Home UnternehmenProdukte
& Lösungen
Kompetenzen
& Services
erneuerbare
Energien
News
& Aktuelles
Impressum
& Kontakt
 
  

Wechsel des Stromanbieters! Macht des Kunden oder machtloser Kunde

Nachrichten
Aktuelles
Presse
Vorträge, Seminare
& Workshops
Bildschirmauflösungen, Browser, Statistik & Co.
Datenschutz
Suche










Wechsel des Stromanbieters! Macht des Kunden oder machtloser Kunde

13.09.13  08:45 | Artikel: 955953 | News-Artikel (Red)

Wechsel des Stromanbieters! Macht des Kunden oder machtloser KundeIm November 2012 rät der damalige Umweltminister Peter Altmaier im Interview gegenüber green.Wiwo den Stromkunden zum Wechsel, wenn sie mit der Preispolitik ihres Anbieters nicht zufrieden sind ...

Das ist erklärungsbedürftig und verlangt nach Transparenz. Verbraucher solcher Anbieter sollten ihre Freiheit nutzen, den Stromanbieter zu wechseln. (Quelle)

Anfang Oktober werden die ersten Preise für das Jahr 2014 bekanntgegeben. Noch immer könnte es eine Null-Runde geben – wenn nicht sogar eine Senkung der Preise (vergl. 2014 – Das Jahr der Strompreissenkung). Die Bezugskosten haben sich weiter verbessert und besonders die Grenzkosten der Stromerzeugung ist im Schnitt weiter gesunken. Eigentlich sollten die Stromkunden genug Möglichkeiten haben Druck auszuüben, doch tatsächlich sind sie machtlos.

Letzte Woche hatte ich aus einem ganz anderen Grund ein Interview mit einem Stadtwerk irgendwo in Deutschland. Die Mitarbeiterin erzählte, dass sie den ganzen Tag nichts anderes macht wie die Fehler in den Stammdaten der Kunden versuchen zu klären….

Wechselt man den Stromanbieter, dann sollte eigentlich alles vollautomatisch ablaufen. Der zuständige Netzbetreiber wird angefragt und liefert dem neuen Versorger die Stammdaten. Der alte Anbieter wird gekündigt und zum Wechseltermin wird man vom neuen Anbieter mit Strom versorgt. Was wie ein bequemer Service für den Kunden aussieht, bei dem man sich um nichts kümmern muss, hat aber seine Tücken.

Beispiel: Anbieterwechsel Wärmepumpe
Der Kunde betreibt eine Wärmepumpe und hat einen dazugehörigen Tarif. Mittlerweile ist man mit diesem Tarif nicht mehr an den Grundversorger gebunden, sondern kann auch hier wechseln. Was passiert, wenn der Kunde beim Netzbetreiber nicht als Wärmepumpe geführt wird? Die Dame vom Stadtwerk teilt mir mit, dass man dann eigentlich nichts machen kann. Am Tag, als ich mir ihr sprach hatte sie bis zur Mittagspause bereits zwei solche Fälle bearbeitet. Selbst wenn der Kunde nachweisen kann, dass an dem Anschluss eine Wärmepumpe betrieben wird, kann der Anbieterwechsel nicht durchgeführt werden. Zum Netzbetreiber, der die Daten pflegt hat der Stromkunde keinen direkten Kontakt. In den “Gelben Seiten” findet sich nur die Hotline für Stromausfälle.

Beispiel: Mehrere Anschlüsse
Mir selbst ist vor einigen Wochen der Fall passiert, dass mich mein Stromanbieter darüber informierte, dass ich bei ihm gekündigt hätte. Nach einigen Rücksprachen stellte sich raus, dass die Kündigung eines anderen Anschlusses von mir versehentlich auf den falschen Anschluss durchgeführt wurde.

Discounter Pleiten
FlexStrom oder Teldafax. Die Meldungen sorgen nicht unbedingt dafür, dass man den vermeintlichen Spitzenplätzen in den Vergleichsportalen sonderlich Beachtung schenkt. Hat man sich für einen Anbieter entschieden, so möchte man nicht dauerhaft die Nachrichten kontrollieren, ob Handlungsbedarf besteht.

Zähler ausgebaut
Die Sammlung der Skurrilitäten wird bei mir im Moment von einem Fall aus Baden-Württemberg angeführt. Der Stromkunde hatte im Zuge einer Modernisierung zu einem Smart-Meter gewechselt und dabei auch den Messstellenbetreiber gewechselt. Einige Zeit später wurde eine PV-Anlage montiert. Der Grundversorger (ein Stadtwerk) demontierte den Smart-Meter und installierte einen eigenen Smart-Meter. Die Kosten dafür trägt…

Fehlerhafte Verbrauchswerte
Eines der wichtigsten Daten die beim Wechsel des Stromanbieters ausgetauscht werden, sind die Verbrauchswerte. Zwar ist bei jedem Bestellformular die Selbstauskunft vorhanden, jedoch wird den Anbietern auch der tatsächliche Wert vom Netzbetreiber übermittelt. Stimmen diese Werte nicht überein, so ist spätestens bei der ersten Abschlagszahlung der Streit vorprogrammiert. Bei einem aktuellen Fall wurde vom Anschlussinhaber 2.800 kWh/Jahr angegeben – der Netzbetreiber teilte 1.500 kWh/Jahr mit. Der Kunde freute sich im ersten Jahr über die niedrigen Abschläge und kündigte nach dem Erhalt der Jahresabrechnung mit gehöriger Nachzahlung im zweiten Jahr.

