Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Bundestagswahl 2013 - Kommentar zur Strompreisdebatte

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Bundestagswahl 2013 - Kommentar zur Strompreisdebatte

17.08.13  11:00 | Artikel: 955851 | Proteus Statement

Bundestagswahl 2013 - Kommentar zur StrompreisdebatteGefühlt sind es nur noch ein paar Tage bis zur Wahl. Viele Abgeordnete oder die, die es noch werden möchten sind so im Stress, das Volk face-2-face beeindrucken zu wollen, dass sie gar nicht mehr zum Beantworten von Interview-Anfragen kommen.

Auf der anderen Seite geht es gerade in die heiße Phase: Die etablierten Abgeordneten überbieten sich gerade mit Ideen, wie denn der Bürger vor hohen Strompreise geschützt werden kann. All das, was man unter Umständen mal vor Monaten gesagt hat, scheint bei so manchen Mandatsträgern in die Schublade "Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern" gesteckt zu werden.

Das ausgerechnet die FDP mit einem Male den Grundgedanken des Sozialismus aufnimmt und sich um die armen Harz-IV-Empfänger Sorgen macht, ist schon höchst skurril. (z.B. Quelle)

Man kann jedem mündigen Bürger nur raten, sich im Netz genauer zu informieren und nicht nur Schlagzeilen zu lesen. Die mentalen Rohrkrepierer, die derzeit am lautesten schreien, müssen nicht immer Recht haben. Oft genug wird nur das Mäntelchen nach dem Wind gehängt, um Punkte im Wahlkampf zu gewinnen. Ähnliches gilt für eine Reihe von Reichsbedenkenträgern, die vehement gegen alles halten. Die Politik nach der Wahl sieht dann üblicherweise anders aus.

Wahllügen nennt man das wohl.

Den Wahlkampf allein führen jedoch beileibe nicht nur die Politwanzen, sondern - hinter den Kulissen - die Industrie- oder Lobbyverbände, die solche Leute ggf. finanzieren oder in sonstiger Weise unterstützen. So merken teilweise auch die Energieblogger, dass es vermehrt Kommentar-Aktivitäten bei Beiträgen gibt. Hier sind einige Schreiber erstaunlich fachlich bewandert. Das ganze Jahr über ist allerdings von solcher Begründungs-Vehemenz kaum etwas zu spüren.

Kollegin Tina Ternus ist dem Phänomen schon seit langem auf der Spur. Teilweise kann man hier fast von einer Gleichschaltung der Medien durch die Lobby der Energieversorger reden, auch wenn diese in den letzten Tagen jammern.

Den Kollegen von den Medien kann man nur ähnliches empfehlen: Einfach mal die Pressemitteilung oder den vorgefertigten Text genauer durchlesen und ggf. - ja, auch wenn die Zeit knapp ist - genauer recherchieren. Immerhin sollten die Medien ja einen klaren Auftrag haben.

Zum Schluss - und mit einem freundlichen Gruß zum Wochenende:

Man weiß ja, was man von unseren Zeitungen zu halten hat:
Da notiert der Schwerhörige, was ihm der Blinde berichtet, der Dorftrottel korrigiert es und die Kollegen in den anderen Pressehäusern schreiben es ab.
Jede Geschichte wird von neuem aufgegossen mit dem selben abgestandenen Lügensud, um dann anschließend das herrliche Gebräu dem ahnungslosen Volke zu kredenzen.

