Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

BWE: Mit Braunkohle in die Energiewende? Glück auf!

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










BWE: Mit Braunkohle in die Energiewende? Glück auf!

26.07.13  10:30 | Artikel: 955784 | News-Artikel (e)

BWE: Mit Braunkohle in die Energiewende? Glück auf!

  • Union und SPD blockieren Energiewende
  • Emissionshandel verschärfen
  • Neues Markt-Design schnell einführen
  • Gas statt Kohle fördern

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) sieht in dem verstärkten CO2-Ausstoß durch Kohlekraftwerke im ersten Halbjahr ein deutliches Alarm-Zeichen: "Wir brauchen einen verschärften Emissionshandel und ein Markt-Design, das Gas- statt Kohlekraftwerke fördert", so BWE-Präsidentin Sylvia Pilarsky-Grosch: "Die Politik in Bund und Ländern hat dies über Jahre verschlafen. Die Union begnügt sich im Bund seit Jahren mit Ankündigungen, die SPD fördert in den Ländern seit Jahrzehnten die teuer subventionierte Kohle. Damit muss jetzt Schluss sein, sonst waren die Klimaschutz-Bemühungen der Regierungen Schröder und Merkel umsonst."

Das verstärkte Angebot von Öko-Strom verbilligt die Preise für konventionell erzeugten Strom an der Strombörse EEX. Der relativ teure Strom aus Erdgas wird daher nicht mehr nachgefragt und fällt aus der Erzeugungskette (Merit-Order), so dass verstärkt Steinkohle- und Braunkohle-Strom nachgefragt wird. Da der Strom aus abgeschriebenen Atomkraftwerken mit dem Atomausstieg schrittweise wegfällt, wird dieser zwangsläufig mit klimaschädlichem Kohlestrom ersetzt. Pilarsky-Grosch: "Die Politik muss sofort nach der Bundestagswahl umsteuern, sonst scheitert die Energiewende kläglich."

Der Vorschlag der EU-Kommission, 900 Millionen CO2-Zertifikate vom Markt zu nehmen, um die Zertifikatspreise zu erhöhen, ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, greift aber zu kurz. Laut WWF/Öko-Institut müssten es mindestens 1,4 Milliarden sein, um Wirkung zu erzielen. "Gleichzeitig brauchen wir ein neues Markt-Design, das Gaskraftwerke stärker fördert. Die Politik muss im Herbst entscheiden, ob hierfür Kapazitätsmärkte oder eine zusätzliche CO2-Steuer eine Lösung sein können. Das Bundeswirtschaftsministerium hat hier über Jahre mit offenen Augen geschlafen."

Die Energiewende ist auf flexible Gaskraftwerke angewiesen, da sie die schwankende Produktion von Wind- und Solarenergie schnell ausgleichen können. Mit Kohlestrom kann Deutschland seine Klimaschutzziele nicht erreichen.

Pilarsky-Grosch: "Die Union muss endlich handeln. Es muss Schluss sein mit der reinen Ankündigungspolitik und dem Lavieren. Die SPD muss ihre unzeitgemäße Unterstützung für die Braunkohle in den Ländern endlich aufgeben. Die Sozialdemokraten behindern so die Energiewende und verschleudern sinnlos Ressourcen und Subventionen. Union und SPD wollen beide den Atomausstieg und die Energiewende, verhalten sich jedoch nicht entsprechend. Wer die Braunkohle als ’Brückentechnologie‘ bezeichnet, hat den Sinn der Energiewende nicht erkannt. Und wer die Energiewende zum wiederholten Male beschließt, aber nichts dafür tut, sollte erkennen, dass politische Macht zum Gestalten da ist."

Blick aus der Gondel © Windstrom Vindvet
Blick aus der Gondel © Windstrom Vindvet




(Quelle: Bundesverband Windenergie e.V. (BWE))


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Windkraft

Schlagworte:

Emissionshandel (50) | Energiewende (372) | Markt-Design | Gas (52) | Kohle (99) | BWE (17) | Kapazitätsmärkte (13)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@955784







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.

Ihr eigenes Buch veröffentlichen.
Wir helden Ihnen dabei.
7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.