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Fehlzündung der CO2-Wende

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Fehlzündung der CO2-Wende

31.07.13  07:20 | Artikel: 955792 | News-Artikel (Red)

Fehlzündung der CO2-Wende
Renaissance der
Kohleverstromung
torpediert Klimaziele
Will man weniger CO2 Emission, dann braucht man mehr Kernkraftwerkt. Hat man weniger Kernkraftwerke, dann muss zwangsläufig die CO2-Emission steigen. Richtig?

Zum Glück ist die Energiewirtschaft und besonders die Stromerzeugung in einem Land kein duales System, bei der es nur ein Entweder/Oder gibt. Zwischen Null und Eins gibt es zum Glück noch viel mehr Farben und Abstufungen. Alternativlos ist man da nicht…

In Deutschland gibt es einen Kohleboom, wie es die Deutsche Welle nennt. RWE und E.ON melden ein Import Plus von 10% für Kohle im ersten Quartal 2013, obwohl der Strom daraus rund 13 Cent kosten würde – im Vergleich zu 7 Cent bei der Windenergie. Gestehungskosten, die der Verbraucher letztendlich zu tragen hat.

"it can’t be right in the long term”
that the market favors coal over cleaner-burning natural gas.(Bundeskanzlerin Merkel – Zitat bei Bloomberg)

Das die Anzahl der Stromkunden steigt, die auf einen Ökostromtarif wechseln ist ein Faktum. Obwohl die Tarife teurer sind, als Graustrom aus Kohle. Selbst zur Hochzeit der Kernenergie in den frühen 1980er Jahren, war die Energiemenge aus CO2-Neutraler Stromerzeugung nicht so hoch, wie im Jahre 2013. Dennoch steigt der Kohlendioxid-Fußabdruck der Stromerzeugung in diesem Jahr voraussichtlich um 1,3% (Quelle DIW via Bloomberg).

Sonne statt Kohle! forderte Metropolsolar in einem Betriag in der vergangen Woche und zeigt auf einer Grafik sehr deutlich, welche Rolle die einzelnen Erzeugungen im Lastgang haben. PV-Strom als BürgerEnergie, die unterstützt wird:

Bei einem schnellen Ausbau der Erneuerbaren Stromproduktion können sinnvoll nur noch flexibel regelbare Module ergänzend eingesetzt werden: z.B. Gaskraftwerke, Speicher und Lasten, die Strom dann aus dem Netz ziehen, wenn er im Überschuss vorhanden ist. Technisch ist das möglich. (Metropolsolar)

Der Beitrag kommt zu dem Schluss, dass es sich aktuell nicht rechnet, wegen verzerrter Rahmenbedingungen. Diese Bedingungen fördern aktuell eher eine Zunahme der Kohleverstromung und hemmt die Stützung der Gasverstromung als Brückentechnologie. Könnte die Gasverstromung eine Rolle Hand-In-Hand mit Wind und Sonnenstrom zukommen, so wird sie auf diesem Markt verdrängt. Im Nachgang zur Beitragsserie “In 30 Stunden schalte ich das Licht ein” erreichten mich einige Kommentare, die darauf hindeuten, dass Ausgleichenergie der Wachstumsmarkt für Kohlestrom ist.

Doch woher kommt eigentlich die Kohle? Eine Antwort liefert eine aktuelle Avaaz Aktion:

Obwohl unser Planet akut vom Klimawandel bedroht ist, soll im Norden Australiens die weltgrößte Kohlebergbau-Anlage errichtet werden. Und der Schifffahrtsweg zum Hafen soll quer durch einen unserer größten Umweltschätze verlaufen — das Great Barrier Reef!




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik

Schlagworte:

CO2 (47) | Emission (57) | Kernkraftwerkt | Energiewirtschaft (43) | Stromerzeugung (91) | Kohleboom (2) | Gestehungskosten | Ökostromtarif (2) | Metropolsolar




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