Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Statistische Bestandsaufnahme der Sekundärregelenergie

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Statistische Bestandsaufnahme der Sekundärregelenergie

28.08.13  12:36 | Artikel: 955888 | News-Artikel (Red)

Statistische Bestandsaufnahme der SekundärregelenergieDie Regelenergie dient dazu die Abweichungen zwischen dem tatsächlichen Verbrauch und dem prognostizierten Verbrauch auszugleichen. Realisiert wird dies, indem die 4 Übertragungsnetzbetreiber fortlaufend die Frequenz des Stromnetzes kontrollieren.

Wird mehr Strom aus dem Netz genommen, so geht die Frequenz nach unten, und positive Regelenergie wird zur Haltung der Frequenz benötigt. Ist der Verbrauch von elektrischer Energie zu gering, so geht die Frequenz nach oben und es muss elektrische Energie aus dem Netz genommen werden.

Generell existieren drei verschiedene Arten von Regelenergie: Primär, Sekundär und Minutenreserve, sie unterscheiden sich von der Zeit zwischen Abruf und der tatsächlichen Verfügbarkeit. 30 Sekunden für die Primär, 5 Minuten für die Sekundär sowie 15 Minuten für die Tertiär (Minutenreserve).


Sekundärregelenergie in Deutschland 2012
In diesem Beitrag soll ein näherer Blick auf die Sekündärregelenergie (SRL) geworfen werden, da diese nicht für kleinere Lastschwankungen notwendig ist – und auch nicht über einen Zeitraum, der zu lange ist, wie bei der Minutenreserve. Besonders soll die destabilisierenden Auswirkungen des Stromhandels als Einflussfaktor minimiert werden. Zur Abgrenzung soll an dieser Stelle auch festgestellt werden, dass blog.stromhaltig eine eigene Abgrenzung von Regelenergie und Ausgleichenergie verwendet.


Im Jahre 2012 wurden im Deutschen Netzregelverbund laut dem Informationsportal der Übertragungsnetzbetreiber fast 5 TWh an Sekundärregelenergie abgerufen. Auffallend ist, dass ~58% der Strommenge auf negative Regelenergie fällt, also eine aktive Verminderung der Leistung. Bei einem Gaskraftwerk wie Irsching ist dies unmittelbar mit einem geringeren Verbrauch des Primärbrennstoffes verbunden. Da allerdings die Regelenergie ein wichtiger Bestandteil der Netzstabilität ist, wird dies dem Kraftwerksbetreiber dennoch vergütet.


Zeitlicher Verlauf der Tagesabrufmenge - Sekundärregelenergie
Betrachtet man die Abrufmengen der SRL im zeitlichen Verlauf zwischen dem 26.06.2011 und dem 31.07.2013, so bewegt diese sich fast immer in einem schmalen Band zwischen +/- 12,5 GWh/Tag (Hinweis: Umrechnung der 15 Minuten Werte auf Stunden beachten, um Leistung und Arbeit umzurechnen!). Ausreißer, existieren 3 mal, die eine sehr geringe Notwendigkeit von positiver Regelenergie und sehr hoher Anteil negativer Regelenergie mit sich bringen (gelb markiert). Durch Korrelation der Daten von ecowetter findet man ein moderates Vorhandensein von Wind und Sonne im gesamten Bundesgebiet. Allerdings ist an diesen Tagen die Bandbreite des EPEXSpot Preises sehr stark.


Analyse der Abrufmengen nach Wochentag -
Sekundärregelenergie
Untersucht man für den gleichen Zeitraum die Abrufmengen nach Wochentag, so kommen für das Produkt der positiven Sekundärregelenergie keine signifikanten Unterschiede zum Vorschein. Lediglich beim negativen Produkt gibt es eine Schwankungen, die aber zumindest grafisch keine Signifikanz zeigt.

Als letztes wurden die Abrufwerte für die 15 Minuten Blöcke des Tages ausgewertet. Signifikant sind hierbei die Abendstunden und die Zeit zwischen 06:00 und 07:00 Uhr. Beides sind Bereiche, bei denen die privaten Haushalte einen großen Teil ihres Stromverbrauch haben. Die Zeiten, bei denen die Industrie den meisten Strom aus dem Netz nimmt, sind die Schwankungen deutlich geringer.


SRL nach 15 Minuten Block des Tages
Die grafische /statistischen Analyse der Abrufmengen hat leider ihre Grenzen. Zwar lassen sich durch Korrelationen zu Rahmebedingungen der Erzeugung und des Verbrauchs Hyptothesen überprüfen, aber keine festen Regeln definieren, die eine verlässliche Minimierung zulassen. Eine logische Analyse verspricht jedoch, solche Regeln zu finden. Bei blog.stromhaltig wird es daher einen weiteren Beitrag geben, in dem einige Regeln vorgestellt werden, die für den Zeitraum der Untersuchung zutreffend sind.


ähnliche Artikel zum Thema:

30.07.12: 50,2 Hertz: Warum Energieversorger doch nicht so böse sind
25.02.13: Regelenergie – Sogar nicht erzeugter Strom lässt sich zu Geld machen
27.06.13: Basiswissen: Wozu braucht man eigentlich Speicherlösungen? - private Haushalte (1)
02.07.13: Basiswissen: Wozu braucht man eigentlich Speicherlösungen? - Deutschland und das Stromnetz (2)



Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Netze

Schlagworte:

Regelenergie (15) | Frequenz (10) | Korrelationen | Abrufmengen | Sekundärregelenergie (2) | Minutenreserve (3) | Primärbrennstoffe | Verfügbarkeit (8)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@955888







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

22.3.17 | Artikel: 980007
Energieversorger: Bitte aufwachen! Stromkunden wünschen sich neue Produkte und Dienstleistungen

Fragt man die Verbraucher, stehen die Türen für neue Geschäftsmodelle auf dem Energiemarkt weit offen. Ein großer Teil der Stromkunden zeigt sich bereit, innovative Angebote der Energieversorger zu nutzen.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.

18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.