nicht mehr über rentable Laufzeiten verfügen. Deshalb ist es unter den politisch zu verantwortenden Marktverzerrungen nicht mehr möglich, hocheffiziente, flexible konventionelle Anlagen zu bauen und zu betreiben.

Wenn das politisch zu verantwortende System weiter so fortgesetzt wird, dann kommt es auf absehbare Zeit zu Problemen bei der Versorgungssicherheit - vor allem in Süddeutschland. Daher muss die Diskussion, wie der Energiemarkt zukünftig gestaltet werden kann, verstärkt vorangetrieben werden, um perspektivisch die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Energiemarkt zu ermöglichen, die Grundlage für den Weiterbetrieb bestehender Anlagen und Investitionen ist.

Wir müssen die erneuerbaren Energien, die Bereitstellung von Kraftwerksleistung und die Stromnetze zusammen und in ihren Wechselwirkungen zueinander betrachten. Genau das haben wir in unserem Vorschlag für ein integriertes Energiemarktdesign getan. Unser Marktmodell generiert ein Höchstmaß an volkswirtschaftlicher Effizienz, bietet Versorgungssicherheit und ist dabei nachhaltig. Zu den zentralen Elementen des Modells gehören erstens ein Leistungsmarkt, über den derjenige, der gesicherte Stromerzeugung (Kraftwerke, Speicher) anbietet, zukünftig ein Entgelt für die Bereitstellung erhält.

Zweitens beinhaltet das Marktmodell ein neues und wettbewerbliches Fördersystem für die erneuerbaren Energien mit Hilfe eines Auktionsverfahrens. Das dritte Element ist eine Neugestaltung der Regulierungsbedingungen für die Stromnetze."




(Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU))


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Unternehmen

Schlagworte:

Kraftwerksstilllegungen | konventionelle Kraftwerke (6) | Rahmenbedingungen (19) | Neuanlagen (5) | Marktverzerrungen (2)




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