Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Leistungsschutzrecht ist ab heute geltendes Recht

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Leistungsschutzrecht ist ab heute geltendes Recht

01.08.13  10:20 | Artikel: 955798 | News-Artikel (Red)

Leistungsschutzrecht ist ab heute geltendes RechtAb heute gilt das seit langem umstrittene Leistungsschutzrecht für Presseverlage (LSR). Suchmaschinen und News-Aggregatoren dürfen Snippets nur noch mit Zustimmung der Anbieter in Ihren Index aufnehmen. Für Google hingegen gibt es kaum Veränderungen.

Bereits vor Wochen fragte Google per Mail bei den Verlegern an, ob die Veröffentlichung von Nachrichtenartikeln - mit Schlagzeile und Textauszug (Snippets) - mit Inkrafttreten des LSR bestehen bleiben soll oder nicht. Ein Großteil der Anbieter inklusive der großen Verlage wie z.B. der Springer-Verlag, der maßgeblich an der Umsetzung des Gesetzes beteilig war, entschied sich, weiterhin über Google News präsent zu sein. Hierfür war eine explizite Zustimmung notwendig.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) kritisiert nach wie vor die Einführung des LSR und erklärt in einer aktuellen Pressemeldung:

"Wir haben von Anfang an gewarnt: Das Gesetz ist innovationsfeindlich und schadet gleichermaßen den Internetnutzern wie der Netzwirtschaft. Genau das erleben wir jetzt", so BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Quelle

Das nun gültige LSR mag innovationsfeindlich sein, jedoch hauptsächlich im Bereich der Nachrichten-Aggregation und dem Verkauf der gewonnenen Informationen. Viele Verlage - wir ebenfalls - stellen seit ein paar Monaten einen rasanten Anstieg von Robot-Zugriffen fest, die einen Großteil unserer redaktionellen Beiträge scannen. Gleichzeitig sind Kunden-Zugriffe über entsprechende Aggregations-Plattformen zu verzeichnen.

Wir leiten daraus ab, dass es zunehmend solche Aggregations-Plattformen gibt, die ihren Kunden eine maßgeschneiderte Übersicht von Nachrichten zur Verfügung stellen. Dabei ist ein Lesen des Einzelartikels eigentlich gar nicht mehr nötig, so das es z.B. für viele Unternehmen völlig ausreicht zu wissen, wie groß die aktuelle Popularität ist oder wie die Stimmung im Netz gerade ist. Hier gehen definitiv Leser verloren.

Die Gewinnspannen solcher Anbieter sind voraussichtlich recht hoch, da hier eigentlich keine Kosten für den Einkauf anfallen. Das gewerbliche, suchmaschinenähnliche Abgreifen und Verarbeiten von Fremd-Informationen ist hier genau das Problem, das durch das LSR eingedämmt werden soll.

Im Allgemeinen fragen solche Anbieter nämlich nicht nach, ob die gecrawlten Informationen verwendet werden dürfen. Selbst die Robots weisen sich im Normalfall nicht aus, so dass ein Zweck erkennbar bzw. ein Widerspruch möglich wäre. Wir werten das als ein klares Indiz dafür, dass die Anbieter durchaus wissen, das dieses Sammeln nicht korrekt bzw. ab heute nicht legal ist.

Eine Identifikation über die entsprechende IP-Adresse ist pauschal nicht möglich. Meist ist nur der Provider als Anbieter erkennbar und Nachfragen bezüglich der aktiven Dienste werden kaum beantwortet. Insofern wird es durchaus zu einer Reihe von gerichtlichen Auseinandersetzungen kommen müssen.

Wir werden sehen, ob sich ab heute etwas ändert.

lesen Sie auch:

21.12.12: Grabenkrieg um Leistungsschutzrecht eskaliert; Hintergründe und Antworten zum geplanten Gesetz



Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



1 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben

Thorsten Zoerner Dienstag, 6. August 2013 um 01:51

In anderen Worten formuliert: Das LSR wie es heute definiert ist, soll dafür sorgen, dass Redaktionen und Autoren mit ihren Werken nicht zum Teil einer Wertschöpfung werden, von denen sie nichts haben. Als Blogger geht es mir dabei nicht um finanzielle Entlohnung.

Aggregatoren, die ihre Dienste (kostenpflichtig) anbieten verfolgen nicht das Ziel Nachrichten zu verbreiten, sondern potentielle Abmahngründe zu identifizieren.


Themenbereiche:

Leistungsschutzrecht | Zeitung | Internet | Google

Schlagworte:

Leistungsschutzrecht (21) | Gesetz (61) | Presseverlage (10) | News (18) | Aggregation




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@955798







© by Proteus Solutions GbR 2018


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
20.10.17 | Artikel: 980028
Kommentar: Programmierkenntnisse in Deutschland

Erst gestern veröffentlichte der Digitalverband Bitkom eine Studie über die Programmierkenntnisse von Jugendlichen. «Gerade einmal jeder zehnte Jugendliche (11 Prozent) kann eigene Programme schreiben oder Webseiten erstellen lautet die Kernaussage dort.

25.12.17 | Artikel: 980032
Alle Jahre wieder: «Ich mag Schnee» - eine lustige Geschichte

Das Jahr ist fast vorbei und die Feiertage geben die Gelegenheit mal ein wenig auszuspannen. Grund genug nicht nur Artikel über Tagesgeschehen und Fachtehmen zu veröffentlichen.

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
16.5.17 | Artikel: 980011
Update: Weltweite Cyber-Sicherheitsvorfälle durch Ransomware

Die Gefährdungslage durch die aktuellen Cyber-Angriffe mit der Ransomware «WannaCry» ist unverändert. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beobachtet die Lage weiterhin intensiv und unterstützt Betroffene in Deutschland bei der Bewältigung der Vorfälle. …

24.8.17 | Artikel: 980022
Übersichtlich, intuitiv und sicher: Online-Banking-Nutzer sind zufrieden

Die Bankgeschäfte bequem vom heimischen Sofa aus erledigen, per Video-Chat über die Finanzen beraten lassen und unterwegs schnell eine Überweisung tätigen: 73 Prozent der Internetnutzer setzen auf Online-Banking (2016: 70 Prozent).

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.
14.10.17 | Artikel: 980025
Studie: Jeder dritte Deutsche lehnt Kartenzahlung ab

30 Prozent der Bundesbürger lehnen Kartenzahlung eher ab und zahlen bevorzugt in bar. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage (n=1018) von TNS Kantar im Auftrag des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.

23.6.17 | Artikel: 980018
Bitkom zum so genannten «Staatstrojaner»

Zur Gesetzesänderung, die den Einsatz von so genannten «Staatstrojanern» zur Überwachung der verschlüsselten Messenger-Kommunikation auf Smartphones erlauben soll, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr.

Sie suchen nach speziellen Lösungen?
Wir helfen gerne weiter...