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Bofinger: Quotenmodell untauglich - Franz Untersteller gleicher Meinung

20.09.13  09:08 | Artikel: 955975 | News-Artikel (e)

Bofinger: Quotenmodell untauglich - Franz Untersteller gleicher Meinung
Professor Dr. Peter Bofinger,
Mitglied des Sachverständigenrates
zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
Hohes Kostenrisiko für Verbraucher

Der Ökonom Professor Peter Bofinger hat im Auftrag der Landesstiftung Baden- Württemberg mögliche Fördersysteme für erneuerbare Energien untersucht und verglichen.

Hintergrund ist die anstehende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, die nach Auffassung aller Parteien unverzüglich nach der Bundestagswahl angegangen werden muss. Bofinger, der seit 2004 Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung ist, kommt zu dem Ergebnis, dass das von der FDP favorisierte und auch von der Monopolkommission kürzlich vorgeschlagene Quotenmodell als Fördersystem untauglich ist. Professor Peter Bofinger: "Das Quotenmodell schneidet im Vergleich besonders ungünstig ab. Anders als von seinen Anhängern behauptet, wäre die Einführung dieses Modells vermutlich sogar mit besonders hohen Kosten für die Verbraucher verbunden."

Das Papier vergleicht acht derzeit in der Diskussion stehende Fördermechanismen anhand der Kriterien Planungssicherheit für Investoren, Vermeidung von Überrenditen für Produzenten, Effektivität im Sinne der Erreichbarkeit der politischen Ausbauziele sowie Wirksamkeit der Marktintegration. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller sieht sich in seiner Ablehnung des Quotenmodells durch das Bofinger-Papier gestärkt: "Ich habe das Quotenmodell schon immer abgelehnt. Es führt zu einer einseitigen Förderung von wenigen Technologien und ruft zudem hohe Gewinne in Form von Mitnahmeeffekten bei den günstigsten Technologien hervor. Es freut mich außerordentlich, dass jetzt mit dem Papier von Professor Bofinger eine präzise ökonomische Begründung eines renommierten Wissenschaftlers vorliegt", betonte Untersteller.

Er kündigte an, dass Baden-Württemberg umgehend nach der Bundestagswahl einen Reformvorschlag für das Erneuerbare-Energien-Gesetz vorlegen werde, in denen sich auch die Überlegungen Professor Bofingers wiederfinden werden: "Wir laden Bund und Länder ein, gemeinsam mit uns eine kluge Reform des EEG zu diskutieren und zu beschließen. Das Quotenmodell ist sicher keine zukunftsfähige Variante."

Das Bofinger-Papier ist hier veröffentlicht.




(Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg)


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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | EEG | BTW2013

Schlagworte:

Quotenmodell (12) | EEG (377) | Wahlkampf (11) | Medienkampagne (4) | Energieversorger (64)




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