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Autarke Energienutzung am Beispiel der Berliner Wasserbetriebe

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Autarke Energienutzung am Beispiel der Berliner Wasserbetriebe

06.08.13  06:30 | Artikel: 955804 | News-Artikel (Red)

Autarke Energienutzung am Beispiel der Berliner Wasserbetriebe

In einem abgeschlossenen System ist der Verlust von Energie nicht möglich. (Energieerhaltungssatz frei nach Hermann von Helmholtz)


Bedenkt man, dass Energie eigentlich nicht verbraucht werden kann, ist Nachhaltigkeit nicht sonderlich schwer. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass es sehr viel Detailwissen benötigt, um wenigstens in Ansätzen den Energieerhaltungssatz von Hemholtz zum Leben zu erwecken.

Die Berliner Wasserbetriebe benötigen zur Erfüllung ihrer Aufgabe bei ca. 3.500.000 Kunden eine Energiemenge, die dem Verbrauch der Stadt Wiesbaden (ca. 280.000 Einwohner) entspricht.

Wenn das Energiebudget jedes 13. Bürgers in die Wasserwirtschaft fließt, lohnt es sich schon allein aus Sicht eines kommunalen Wirtschaftskreislaufs einen näheren Blick auf die Möglichkeiten des Energieerhaltungssatzes zu werfen. Auf den Seiten zur Nachhaltigkeit der Berliner Wasserbetriebe finden sich die Details.

“Viel Wind ums (Ab-)Wasser” lautete der Titel einer Pressemitteilung der BWB im Februar 2013. Für das Klärwerk Schönerlinde konnte zumindest an Tagen mit viel Windenergie eine Unabhängigkeit von externen Energiequellen erzielt werden. Externe Energie bedeutet in diesem Falle von externem Strom. Laut Strommix Navigator hat dieser Strom zwar einen hohen Anteil an Windenergie (>33%), jedoch sind auch ~19% Erdgasverstromung im Jahresschnitt vorhanden.

Seit dem Jahre 1985 existiert das Klärwerk Schönerlinde und wurde seither mehrfach umgebaut und erweitert. Die neuste Erweiterung war der Aufbau von 3 Windrädern mit jeweils 2 MW Kapazität im November 2012. Da die schwankende Erzeugung aus diesen Anlagen gezielt in die Prozesse integriert werden können, wird ein Eigenstromanteil von 76% für das Jahr 2013 erwartet. Ein Blockheizkraftwerk und eine Mikrogasturbine sind bereits vorhanden und sorgen für eine 97% Unabhängigkeit bei der benötigten Wärmeenergie.

Die Nutzung von Klärgase ist nicht neu. Nach der Kraftwerksliste der Bundenetzagentur liefern die Anlagen im Bundesgebiet derzeit ca. 90 MW für das öffentliche Stromnetz. Deutlich höher dürfte der Anteil der selbstgenutzten Strommenge sein. Die Herausforderung im Klärprozess besteht darin, dass für den Erhalt des Klärgases bereits Energie aufgebracht werden muss. Dieses Henne-Ei Problem kann durch eine zusätzliche Energiequelle, wie der Windkraft, ausgeglichen werden. Die schwankenden Erträge aus dem Windpark ist bei dieser Kopplung kein wesentliches Problem mehr.

Schon bevor das Abwasser die Kläranlage erreicht, kann ein Schritt in Richtung eines funktionierenden Energieerhaltungssatzes gemacht werden. Abwasser enthält Wärmeenergie, die über einen Wärmetauscher nutzbar wird. So wird im Stadtteil Lichtenberg ein Möbelhaus im Winter beheizt und im Sommer gekühlt (weitere Details im Nachhaltigkeitsbericht der BWB – Seite 18f).

Helmholtz lehrt uns, dass Energie nicht verbraucht werden kann. Man kann sie nur sinnvoll(er) nutzen. Nachhaltig ist, für den eigenen Verantwortungsbereich eine zweckmäßige Nutzung zu erzielen.

Dieser Beitrag wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung von Berliner Wasserbetriebe.




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik

Schlagworte:

Autarkie (3) | Energienutzung | Wasserbetriebe | Klärgase | Energiemenge (3) | Unabhängigkeit (6)




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