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Kommentar: Die Subvention von Ökostrom kotzt mich an!

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Kommentar: Die Subvention von Ökostrom kotzt mich an!

07.08.13  07:13 | Artikel: 955809 | News-Artikel (Red)

Kommentar: Die Subvention von Ökostrom kotzt mich an!Schon der erste Fehler, es ist keine Subvention, denn dafür müsste es eine Steuer sein – und eine klare Ausschreibung…

Fällt denn eigentlich niemandem auf, dass die Energiewende – besser gesagt die Stromwende – genauer gesagt der Ausstieg aus der Kernenergie und der Trend zum Wegfall der Verstromung von Dinosauriern nur über einen Punkt gestoppt wird: Strompreis! Strompreis! Teuer!

Das schlimmste ist, dass die Macher der Stomwende selbst alles tun, damit dem so bleibt. Ein kleiner Tatsachenbericht, warum ich für die vollständige Abschaffung jeglicher Förderung, Subvention im Energiesektor bin.

Die Modellrechnung eines Solarteurs meines Vertrauens wirft fragen auf. Warum steht an Punkt 1 der Argumentation eigentlich die Rendite? Selbst nach der Berechnung des Eigenverbrauchs ist in jedem zweiten Satz das Wort Rendite von XY%. Deutlich mehr als auf dem Sparbuch – schön, aber ich wollte eigentlich etwas ganz anderes: (Meine) Kosten senken.

Die Bitte in der Rechnung beim Punkt “Stromverkauf/Netzeinspeisung” den Wert von “0 Euro” einzusetzen führt nicht nur zu Unverständnis, sondern wird mit den Worten kommentiert: Das kann die Software nicht.

Die Förderanträge für Speicher, Kredit und Co. – freundlich als “Papierkram” umschrieben – erinnern stark an das Marathonmeeting mit meinem Bankberater, als ich damals auf die irrwitzige Idee kam, ein Haus zu bauen. Notwendiges übel einer Finanztransaktion?

Finanztransaktion! Genau das ist es, was man einem “Investor” in die Energiewende heute verkaufen will. Ich bin kein Schiffs-Reeder, ich bin auch kein Fondsmanager – und ich will in der Zukunft auch kein Energieversorger sein. Klar, soll sich alles was ich mache kostendeckend und am besten kostensenkend sein. Aber bitte ohne Nebeneffekte für andere Mitglieder der Gesellschaft.

Aktuell lese ich das Buch “Die große Volksverarsche” von Hannes Jaenicke. Vielleicht bin ich deshalb so gereizt…

Je mehr Herumgetrickse und offensichtliche Ungerechtigkeiten es im Zusammenhang mit den Kosten für die Energiewende gibt, detso geringer wird die Bereitschaft des einzelnen sein, für den Klimaschutz zu zahlen. (Hannes Jaenicke)

Herumgetrickse im Wald der Subventionen, Förderungen und anderen Effekten suggerieren mir das Bild, dass man besonders clever ist, wenn man nur möglichst viel Geld kassiert. Profit macht! Ähnlich den Steuersparmodellen, die mir regelmäßig irgendwo angepriesen werden. Wer Wege zur “Optimierung” der Steuerlast verfolgt, der klaut den anderen Bürgern das Geld.

Als ich dem Solarteur erkläre, dass ich kein Dachgold (Sorry Cornelia für die Verwendung deines Blog-Namens) , sondern Nachhaltigkeit wünsche, ernte ich einen Blick, als ob mein Gegenüber sich überlegt, ob er einen Krankenwagen zur Zwangseinweisung in die Psych holen soll – oder lieber selbst fahren will, um sicherzustellen, dass ich auch tatsächlich ankomme.

Wirklich schlimm ist, dass suggeriert wird, dass es ohne Getrickse, Subvention, Förderung nicht geht. Das Gegenteil ist der Fall! Eigenverbrauch rechnet sich, selbst wenn man den eingespeisten Strom verschenkt. Onshore-Windkraft rechnet sich, selbst wenn man direkt vermarktet (beweist mehr als 80% des erzeugten Stroms). Biomasse und Biogas rechnet sich, wenn man diese als Regelleistung anbietet. Laufwasser rechnet sich, wenn man damit langfristige Kontrakte abschließt.

Jaja, die andere Seite kassiert auch. Stimmt! Gehört genauso abgeschafft! Volle Kosten inklusive Abbau, Entsorgung und CO2-Zertifikat für alle. Bedingungslos, ausnahmslos. Eigentlich müsste doch die FDP für einen solch liberalen Markt sein?

In einem ziemlich naiven Blogpost stand am Montag die folgende Kritik zum Generationen-Manifest:

Doch zugegeben: Ihre Vision hat was. Wie alle Visionen von Querdenkern und Ökopionieren mit beschränkter Haftung. Wenn die Rechnung kommt, sind die Urheber längst über alle Berge. Idealerweise irgendwo am Genfer See, umsorgt von einer Schar dienstbarer Geister. (Quelle: Achgut)




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Kommentar

Schlagworte:

Finanztransaktion | Hannes Jaenicke | Energiewende (372) | Volksverarsche | Ungerechtigkeiten (2) | Getrickse | Subvention (30) | Förderung (30)




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