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Storage & Solar Briefing 2013: fundierte Wissensvermittlung für Profis

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Storage & Solar Briefing 2013: fundierte Wissensvermittlung für Profis

04.10.13  09:00 | Artikel: 956008 | News-Artikel (Red)

Storage & Solar Briefing 2013: fundierte Wissensvermittlung für ProfisAm 2. Oktober 2013 fand das «Storage & Solar Briefing 2013» im Mövenpick Hotel in Stuttgart statt, zu der etwa 50 hochrangige Experten aus der Erneuerbare-Energien-Branche anwesend waren. Die Hauptthemen der Konferenz, die von der EuPD Research durchgeführt wurde, die Teil der Hoehner Research & Consulting Group (HRCG) ist, waren Wachstumsmärkte im Bereich der Photovoltaik, der deutsche Speichermarkt und Analysen in Bezug auf Chancen und Herausforderungen für die Branche.
Eine kurze Zusammenfassung des Tages.

Markus Hoehner begrüßte als Gastgeber die anwesenden Teilnehmer und gab einen kurzen Überblick über das Tagesprogramm. Dabei sprach er schon in der Einführung davon, dass der deutsche Markt auch im Bereich der Speichersysteme weltweit im Fokus stünde und der Endkundenmarkt in Deutschland erst der Anfang sein wird.

Speichersysteme - Status quo und globales Entwicklungspotenzial

Die ersten beiden Sessions sind traditionell den EuPD Research Mitarbeitern Martin Ammon (Senior Research Manager) und Markus Lohr (Senior Analyst) vorbehalten. Ammon gab einen fundierten Überblick über den Status quo in Bezug auf Speichersysteme im globalen Kontext. Einführend wurden dabei Begrifflichkeiten wie LCoE (Levelized Costs of Electricity oder auch Stromgestehungskosten) und LCoS (Levelized Costs of Storage oder auch Gestehungskosten für Speichersysteme) anhand umfangreicher Berechnungsformeln dargestellt.

Ammon zeigte auf, dass im PV-Bereich mit weiteren Kostenreduktionen zu rechnen ist und in vielen europäischen Staaten die sog. Grid Parity (PV-Strom Erzeugung zu gleichem Preis wie Netzbezug) bis 2016 erreicht wird. Zypern, Italien und Portugal werden dabei unter den ersten Ländern sein und dann auch im Speicherbereich einen Markt darstellen, da bis zu diesem Zeitpunkt der Speicherpreis bereits weit wesentlich gefallen sein wird.

Markus Lohr stellte in seinem Vortrag die Ergebnisse einer aktuellen Kundenumfrage vor. Knapp 3000 PV-Anlagen-Besitzer wurden dabei zum Thema Speicher befragt.

Derzeit sprechen noch bei vielen Kunden einige Argumente gegen den Einsatz von Speichersystemen. Als Hauptargument wurde vorrangig der hohe Preis solcher Systeme genannt, gefolgt von der nicht gegebenen Notwendigkeit und der Ausgereiftheit solcher Systeme. Besitzer von Altanlagen sehen durch ihre hohe Einspeisevergütung auch kaum Handlungsbedarf.

Dabei sei durchaus ein Markt verfügbar, wie weitere Antworten der Umfrage belegen. Mittelfristig wird sich die Gruppe der privaten Anlagenbetreiber mit Anlagen zwischen 3-12 kW zu einer attraktiven Zielgruppe entwickeln. Hier ist jedoch ein aktiver Vertrieb seitens der Solateure notwendig. Die Ergebnisse belegen hier deutlich, dass es eine hohe Erfolgsquote gibt, wenn Bestandskunden aktiv angesprochen und informiert werden.

Installationsbetriebe sollten daher in jedem Fall selbst informiert sein und dieses Wissen an ihre Kunden weitergeben, vor allem in Hinblick darauf, dass das Segment der sog. "Retrofit"-Anlagen (Nachrüstung) mittelfristig erfolgreicher zu bearbeiten sein wird, als das der Neuinstallationen.

Endkunden oder Industrie?

David Wedepohl vom BSW-Solar stellte in seiner Präsentation die deutsche Marksituation dar und informierte die Teilnehmer über die aktuellen Kampagnen und Aktivitäten des BSW.

Tobias Rothacher (German Trade & Invest) stellte die Unterschiede zwischen dem Privatkunden- und dem industriellen Markt heraus und ging im Laufe seiner Präsentation davon aus, dass der PV-Markt 2015/2016 noch mal explodieren könne und redet in diesem Zusammenhang von PV 2.0. Die Endkunden stellen dabei den stärksten Anteil dar. 2020 bis 2030 wird es laut Rothacher nochmal erheblich Bewegung im Speicher-Markt geben, da zu diesem Zeitpunkt nach und nach Anlagen aus der EEG-Förderung herausfallen. Hier rechnet er mit einem Preisverfall der Speichersysteme bis auf rund ein Sechstel der derzeitigen Preise.

Experten: weitere Entwicklung notwendig

In verschiedenen Panel-Diskussionen wurden im Laufe des Tages noch verschiedene Aussagen getroffen, bei denen sich die anwesenden Experten einig waren.

So sehen nahezu alle im Speicherbereich tätigen Unternehmen die Notwendigkeit, einheitliche Standards zu definieren. Endkunden müssten Systeme zuverlässig vergleichen können.

Derzeit sind kaum Zahlen für die bereits installierten Systeme verfügbar. Zwar gibt es die Angaben der KfW, die mit etwa 1200 geförderten Systemen aber hinter der Realität hinterher hinken dürften. Für viele Kunden ist das Förderprogramm der KfW zu kompliziert und derzeit entscheiden sich Kunden nicht aus rein ökonomischen Gründen für ein Speichersystem.

Carsten Welge (RWE Effizienz GmbH) fasste dies Argument in der Paneldiskussion in Englisch schön zusammen: "for some it makes sense in some way".

Interessante Einblicke ergaben sich auch aus dem Vortrag von Martin Huber (Younicos AG), da die Younicos AG hauptsächlich im Bereich von Megawatt-Speichersystemen tätig ist. Hier dominierten dann Begriffe wie Netzdienstleistungen, Stabilität oder "rotierende Massen".

Zusammenfassend stellte sich das Storage & Solar Briefing 2013 wieder als hoch informative Veranstaltung dar, bei der auch genügend Zeit für das Networking blieb.

Die Energieblogger sind offizieller Medienpartner der Veranstaltung

Hintergrund:
Das Storage & Solar Briefing 2013 gilt ähnlich dem German Market Briefing als eine der Schlüsselveranstaltungen der Branche, da hier für Prognosen und Markteinschätzungen reines Zahlenmaterial aufbereitet und analysiert wird; ganz im Gegenteil zu diversen anderen Veranstaltungen, in denen Branchensituationen oft emotional schön oder schlecht geredet werden. Prognosen der EuPD Research genießen einen hohen Stellenwert und die vorausgesagten Entwicklungen treffen meist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein.
Zielgruppe der Veranstaltung sind Entscheider, Meinungsführer, Analysten und Marktexperten.





Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Speicher | Veranstaltung

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Storage (11) | Solar (322) | Briefing (14) | Speicher (84) | Konferenz (26) | EuPD Researc (21) | HRCG (3) | Tobias Rothacher (4) | Markus Hoehner (3) | Martin Ammon (2) | Markus Lohr (6)




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