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14. Forum Solarpraxis - die Highlights der 2-tägigen Veranstaltung

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14. Forum Solarpraxis - die Highlights der 2-tägigen Veranstaltung

25.11.13  09:17 | Artikel: 956149 | News-Artikel (Red)

14. Forum Solarpraxis - die Highlights der 2-tägigen VeranstaltungEs gibt im Bereich der Photovoltaik eigentlich nur wenige Veranstaltungen, die man fast obligatorisch besuchen muss. Das ist natürlich die Intersolar, einige Fachveranstaltungen mit technischem Tiefgang und das traditionell am Jahresende stattfindende Forum Solarpraxis.

Die diesjährige Veranstaltung war deshalb wieder für alle Marktakteure und Entscheider der Solarbranche eine wichtige Kommunikations- und Informationsplattform. In der mittlerweile 14. Auflage hat sich das Forum zu einem festen Termin im Bereich der Photovoltaik etabliert. Das Forum, das von der Berliner Solarpraxis AG organisiert wird, fand am 21. und 22. November 2013 im Hotel Hilton in Berlin statt.

Karl-Heinz-RemmersRemmers: Solarbranche muss Lösungen anbieten

Solarpraxis-Vorstand Karl-Heinz Remmers rief in seiner Eröffnungsrede die neue Regierung dazu auf, endlich damit anzufangen, die Transformation des Energiesystems anzugehen. Die Anpassung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) sei davon nur ein kleiner Teil. "Die Energiewende bedeutet, dicke Bretter zu bohren. Wir als Solarbranche sind gefordert, hierfür Lösungen anzubieten", betonte Remmers vor gut 600 Teilnehmern.

Die Diskussionen rund um die Energiewende sind vielschichtig. So ging Remmers z.B. auf eine Äußerung von E.ON-Chef Johannes Teysson ein, der den PV-Eigenverbrauch mit Kleinanlagen als Schwarzbrennerei bezeichnete. Durch diesen Eigenverbrauch gebe es eine Entsolidarisierung; eine Problematik, die durchaus bekannt ist, die jedoch international gesehen vor dem Hintergrund geplanter Einspeisevergütungen für Atomstrom in England schon grotesk wirkt.

Remmers wirft der Bundesregierung Planlosigkeit vor. Eine Neuregelung des Strommarktdesigns sei für viele Neuland. Die Energiewende sei die dritte große Aufgabe für Deutschland - nach Wiederaufbau und Wiedervereinigung.

Expertenpanel Energiemarktdesign:
Wegwerfstrom, Flatrates und das Jammern großer Konzerne


Unter der Überschrift "Das Energiemarktdesign der Zukunft - Deutschland vor dem Scheideweg" diskutierten Dr. Maren Hille (BDEW), Dr. Holger Krawinkel (vzbw), Dr. Felix Matthes (Öko-Institut), Carsten Pfeiffer (BEE) und Tobias Huschke (Energy Brainpool) über die zentralen Fragen der Energiewende und die Rolle der Photovoltaik in Deutschland.

Maren Hille vertrat dabei den traditionellen Standpunkt der Energieversorger und erklärte, dass konventionelle Kraftwerke auch in der Zukunft für die Sicherstellung der Energieversorgung notwendig seien.

In diesem Panel tauchten zum ersten Mal auch gewisse negative Euphemismen auf. "Wegwerfstrom" beispielsweise für Solarstrom, der an der Börse mit Null Euro gehandelt wird oder "Zappelstrom" für die Volatilität bei Solar- und Windstrom. Letztere könnten nicht marktgerecht Energie produzieren. Mit Energiespeichern, Smart Grids und Koordination von kleinen Produktionsanlagen (Schwarmkraftwerke) könne man jedoch dieses Manko in Zukunft ausgleichen.

Auch Holger Krawinkel ging noch mal auf die Aussagen Teysson ein. In einer ausdrucksstarken Metapher beschrieb Krawinkel den E.ON-Chef als einen "Dampflokproduzenten, der vor dem Verkauf von Autos warnt".

Zum Thema "Strom-Flatrates" waren sich die meisten Experten einig, dass diese derzeit nur den großen Stromversorgern nützen würden und völlig dem Themenkomplex Energieeffizienz widersprechen. "Wenn Flatrates, dann nur, wenn wir die 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien erreicht haben", so eine Teilnehmerin aus dem Publikum.