Was tun bei Streit?
Die Verbraucherzentralen haben mittlerweile auf ihren Seiten ganz gute Informationen. Zum online lesen würde ich das Forum des Bundes der Energieverbraucher empfehlen. Möchte man eskalieren. dann ist die Schlichtungsstelle Energie der richtige Ansprechpartner.


Vielleicht auch interessant:

02.07.13: Strompreise für Privathaushalte können 2014 sinken
05.04.13: Zusammenhang von Strombörsenpreisen und Endkundenpreisen
13.02.13: Haushaltsstrom: der Staat kassiert kräftig mit
26.02.13: internationale Strompreise: Andere Länder - andere Ansichten



Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



0 Kommentar(e) zum Artikel.
Kommentar schreiben


Themenbereiche:

Strom | Netze | Unternehmen

Schlagworte:

Stromanbieter (21) | Wechsel (12) | Kunden (46) | Transparenz (27) | Stadtwerk (13) | Anbieterwechsel (5) | Wärmepumpe (14) | Zähler (3) | Vergleichsportale (3)




Seite per Mail versenden

Kurz-Link zu dieser Seite: http://psrd.de/@955953







© by Proteus Solutions GbR 2017


Alle hier veröffentlichten Texte, Dokumente und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
Bitte beachten Sie dazu auch die weiteren Informationen unter dem Menüpunkt Mediadaten.
Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserem Impressum.



Proteus Solutions GbR , Allmandsteige 11, 78564 Reichenbach
Tel: (0 74 29) 876 91 - 70 oder 0800-50506055, Fax (0 74 29) 876 91 - 77
Spam@proteus-solutions.de

80.147.220.63 - (04.05.2016 14:30:00)


 

verwandte Themen
29.9.16 | Artikel: 970086
GrünStromJetons digitalisieren die Energiewende

Dass der persönliche Ökostromtarif am tatsächlichen Strommix aus der Steckdose nichts ändert, hat sich herumgesprochen. Dieser Umstand sorgt bei vielen umweltbewussten Verbrauchern für Ernüchterung.

13.10.16 | Artikel: 970089
EEG-Umlage steigt: Handwerkstag sieht Akzeptanz der Energiewende auf der Kippe

Die EEG-Umlage steigt erneut auf Rekordniveau, kein Ende der Kostenspirale in Sicht. Angesichts der für Freitag angekündigten Bekanntgabe der Erhöhung übt Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold drastische Kritik…

PVStatistik Deutschland:
installierte Anlagenleistung online abfragen.
4.11.16 | Artikel: 970091
Stromanbieter sind nur die Monetarisierung des Marketing-Mix

Wirtschaftsunterricht, 11. Klasse, auf dem Lehrplan seht das Geheimnis, wie aus Marketingstrategien konkrete Aktionen abgeleitet werden können. Die Schüler lernen, dass man scheinbar überhaupt nichts produzieren muss, um am Markt erfolgreich zu sein.

25.1.17 | Artikel: 980002
bne zum Stromsteuergesetz: «Richtige Entscheidung»

Zum Verzicht auf die Ausdehnung der Stromsteuer auf Solaranlagen im Stromsteuergesetz, erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):…

Artikel verpasst?
Nutzen Sie unsere Volltextsuche!
27.4.17 | Artikel: 980009
Franz Alt: Trump hat recht: Die Feigheit der deutschen Politik

Wer gehofft hatte, dass wenigstens der VW-Dieselskandal ein Weckruf sein und die große Koalition zum Umdenken und Umhandeln bringen könnte, sieht sich jetzt enttäuscht.

24.3.17 | Artikel: 980008
Klimaneutral Drucken - immer mehr Unternehmen zeigen Engagement

Im Pariser Klimaabkommen hat sich die EU verpflichtet, seinen Ausstoß an Kohlendioxid bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Einsparmöglichkeiten genutzt werden.

Besser im Netz gefunden werden.
Optimieren Sie jetzt Ihre Website!
18.7.17 | Artikel: 980019
Fell: Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber

Wirtschaft und Union diffamieren Erneuerbare Energien als Energiepreistreiber, aber die Industrieenergiepreise sinken doch seit Jahren! Seit Jahren brandmarken Union, FDP, SPD die Erneuerbaren Energien als Preistreiber im Energiesektor.

7.2.17 | Artikel: 980004
Bundesbürger wünschen sich innovative Strom-Angebote

Tarife, bei denen Strom weniger kostet, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, intelligente Geräte, die sich dann einschalten, wenn Strom günstig ist und bessere Informationen über den eigenen Energieverbrauch - eine Mehrheit der Bundesbürger interessiert sich für innovative Stromangebote, die durch die Digitalisierung der Energienetze möglich werden. …