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BDEW zur Eiszeit beim Neubau von Kraftwerken

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BDEW zur Eiszeit beim Neubau von Kraftwerken

17.07.13  08:00 | Artikel: 955753 | News-Artikel (e)

BDEW zur Eiszeit beim Neubau von KraftwerkenMehrere Medien berichten heute über die schwierige Marktsituation für viele Betreiber von konventionellen Kraftwerken. Es wird auch von Überlegungen zu Stilllegungen von Kraftwerken berichtet. Dazu erklärt Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

"Viele bestehende Kraftwerke können im jetzigen Energiemarkt nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden und sind von einer Stilllegung bedroht. Darauf hat der BDEW seit längerem hingewiesen. Dies gilt vor allem für Gaskraftwerke, aber auch Kohlekraftwerke. Auch beim Neubau von Kraftwerken droht eine neue Eiszeit. Gründe dafür sind die Marktentwicklungen, der Zubau der Erneuerbaren Energien und die unsicheren Investitionsbedingungen. Darauf weisen wir immer wieder hin; auch auf der diesjährigen Hannover Messe. Laut der BDEW-Kraftwerksliste sind insgesamt 79 größere Anlagen mit einer installierten Leistung von rund 38.000 Megawatt in Planung, im Genehmigungsverfahren, genehmigt, im Bau oder im Probebetrieb. Aber inzwischen ist bei fast einem Drittel aller Projekte der Zeitpunkt der Inbetriebnahme unklar. Insbesondere die Planungen für Anlagen, die nach 2015 umgesetzt werden sollen, werden von den Unternehmen kritisch hinterfragt.

Deshalb brauchen wir ein Übergangsinstrument, das die Versorgungssicherheit auch für den Fall sicherstellt, dass mehr Kraftwerke abgeschaltet werden, als in der derzeitigen Analyse der Bundesnetzagentur enthalten sind. Das von der Politik beschlossene Zwangsabschaltverbot für Kraftwerke ist keine adäquate Reaktion auf wirtschaftliche Probleme. Laut der von der Bundesregierung verabschiedeten Reservekraftwerksverordnung sollen abseits des Marktes hinter verschlossenen Türen Lösungen ausgehandelt werden. Die vom BDEW vorgeschlagene Strategische Reserve wäre im Gegensatz dazu eine transparente, marktnahe und günstigere Lösung. Wir hoffen daher, dass die Verordnung unmittelbar nach der Bundestagswahl eine entsprechende Überarbeitung erfährt.

Langfristig muss ein neues Marktdesign entwickelt werden, in dem die Systeme der Erneuerbaren Energien mit den konventionellen Anlagen verschränkt werden. Damit dieser Rollentausch hin zu einem Markt, der von Erneuerbaren Energien bestimmt wird, gelingt, muss eine marktnahe Lösung gefunden werden, die vor allem der Versorgungssicherheit dient. Nach der Bundestagswahl im September muss die Weiterentwicklung des Energiemarktes zügig von der Politik angegangen werden. Es wird für die neue Bundesregierung keine Schonfrist geben, da die wichtigen Fragen alle benannt und bekannt sind."

BDEW-Kraftwerksliste (Stand: 15. Mai 2013) als PDF




(Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW))


2 Kommentar(e) zum Artikel.
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Ulrich Freitag, 19. Juli 2013 um 12:07

Wie weit sind wir schon gekommen, um die Kraftwerksbetreiber zu zwingen das Geld ihrer Aktionäre einfach zu verbrennen.

Auch abgeschaltete Kraftwerke (kalt) müssen immer für den Betrieb vorbereitet sein, damit müssen
- die Betriebsfeuerwehr, Krankenschwester Ruth,
- der Betriebsarzt
- und alle, die für den Betrieb erforderlich sind vorgehalten bzw. anwesend sein.

Auch der Brennstoff Kohle und Öl muss ausreichende vorhanden sein, die Wasserchemie für die Kessel muss stimmen usw.

Dann kommt noch der Kapitaldienst hinzu, der auch fürs nichts tun anfällt.
Eine schöne Energiewende mit Enteignungen, Erpressungen und Bestechung der Bürger mit Sonderzinsen für die Stromtrassen und mit Hilfe des EEG.

Thorsten Zoerner Freitag, 19. Juli 2013 um 12:48

@Ulrich:

Die Kraftwerksbetreiber tuen mir wirklich leid,gerade bei einem 30+ Jahre Planungszyklus sollte man sich nur bedingt nach kurzfristige "Empfehlungen" aus der Politik richten. So entsteht dann recht schnell das falsche Bild, dass die Krankenschwester Ruth in die Wertschöpfung des Kraftwerksbetriebs eingebettet sein würde.

Kaltreserve ist generell notwendig - allerdings hat die Liberalisierung des Strommarktes zu einer Entkopplung der Kapazitätsplanung von der Rentabilitätsanalyse geführt. Der Vorstoß der BNetzA in dieser Woche kann daher nur unterstützt werden, die Versorger an ihre Grundaufgaben zu erinnern.

Die Bürger zahlen die Zeche, allerdings im Moment in Schattenmärkten abseits von Netzausbau und EEG. Kapitaldienst ist da nur die Spitze des Eisberges. Besitzsztandswahrung auf allen Ebenen ist einfach bequem. Freie Marktwirtschaft unter dem Deckmantel des Kapitalismus verhindern - das sind die Designvorschläge des Energiemarktes die aktuell ihren Weg in die Medien finden.


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik

Schlagworte:

Marktsituation | konventionelle Kraftwerke (6) | Hildegard Müller (10) | Stilllegungen | Reservekraftwerksverordnung (2) | Zwangsabschaltverbot | Bundesregierung (104)




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