In den 60 Minuten konnte natürlich keine Lösung für die aktuelle Situation gefunden werden. Maren Hille erklärte zur Situation der größeren Energieversorger: "einige sind noch in der Phase des Jammerns, andere krempeln die Ärmel hoch und fangen an".

ForumSPX-Paneldiskussion
v.l.: Tobias Huschke (Energy Brainpool), Moderator Christian Stahl (stahlmedien), Dr. Maren Hille (BDEW),
Dr. Holger Krawinkel (vzbw) | Bild: Solarpraxis, Tom Bärwald


Entsolidarisierung wird politisches Thema

In verschiedenen Diskussions- und Expertenrunden kam man immer wieder auf das Thema Eigenverbrauch zurück. Derzeit lässt sich wohl keine pauschale Lösung für dieses Paradoxon finden und wird auch mittelfristig die politische Debatte dominieren. Carsten Körnig (BSW-Solar) gab für das Thema Eigenverbrauch in Verbindung mit Speicherlösungen eine treffende Begründung: "Es ist der Urtrieb der Menschheit, Vorräte anzulegen.", und meinte damit auch das Streben nach Unabhängigkeit.

Hard Talk - Weltbilder prallen aufeinander

Ein 15-minütiges Wortgefecht lieferten sich Luise Neumann-Cosel (BürgerEnergie Berlin) und Dr. Helmar Rendez (Vattenfall AG und Stromnetz Berlin GmbH). Neumann-Cosel ist der Meinung, dass Stromnetze in Bürgerhand gehören - Rendez, dass nur kommerzielle Unternehmen wie Vattenfall die Kompetenz für den Betrieb dieser Netze besitzen.
Anfang November gab es einen Volksentscheid in Berlin bei dem die Bürger entscheiden sollten, ob das Stromnetz verstaatlicht werden oder weiterhin im Besitz von Vattenfall bleiben sollte. Am Ende fehlten der Bürgerbewegung in Berlin 0,9 Prozent der Stimmen - und scheiterte. In Hamburg hatte die gleiche Abstimmung im September jedoch Erfolg.

Trotz ihrer jugendlichen Ausstrahlung diskutierte die 27-jährige Neumann-Cosel auf Augenhöhe mit dem Vattenfall-Chef Rendez. In einer abschließenden Frage äußerte sich Rendez durchaus positiv über das Wortgefecht und erklärte, dass er Neumann-Cosel sofort als Pressereferentin einstellen würde.

Energieblogger übernehmen Twitterwall

In diesem Jahr gab es erstmalig eine Twitterwall im Eingangsbereich des Forums - also ein PC, auf dem die gesammelten Tweets mit dem Hashtag #ForumSPX zu sehen waren. Hierbei handelte es sich um Aussagen, Highlights und Zitate aus den laufenden Sessions. Da sich die anwesenden Teilnehmer eher ein wenig zurückhaltend verhielten, dominierten die Tweets der Energieblogger. Kirsten Hasberg , Andreas Kühl, Top50-Solar, Milk the Sun, Jürgen Haar und Björn-Lars Kuhn twitterten live aus verschiedenen Vorträgen und Diskussionsrunden. Hintergrundinformationen zu aktuellen Themen lieferten zudem auch nicht-anwesende Energieblogger.

Inhalte: für jeden was passende dabei

Natürlich gab es noch sehr viele andere spannende Themen. Insgesamt waren es in diesem Jahr 103 Referenten und Moderatoren in 13 Sessions, 8 Workshops und 6 Themen- und Ländertischen, die den Teilnehmern geballtes Wissen zur Verfügung stellten.

Im Rahmen der Medienkooperation zwischen dem Veranstalter Solarpraxis und den Energiebloggern werden noch weitere Berichte zum Forum veröffentlicht werden, die auf den Seiten der Energieblogger zu finden sind.


Copyright aller Bilder bei: Solarpraxis, Tom Bärwald


Weitere Artikel zur Veranstaltung:
energynet.de: Solarbranche sucht ihren Weg in die Zukunft auf dem 14. Forum Solarpraxis
pv magazine: Forum Solarpraxis: Politik und Branche bleibt viel zu tun







Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiewende | Veranstaltung | Unternehmen

Schlagworte:

14. Forum Solarpraxis (2) | Energiewende (372) | Branche (21) | Berlin (23) | Energieblogger (33) | Workshops (5) | Wissen (16)




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