Zitat aus: Er ist wieder da, Timur Vermes, Eichborn Verlag, ISBN: 978-3-8479-0517-2





Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



2 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben

Menschenrechtler Donnerstag, 22. August 2013 um 13:39

Es scheint so, als ob für die Parteien Balzrituale, Rang- und Revierkämpfe zum Zwecke der Machtausübung und des Machterhalts und manchmal, bei religiösen und/oder fundamentalistischen Parteien, auch die eigenen Agenden wichtiger sind, als das Wachstum und Wohlergehen des Volkes und der gesamten terrestrischen Bevölkerung. Der Demokratieverkörperungsgrad ist – allein schon systemimmanent – recht gering. Durch den Entitätscharakter der Parteien und die damit verbundenen Gesamtagenden hat man als Wähler nicht die Möglichkeit, wirkliche Repräsentanten der eigenen Meinung zu finden. Man kann also nicht behaupten, dass das traditionelle Parteiensystem ein erfolgreicher Ausdruck der Bemühung um Demokratie ist. Ganz im Gegenteil drängt sich manchmal, etwa bei Verflechtungen mit der Finanzwelt oder der Lobby, der Eindruck auf, dass sich im politischen System schleichend und fließend eine neue Art der Aristokratie etabliert, die das System zum eigenen Vorteil zweckentfremdet und gestaltet. (von http://oeko-habitate.de/buecher/politik/leseproben ).

Menschenrechtler Samstag, 24. August 2013 um 21:53

Das Mehrparteiensystem ist untauglich, denn Macht verändert den Charakter (vgl. z.B. http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/psychologie-was-macht-aus-uns-macht-1590134.html ).
So wollen z.B. Politiker der jeweiligen Regierungsparteien bevorzugt Bürgerrechte abschaffen und die unterlegenen Parteien der Opposition halten eher zum einfachen Volk. (vgl. http://www.buergerrechte-waehlen.de/index.php?option=com_content&task=view&id=25&Itemid=40 und http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_deutschen_Bundesregierungen , http://www.welt.de/debatte/kommentare/article108124972/Bundestag-verkauft-Buergerrechte-in-nur-57-Sekunden.html und http://www.tagesschau.de/inland/meldewesen102.html und nicht zuletzt die Ablehnung des gesetzlichen Schutzes von Whistleblowern durch Regierungsfraktionen- http://www.whistleblower-net.de/blog/2013/06/14/bundestag-lehnt-gesetzlichen-schutz-von-whistleblowern-ab/ .
„Heiße Tips“ zur Bundestagswahl sind unter http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=MSHY2GDMGu4 zu finden.


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | BTW2013

Schlagworte:

Strompreisdebatte (4) | BTW2013 (9) | Abgeordneten (3) | Wahllügen | Abgeordnete (5) | Sozialismus | Politwanzen




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@955851







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

Sie suchen nach speziellen Lösungen?
Wir helfen gerne weiter...
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

13.9.16 | Artikel: 970082
Trendmonitor: 68 Prozent der Deutschen kennen Energieverbrauch im eigenen Haushalt nicht

Den Bundesbürgern fehlt elementares Wissen, wenn es um den Energieverbrauch zuhause geht: 68 Prozent haben den eigenen Heizungskeller als größten privaten Energieschlucker nicht auf der Rechnung.

aktuelle Informationen an Ihre Zielgruppe verschicken?
Newsletter Server V3: einfach, schnell, günstig!
29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

29.9.16 | Artikel: 970086
GrünStromJetons digitalisieren die Energiewende

Dass der persönliche Ökostromtarif am tatsächlichen Strommix aus der Steckdose nichts ändert, hat sich herumgesprochen. Dieser Umstand sorgt bei vielen umweltbewussten Verbrauchern für Ernüchterung.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
28.9.16 | Artikel: 970085
Vollständige Erdverkabelung in Baden-Württemberg

«Energiepolitisch vernünftig und nachvollziehbar», nannte Umweltminister Franz Untersteller die heute bekannt gewordenen Netzausbaupläne des baden-württembergischen Netzbetreibers TransnetBW.

20.10.16 | Artikel: 970090
Wie Tesla die Autobranche das Fürchten lehrt

Während sich die großen Automobilkonzerne weiterhin schwer tun, den großen Wurf im Bereich der E-Mobilität zu landen, feiert Tesla mit seinen reinen Elektrofahrzeugen weltweit Erfolge.