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Fell: RWE, E.On und Co. drohen schon lange mit Abschaltungen, endlich machen sie ernst

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Fell: RWE, E.On und Co. drohen schon lange mit Abschaltungen, endlich machen sie ernst

19.08.13  09:00 | Artikel: 955856 | News-Artikel (Red)

Fell: RWE, E.On und Co. drohen schon lange mit Abschaltungen, endlich machen sie ernst
Hans-Josef Fell, MdB
Sprecher für Energiepolitik
der Bundestagsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen
Seit Wochen und Monaten laufen Peter Terium und Johannes Teyssen, die Chefs von RWE und E.On durchs Land und verkünden, sie werden Kraftwerke abschalten, wenn die Regierung nicht ein paar neue Subventionen für fossile Kraftwerke springen lässt. Während konservative Medien panisch vor dem Blackout warnen, ist die viel wichtigere Frage, wann machen Terium und Teyssen ihre Drohungen endlich wahr.

Bei RWE scheint es jetzt soweit zu sein. Terium kündigte an 3100 Megawatt fossile Kraftwerksleistung in Deutschland und den Niederlanden abzuschalten. Die Begründung ist besonders erhellend: Kohle- und Gaskraftwerke und selbst abgeschriebene Atomkraftwerke sind gegenüber den Erneuerbaren Energien nicht mehr wirtschaftlich. Kraftwerke mit weiteren 6000 Megawatt Leistung stünden unter kritischer Beobachtung. Auch bei E.On werden Stilllegungen von insgesamt 11000 Megawatt diskutiert.

Hier zeigt sich, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien nun auch ökonomisch zum Klimaschutz führt. Die Schließung der fossilen klimaschädlichen Kraftwerke ist ein großer Erfolg, der weit früher gelingt, als viele geglaubt haben. Damit eröffnet sich auch die Perspektive, dass Atomkraftwerke früher als im Atomgesetz festgelegt, abgeschaltet werden und trotzdem zusätzlich mit dem Schließen von Kohlekraftwerken Klimaschutz gelingt. Vor wenigen Jahren hat kaum jemand diese Grüne Zielvorstellung für möglich gehalten. Doch die Ankündigungen von RWE und E.On zeigen, dass dies schon in den nächsten Jahren Realität wird.

Befürchtungen, dass wegen des Abschaltens der Kohlekraftwerke Stromengpässe entstehen, können dadurch ausgeräumt werden, da die Netzbetreiber ja verpflichtet sind für die Netzstabilität und Versorgungssicherheit zu sorgen, was zum Beispiel mit einer vertraglich gesicherten Kaltreserve von Jahr zu Jahr erfüllt werden kann. Der Neubau von fossilen Kraftwerken macht nun auch ökonomisch keinen Sinn mehr. Wenn schon alte abgeschriebene Kraftwerke nicht mehr ihre Betriebskosten erwirtschaften können, wie sollen denn neue dies schaffen, sie müssen ja noch die kapitalkosten zusätzlich zu den Betriebskosten erwirtschaften.

Ein schneller weiterer Ausbau der Erneuerbare Energien kann sehr wohl auch die Stromversorgungssicherheit gewährleisten. Mit einem intelligenten Mix aus Erzeugungskapazitäten aus Erneuerbaren Energien, intelligentem Lastmanagement, dem Ausbau der Speicher und Netzintegration, unter der vorübergehenden Einbindung der Kaltreserve aus Bestandskraftwerken kann dies geleistet werden. Es wird nun Zeit, dass auch die Union und die FDP die Signale von RWE verstehen und endlich den Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht weiter attackieren, sondern forcieren.

Die angekündigte Abschaltung der Kraftwerke kann auch noch für einen weiteren Effekt sorgen. Zur Zeit haben wir in Deutschland eine Stromüberproduktion, wodurch die Börsenstrompreise zusätzlich unter Druck geraten. Wenn jetzt alte fossile Erzeugungskapazitäten abgeschaltet werden, kann das zu steigenden Börsenstrompreise führen. Das wiederum führt zu einem Sinken der EEG-Umlage.




Autor: Hans-Josef Fell, MdB

www.hans-josef-fell.de

Hans-Josef Fell ist energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Bundestages seit 1998. Wir veröffentlichen regelmäßig einen Teil der wöchentlichen Infobriefe.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik

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Peter Terium (11) | Johannes Teyssen (3) | RWE (55) | E.On (22) | Abschaltungen (2) | Kraftwerksleistung (2) | Subventionen (20) | Blackout (16) | Atomkraftwerke (14) | Stromversorgungssicherheit




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