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Stromproduktion aus Braunkohle und Steinkohle mit deutlichem Plus ...

21.08.13  07:15 | Artikel: 955864 | News-Artikel (Red)

  • 20% weniger Treibhausgase,
  • 20% weniger Energieverbrauch,
  • 20% Energie aus Erneuerbaren
bis 2020.

Zu dem 20%-Dreiklang haben sich die EU-Mitgliedstaaten bereits im Jahre 2008 verpflichtet. Selbst das Ziel 20% Energie (nicht Strom!) aus Erneuerbaren ist in Deutschland noch in weiter Ferne.

Vergleicht man die ersten Halbjahre 2012 und 2012, dann ist in Deutschland die Braunkohleverstromung um 2 TWh (+2,85%) und die Steinkohleverstromung um 4 TWh (+7,54%) gestiegen, wie die FAZ mitteilt. Die Stromerzeugung aus thermischen Kraftwerken ist damit ein Boom Geschäft und zeigt den Erfolg einer marktwirtschaftlich orientierten Förderungspolitik, wie auch eine Kurzstudie von Greenpeace Energy belegt.

Und wir wissen auch, dass wir inzwischen ein Revival von Kohlekraftwerken haben. Und das hat damit zu tun, dass das EEG ohne eine Zertifikatebegrenzung so eben nicht mehr funktioniert. Und insofern exportieren wir sogar schmutzigen Strom. Und hier muss sich dezidiert etwas ändern. Und das können wir gemeinsam mit der SPD umsetzen. (Katrin Göring-Eckardt, Bündnis 90/Die Grünen gegenüber Deutschlandfunk)

Erdgas, welches in der Förderung mit lediglich 3 Mrd. Euro subventioniert wird, spiegelt sich in der gesunkenen Stromerzeugung um 4,6 TWh wieder. Nach dem Inhalt der Kurzstudie werden die Kraftwerke entsprechend ihrer CO2 Emission gefördert. Braunkohle mit 13,9 Mrd. Euro, Steinkohle mit 12,4 Mrd. Euro.

In Anbetracht dieser beachtlichen Erfolge in der Kohleverstromung erscheinen Meldungen wie die des Essener Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD) unter einem ganz neuen Licht. In Essen hat RWE seinen Stammsitz, des weiteren ist E.ON und der Kraftwerksbetreiber Steag vertreten. Man fürchtet sich um die zurückgehenden Einnahmen im Städtischen Haushalt. Nicht unbegründet, erinnert man sich, dass E.ON bisher lediglich bis zum Jahre 2015 hinein seine Erzeugung verkaufen konnte und somit von der Strompreisentwicklung nur profitieren kann. Bei der RWE ist die Stromerzeugung laut Geschäftsbericht 2012 um 10% gestiegen (2011 zu 2012).

Für den privaten Stromkunden kann der Boom der Kohleverstromung auch etwas positives bringen, denn die Steag hatte im Zusammenhang mit dem Kraftwerk Lünen die Grenzkosten für die Kohleverstromung offen gelegt: 6,5 Cent je kWh. Geht man nun davon aus, dass diese Kosten rund 1/4 des Endkundenpreises ausmachen kommt man auf einen Strompreis von: 26 Cent je kWh. Na schauen wir mal ...




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik

Schlagworte:

Braunkohleverstromung (5) | Kohlekraftwerke (28) | Endkundenpreise (5) | Grenzkosten (3) | Strompreisentwicklung (4) | E.ON (22) | Steag (2)




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