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E.ON - Wenn Deutschland nicht reicht, dann gehen wir ins Ausland

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E.ON - Wenn Deutschland nicht reicht, dann gehen wir ins Ausland

18.07.13  06:30 | Artikel: 955755 | News-Artikel (Red)

E.ON - Wenn Deutschland nicht reicht, dann gehen wir ins Ausland
Kraftwerk Malzenice
Bild: Waerfelu
Wikipedia
Am Montag (15.7.2013) hatte der Energieriese E.ON auf seiner Seite eine Pressemitteilung veröffentlicht, mit der Information, dass man das Kraftwerk Malzenice plane ab Oktober 2013 in die Kaltreserve zu überführen. Eigentlich keine Meldung wert, da ein Kraftwerk in der Slowakei nicht direkt mit Deutschland in Verbindung gebracht werden kann. Nach der Abbau Meldung von EnBW, die ein Zubau ist der letzten Woche und dem Online-Titel der Zeit über RWE Innogy (“Endspiel auf hoher See“) wollte ich dem aktuellen Kommunikationssturm der 4G einmal näher auf den Grund gehen.

Es ist Sommerloch – auch in den Nachrichtenabteilungen – und so schafft es die Meldung des slowakischen Kraftwerkes in über 25 deutsche Online-Medien.

Das Kraftwerk Malzenice ist ein Gas betriebenes Dampfkraftwerk, welches im Jahre 2011 in Betrieb genommen wurde. Mit 430 Megawatt kann es besonders gut für die Deckung der Spitzenlast genutzt werden, bei denen Kohlekraftwerke zu langsam in der Betriebsführung sind.

Im September 2002 übernahm E.ON die unternehmerische Führung bei Zapadoslovenska Energetika (ZSE) , dem größten der drei slowakischen Regionalversorger. Die neue E.ONTochter hält einen Marktanteil von annähernd 40% am slowakischen Strommarkt. E.ON verkauft seinen slowakischen Kunden einen Mix mit rund 50% Atomstrom. Produziert wird dieser Strom vorwiegend vom Vorlieferanten Slovenske Elektrame (SE), der rund 85% des slowakischen Stroms erzeugt. SE ist auch Betreiber der Atomkraftwerke Bohunice (vier Blöcke) und Mochovce (zwei Blöcke). (Quelle: Greenpeace)

Der der beiden noch aktiven Blöcke in Bohnice kommt auf eine Leistung von 450 Megawatt zur Deckung der sogenannten Bandlast. Wird mehr Strom aus diesen Kraftwerken erzeugt, so geht der Bedarf und Laufzeiten der Gaskraftwerke zurück.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo aktuell ein Überschuss an Strom existiert, wurde in der Slowakei in den letzten Jahren immer eine negative Bilanz gezogen (vergl. Wikipedia). Hauptlieferant sind die Nachbarn Tschechien und Polen (vergl. Entsoe).

Die Meldung im Kontext zu Deutschland
Eine solch hohe Reichweite der Meldung in den Medien, ist zumindest für mich ein Anzeichen für eine Relevanz für Deutschland.

Konkret belasteten vor allem die niedrigen Strom- und CO2-Preise in Europa die Wirtschaftlichkeit der Anlage.

Niedrige Strompreise – drüber kann sich der Verbraucher nur wundern. E.ON betreibt in Deutschland noch einige Verteilnetze und ist damit der Grundversorger für viele Haushalte. Geht der Preis an der Börse zurück, dann geht entweder die Marge eines Unternehmens hoch, oder der Endkundenpreis wird gesenkt (vergl. 2014 – Jahr der Strompreissenkung).

Der Handel mit CO2 Zertifikaten ist in der EU ein Desaster. Mit dabei ist der Energie Kommissar Oettinger, der vor einigen Wochen durch den Faktencheck gefallen ist.

Wie bereits zum Jahresbeginn angekündigt, restrukturiert E.ON seine konventionelle Erzeugung, so dass die Wettbewerbsfähigkeit der Kraftwerksflotte zügig verbessert wird. Neben weiteren Kostensenkungen und Effizienzverbesserungen überprüft E.ON in diesem Zusammenhang auch die Stilllegung von Kraftwerken in Europa und setzt diese, wenn notwendig, konsequent um.

In Deutschland hat die Bundesnetzagentur die Möglichkeit die Abschaltung von Kraftwerken zu verhindern. Bereits am Vormittag (16.07.) waren etliche Meldungen in den Tickern, dass die BNetzA keine weiteren Abschaltungen akzeptieren würde. Bei Deutschlandradio kam dann um 17:00 Uhr die Meldung:

Die geplante Stilllegung zahlreicher Kraftwerke wird nach Angaben der Bundesnetzagentur nicht zu größeren Engpässen in der Stromversorgung führen. Bisher lägen erst 15 Anträge von Energieunternehmen vor, sagte die Sprecherin der Behörde, Grösch, dem Deutschlandfunk. (Quelle DRadio)

Vorangegangen war ein Bericht in der Süddeutschen Zeitung. Vom Kraftwerk in der Slowakei war dort nichts zu lesen – zeigt aber wie Aktion und Reaktion bei der Kommunikation zusammenlaufen können.




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik

Schlagworte:

E.ON (25) | Kaltreserve (6) | Kommunikationssturm | Slowakei | RWE Innogy | Regionalversorger




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