Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

VKU: Neue Stadtwerke-Erzeugungszahlen

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










VKU: Neue Stadtwerke-Erzeugungszahlen

06.09.13  09:20 | Artikel: 955923 | News-Artikel (e)

VKU: Neue Stadtwerke-ErzeugungszahlenDeutsche Stadtwerke liefern wichtigen Beitrag zur Energiewende

Trotz der schwierigen Marktbedingungen konnten die kommunalen Stromversorger ihren Erzeugungspark in 2012 noch einmal leicht erweitern. Das ergab die jährliche Mitgliederumfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). Demnach befinden sich aktuell 20.434 Megawatt (MW) im Betrieb durch deutsche Stadtwerke, was im Vergleich zu 2011 (19.718 MW) einen Anstieg von 3,6 Prozent bedeutet.

Der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) liegt konstant bei 43,5 Prozent, der Anteil erneuerbarer Energien ist von 8,7 Prozent auf 11,4 Prozent gestiegen. Gemessen an der in Deutschland am Jahresende 2012 laut Jahresbericht der Bundesnetzagentur installierten Nettonennleistung in Höhe von 174,1 Gigawatt ist der Marktanteil allerdings rückläufig und liegt bei 11,7 Prozent (2011: 12,6 Prozent). Ursache dafür ist der überproportionale Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland, deren Anteil an den installierten Anlagen 2012 schon bei rund 44 Prozent lag, während sie nur gut 23 Prozent zur Stromerzeugung beitragen konnten. Der Anteil der Stadtwerkeanlagen an der in Deutschland sicher verfügbaren Leistung aus KWK und Kondensationskraftwerken lag hingegen bei 18 Prozent.

Die deutschen Stadtwerke lieferten 2012 damit wichtige Beiträge zur Energiewende, so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. "Ihre besondere Stärke liegt in der verlässlichen Bereitstellung von Versorgungssicherheit. Sie setzen dabei vor allem auf die Kraft-Wärme-Kopplung, auf Gas als Brückentechnologie und auf die erneuerbaren Energien als Lieferanten von "Energiewende-Strom".

Besonders engagiert sind die kommunalen Unternehmen bei den Kraftwerken, die sie im eigenen Versorgungsgebiet betreiben. Hier lag der Anteil der "Energiewende-Anlagen", also erneuerbare Energien und hocheffiziente KWK, sogar bei 72 Prozent. Reck: "Kommunale KWK-Anlagen und Gaskraftwerke produzieren den Strom, der für den Ausgleich der schwankenden Einspeisung der erneuerbaren Energien notwendig ist und für unsere Versorgungssicherheit sorgt. Das entspricht auch dem Selbstverständnis kommunaler Unternehmen: Wir wollen eine verlässliche und hochwertige Versorgung mit grundlegenden Infrastrukturgütern gewährleisten."

2012 befanden sich insgesamt 3.525 MW im Bau beziehungsweise im Genehmigungsverfahren. Der Schwerpunkt liegt dabei bei den hocheffizienten KWK-Anlagen mit 39,3 Prozent, der Anteil der erneuerbaren Energien bei 22,6 Prozent. Die Investitionen für Anlagen im Bau oder Genehmigungsverfahren sind allerdings rückläufig. Reck: "Stadtwerke investieren auch jetzt noch, vor allem im Bereich der KWK-Anlagen, aber die Lage wird immer schwieriger - das kann man am Rückgang der Anlageninvestitionen um ein Viertel erkennen." Wurden 2011 noch 8,6 Milliarden Euro investiert, waren es im vergangenen Jahr 6,2 Milliarden Euro. "Der Grund liegt in der Unwirtschaftlichkeit bestehender Anlagen und der damit fehlenden Ertragserwartung für Neuanlagen, was den derzeitigen politischen Rahmenbedingungen geschuldet ist."

Reck fordert, das Zielsystem vom Ende her zu denken: "Rechtzeitig zu Beginn der kommenden Legislaturperiode muss die Politik konkrete und sorgfältig geprüfte Handlungsoptionen mit Blick auf einen Energiemarkt der Zukunft angehen. Zum Ausgleich der erneuerbaren Energien brauchen wir auch auf lange Sicht noch moderne, flexible und effiziente konventionelle Erzeugungsanlagen. Für den Kraftwerkspark heißt das: Mehr hochflexible Gaskraftwerke und weg von der (Braun-)Kohle, die ökologisch nachteilig und nicht so flexibel ist. Im Moment sind die Anreizstrukturen aber genau andersherum. Wieso sollte jemand investieren, wenn er weiß, dass er mit seinem Kraftwerk kein Geld verdient."




(Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU))


0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Unternehmen

Schlagworte:

Stadtwerke (13) | Erzeugungszahlen | Energiewende (372) | Stromversorger (9) | Marktbedingungen (2) | Mitgliederumfrage (2)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@955923







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

12.6.17 | Artikel: 980014
Anteil an erneuerbaren Energien steigt weiter - Erneuerbare weltweit günstigste Energiequelle

Das Erneuerbare-Energien-Netzwerk «Renewable Energy Policy Network for the 21st Century» (REN21) hat die 12. Ausgabe des «Global Status Report 2017» veröffentlicht.

Werbung auf unserer Seite: 
Rufen Sie uns an: 0800 50 50 60 55
29.4.17 | Artikel: 980010
Baden-Württemberg: Entwicklung der erneuerbaren Energien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg hat im Auftrag des Umweltministeriums einen Bericht zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2016 erarbeitet.

27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

26.9.16 | Artikel: 970083
Tennet: «Strompreis Erhöhung von 80%»

Die Kollegen des Mediums «Die Zeit» haben eine beachtliche Meldung in Umlauf gebracht: «Stromanbieter Tennet erhöht Preise um 80 Prozent». Da bekommt man gleich Mut zum Lesen .

Diagramme & Infografiken
aus dem Bereich erneuerbare Energien
13.10.16 | Artikel: 970089
EEG-Umlage steigt: Handwerkstag sieht Akzeptanz der Energiewende auf der Kippe

Die EEG-Umlage steigt erneut auf Rekordniveau, kein Ende der Kostenspirale in Sicht. Angesichts der für Freitag angekündigten Bekanntgabe der Erhöhung übt Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold drastische Kritik…

24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.